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Autorenarchiv

Zusammenkünfte

Jour fixe-Terminübersicht

 Bitte vormerken


TERMINE  2017

Achtung:  Seit September finden unsere Treffen (Jour fixe) im Stadtteilzentrum West, Elfbuchenstraße 3 (hinter der Friedenskirche) statt.

 

10. 1.

In drei Monaten beginnt die documenta 14 in Athen, zwei Monate später folgt Kassel. Was können wir heute schon zur documenta erfahren? Andrea Linnenkohl, die Assistentin von Adam Szymczyk, hat sich spontan bereit erklärt, zu uns zu kommen und mit uns darüber zu sprechen.

Zu Beginn werden wir Karl Oskar Blase gedenken, der am 27. 12. 91jährig gestorben ist. Blase war Mitbegründer des documenta forums und unser erstes Ehrenmitglied.

14. 2.

Der Bund will den Bau eines documenta Archivs / Instituts mitfinanzieren. Seine Zusage ist eine Herausforderung für das Land Hessen und die Stadt Kassel, ebenfalls Finanzpläne aufzustellen.

Wir wollen an diesem Abend eine Bilanz aller seit 2000 vorgetragenen Ideen und Vorschläge zum Ausbau des Archivs zusammentragen, um aufzuzeigen, was es schon gab.

Zu der Sitzung wollen auch Dr. Birgit Jooss und Dorothee Rhiemeier kommen.

14. 3.

18. 4.

9. 5.

13. 6.

11. 7. (evt.)

8. 8. (evt.)

12. 9.

10.10.

14. 11.

12. 12.

 


 


 

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—————————ARCHIV
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Termine 2016


13.12.

Der Parthenon der (verbotenen) Bücher

Schwerpunkt am 13. Dezember, 19.30 Uhr, soll das Projekt “Der Parthenon der Bücher” sein. Frau Prof. Nicola Roßbach und eine Gruppe von Studenten, die an der Uni Kassel die Listen der verbotenen Bücher für die documenta 14 bearbeiten, werden ihr Projekt  und ihre Arbeitsweise vorstellen. Daran soll sich eine Diskussion anschließen.

Dieser Jour fixe wird als offene Veranstaltung angesetzt, Gäste, das heißt Nicht-Mitglieder,  sind herzlich willkommen.

Jeder Teilnehmer an der Veranstaltung wird gebeten, für die Sammlung der verbotenen Bücher (Bücher, die verboten sind oder waren) ein Exemplar mitzubringen und in zwei oder drei Sätzen zu erläutern.

Die Veranstaltung wurde – mit rund 60 Mitgliedern und Gästen – ein voller Erfolg. Viele hatten ein Buch zur Sammelaktion mitgebracht und stellten in persönlichen Worten ihr “verbotenes” Buch vor. Und die Präsentation der Studierenden war professionell. Prof. Nikola Roßbach und ihre Studenten führten sehr gut in das Bücherprojekt ein.

8. 11. Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl

Da das Dokfest in diesem Jahr nicht am zweiten Dienstag im November eröffnet wird, können wir bei unserem ursprünglichen Rhythmus (zweiter Dienstag des Monats) bleiben.

In dieser Sitzung wird der Geschäftsbericht vorgetragen und diskutiert. Außerdem wird der Kassenbericht erstattet und von den Kassenprüfern kommentiert. Bevor der Vorstand neu gewählt wird, bittet der um Entlastung.

Die Entlastung wurde erteilt und der Vorstand neu gewählt. Der Vorstand hatte vorgeschlagen, die Arbeit auf eine breitere Basis zu stellen und den Vorstand zu erweitern. Gleichzeitig mussten zwei Positionen neu ersetzt werden, da Juliane Sattler-Iffert nicht mehr für den 2. Vorsitz kandidierte.

Der Vorsitzende sprach ihr für ihre langjährige, engagierte und ideenreiche Mitarbeit den außerordentlichen Dank aus. Durch ihren Einsatz habe sie wesentlich zum Erfolg der Laser-Meter-Aktion beigetragen. Die Mitgliederversammlung schloss sich diesem Dank an.

Gewählt wurden:

Dirk Schwarze (Vorstandsvorsitzender

Volker Schäfer (2. Vorsitzender)

Horst Schween (Schatzmeister)

Regina Oesterling (Schriftführerin)

Jörn Budesheim, Lutz Freyer, Gila Kolbe, Miki Lazar (Beisitzer(in))

Die zweite Vorsitzende, Juliane Sattler-Iffert kandidierte nicht mehr. Der Vorsitzende dankte ihr für ihre langjährige engagierte Mitarbeit. Zu ihren Verdiensten gehört ihr intensiber Einsatz für das Laser-Meter-Projekt.

 

11.10./16.10.

Außer der Reihe:  Der Jour fixe im Oktober wird auf Sonntag, 16. Oktober, 11 Uhr, verschoben, da im Gloria der “Film” documenta 1955 Premiere hat, den Bernd Scott und Peter Schima aus vorhandenen Fotos hergestellt haben. Die Veranstaltung wird gemeinsam vom documenta Archiv, dem documenta forum und der Visus-Film getragen. Das Interesse an der Vorführung war so groß, dass 50 bis 100 Besucher nach Hause geschickt wurden.

13.09.

Achtung:  Ab sofort finden unsere Treffen (Jour fixe) im Stadtteilzentrum West, Elfbuchenstraße 3 (hinter der Friedenskirche) statt

Themen:

Auswertung der Museumsnacht

Sondierung einer Athen-Fahrt

Projekt Film zur documenta 1955

 

3. 9.

Museumsnacht.

Das documenta forum lädt zu Gesprächen rund um die documenta ein.

Es kann um Aspekte der documenta-Geschichte gehen, es kann über die kommende documenta gesprochen werden. Das Motto lautet: Unterwegs nach Athen.

Da unser Tagungsort Kunsttempel durch andere Aktivitäten belegt ist, ziehen wir mit unseren Info-Ständen unter das Portal der Stadthalle, die mit ihren Säulen ein Leitmotiv für Athen ist.

Zwischen 18 und 20 Uhr wollen wir mit den Besuchern der Museumsnacht sprechen.

Für das documenta forum sind Regina Oesterling, Silvia und Lutz Freyer, Jörn Budesheim, Miki Lazar und Volker Schäfer. Spontan werden noch andere Mitglieder erwartet.

Es wird auch für das leibliche Wohl geboten – auf Griechisch natürlich.

Als Gäste haben sich angemeldet: Annette Kulenkampff, Geschäftsführerin der documenta, Mitglieder aus dem Vermittlungsteam der documenta, die deutsch-griechische Kunsthistorikedrin Dr. Rhea Thönges, Oberbürgermeister Bertram Hilgen und der Journalist Peter-Matthias Gaede.

Im August kein Treffen

12. Juli

Zu Gast ist Dr. Birgit Jooss, die seit 1. Juli Direktorin des documenta Archivs ist. Der Abend soll Gelegenheit bieten, mit ihr ins Gespräch zu kommen.

Zur Berufung von Frau Dr. Jooss versandte die Stadt folgende Pressemitteilung:

Birgit Jooss ist die neue Direktorin des documenta Archivs für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Kassel.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der documenta und Museum Fridericianum gGmbH, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein und Annette Kulenkampff, Geschäftsführerin der documenta und Museum Fridericianum gGmbH, haben heute während einer Pressekonferenz in der documenta Halle die neue Direktorin des documenta Archivs Birgit Jooss der Öffentlichkeit vorgestellt.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen erklärte zur Bedeutung des Archivs für die Stadt Kassel: „Arnold Bode hat im Jahr 1955 nicht nur die erste documenta in Kassel realisiert, es war auch seine Idee, für die während einer documenta entstehenden Materialien ein Archiv zu gründen. Im Kasseler documenta Archiv werden seit 1961 Schriftwechsel, Akten, Bilder, Verträge der einzelnen documenta Ausstellungen gesammelt, archiviert und erschlossen. Das ist ein großer Schatz. Durch den kontinuierlichen Aufbau seines Literatur- und Medienbestandes mit dem Schwerpunkt documenta zählt unser Archiv zu den umfangreichsten Dokumentationszentren für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts und ist damit eine bedeutende Quelle für jede documenta Leitung, für Künstler, Forscher und Interessierte weltweit.“

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein verspricht sich von der Berufung Jooss’ einen kontinuierlichen Ausbau des Archivs. „Die konzeptionelle Weiterentwicklung des documenta Archivs durch Birgit Jooss wird – gemeinsam mit der besseren finanziellen Ausstattung des Archivs – dazu beitragen, dass die documenta und ihre Geschichte zwischen den alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungen in stärkerem Maße erlebbar wird. Seit diesem Jahr wird das documenta Archiv neben der Stadt Kassel auch vom Land Hessen getragen, und der Jahresetat verdoppelt sich auf eine Million Euro jährlich. Das sind wichtige Schritte, um die documenta auch auf Dauer zu sichern als ein weltweit bekanntes Symbol für die Freiheit, für die Verantwortung und für die Bedeutung von Kunst.“

Aufgaben der Archivdirektion sind neben der Weiterentwicklung des Sammlungsprofils die nationale und internationale Vernetzung des Archivs, die uneingeschränkte Zugänglichmachung und die Entwicklung einer Strategie für die Digitalisierung der Archivmaterialien sowie der weitere Ausbau des Archivs und der Bibliothek, die Beschaffung von Fördermitteln und die Begleitung des geplanten Neubaus/Umbaus des documenta Archivs/Instituts.

„Mit Birgit Jooss haben wir eine international vernetzte und anerkannte Expertin gewinnen können, die das Archiv auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene weiterentwickeln wird. Das ist ein wichtiger Schritt für das Archiv als Grundlage des geplanten documenta Instituts und seine existenzielle Bedeutung für das kulturelle Erbe documenta und seine Zukunft“, sagte Annette Kulenkampff, Geschäftsführerin der documenta und Museum Fridericianum gGmbH.

Birgit Jooss promovierte 1998 in München nach einem Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Kunstpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität über „Lebende Bilder. Körperliche Nachahmung von Kunstwerken in der Goethezeit“. Bis ins Jahr 2000 arbeitete sie im Ausstellungs- und Museumskontext im Deutschen Historischen Museum, Berlin, im Museum Villa Stuck, München, und im Schlossmuseum Murnau. Sie war bis 2007 Leiterin des Recherchebüros eurinos. kunst- und kulturrecherche und wirkte an der Akademie der Bildenden Künste München wissenschaftlich an der Vorbereitung von deren 200-jährigem Jubiläum im Jahr 2008 mit. Bis 2009 studierte Jooss zusätzlich Archivwissenschaften an der Fachhochschule Potsdam. Von 2007 bis 2015 war sie Leiterin des Deutschen Kunstarchivs im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und im gleichen Jahr Direktorin des Archivs der Akademie der Künste, Berlin. Seit 2016 arbeitet Dr. Birgit Jooss als Dozentin, freie Kunsthistorikerin und Archivarin. Im Juli 2016 wird sie die Direktion des documenta Archivs in Kassel antreten und folgt damit Gerd Mörsch nach, der das Archiv von 2013 bis 2015 leitete.

Birgit Jooss sagt zu ihrer neuen Aufgabe: „Das Archiv der documenta zu übernehmen ist für mich eine große Ehre und eine spannende Herausforderung zugleich. Wohl kein anderes Kunstarchiv in Deutschland ist so international aufgestellt wie dieses. So ist durch das großartige Quellenmaterial, das hier verwahrt wird, das Potenzial der weltweiten Vernetzung einmalig. Ich freue mich aber ebenso auf die Arbeit vor Ort. Hier gilt es zunächst eine gute Infrastruktur für die Forschung zu schaffen – vor allem im Hinblick auf das Digitale –, das Team zu erweitern, die baulichen Gegebenheiten zu verbessern, Projekte zu entwickeln und das Sammelprofil sowie die Außendarstellung des Archivs zu präzisieren. Das documenta Archiv ist fraglos ein bedeutender Baustein unseres kulturellen Gedächtnisses – nicht nur für Kassel, sondern auch für die Kunstszene weltweit. So wollen wir alles daransetzen, diesen Baustein noch sichtbarer zu machen.“
Das documenta Archiv wurde 1961 von Arnold Bode gegründet und umfasst eine Bibliothek mit über 100.000 Bänden, rund 5.000 Film-, Video- und Audiobestände, 60.000 Fotos sowie 1,4 Millionen Archivalien zu den documenta Ausstellungen 1 bis 13. Das documenta Archiv soll Grundlage für das gemeinsam mit der Universität Kassel geplante außeruniversitäre documenta Institut sein. Es soll Kassel auch außerhalb der Zeiten der documenta Ausstellungen als bedeutenden Ort zeitgenössischer Kunst und Kunstforschung profilieren.

Die documenta und Museum Fridericianum gGmbH wird von der Stadt Kassel und dem Land Hessen getragen und ist seit dem 01.01.2016 verantwortlich für das documenta Archiv in Kassel.

 

10.05. und 14.06.

Themenschwerpunkt war die Museumsnacht.

12.04.

Als Gast begrüßen wir Prof.  Joel Baumann, Rektor der Kunsthochschule Kassel.

Er wird sich und seine Arbeit kurz vorstellen. Unser Hauptinteresse gilt der Ausschreibung der sogenannten documenta-Professur. Welche Erwartungen werden an die Bewerber gestellt? Wie wird die auf erst einmal fünf Jahre begrenzte Professur innerhalb der Kunsthochschule angesiedelt? Wie wird die Zusammenarbeit mit dem documenta Archiv aussehen? Wie wird sich die Kooperation mit der documenta gestalten.

In diesem Zusammenhang werden wir auch über das Vortragsprogramm der documenta in der Kunsthochschule sprechen.

08.03.

Im Zentrum der Gespräche stand das documenta Archiv. Dazu war Martin Groh als stellvertretender Leiter des Archivs als Gast gekommen. Er schilderte die Situation nach dem Weggang von Dr. Gerd Mörsch und vor der Berufung des/der neuen Leiters/Leiterin. Auch wurde intensiv darüber gesprochen, wie das Archiv als Institut ausgebaut werden kann. Es wurde schnell klar, dass die jährlichen Landesmittel in Höhe von 500.000 Euro für das Archiv (zusätzlich zu den städtischen Mitteln nicht annähernd ausreichen, um dem documenta Archiv ein wissenschaftliches Profil geben zu können.

09.02.

Nächster Jour fixe ist am Dienstag, 9. Februar 2016, 19.30 Uhr

Schwerpunkt-Thema wird die Vermittlung in der documenta 14 sein. Dazu begrüßen wir Sepake Angiama, die Leiterin des Vermittlungsprogramms in der nächsten documenta ist. Möglicherweise bringt sie noch Team-Kollegen mit.Sepake Angiama bittet um Verständnis dafür, dass das Gespräch vornehmlich in Englisch geführt wird. Es wurde ein sehr unterhaltsamer Abend mit neuen Einblicken in die Vermittlungsarbeit. Das Team um Sepake Angiama hat im Gegensatz zu Carolyn Christov-Bakargiev keine Berührungsangst beim Gebrauch des Begriffs ediucation.

Weiteres Thema war die Vorbereitung der Museumsnacht.

12. 1.

Wir tagen ab jetzt wieder im alten Rhythmus – am zweiten Dienstag eines Monats. Einzige Ausnahme ist der November-Termin (zu dem wir auch die jährliche Mitgliederversammlung einberufen).

Unser Tagungsort ist seit November vorigen Jahres der Kunsttempel, Friedrich-Ebert-Straße 177, gegenüber der Stadthalle.

Am Freitag, 8. Januar, haben Frau Kulenkampff und Frau Rhiemeier den Vorstand darüber unterrichtet, wie die Arbeit und Organisation im documenta-Archiv weiter geht. Darüber werden wir bei unserem Jour fixe-Treffen am 12. 1. berichten und diskutieren.

Zweiter Tagesordnungs-Punkt ist die Vorbereitung der Museumsnacht. Einzelne Vorschläge sind schon gemacht. Jetzt müssen wir die konkrete Planung vorbereiten.

 

Termine 2015

7.  Dezember

Es ist das letzte Mal, dass wir am Montag tagen. Mehrere Mitglieder hatten gewünscht, wieder zum Dienstagstermin zurückzukehren, da es nun keine Überschneidung mehr mit den documenta-Seminaren gebe. Bei einer kleinen Befragung votierten die Teilnehmer an der Abstimmung mehrheitlich für den Dienstag.

Unser Dezember-Jour fixe soll wieder dem Jahresausklang dienén. Wir wollen uns noch einmal den Film über die documenta-Macher anschauen und über mölgliche Themen im kommenden Jahr sprechen.

 

9. November

Mitgliederversammlung mit Geschäftsbericht, Kassenbericht und Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Der Geschäftsbericht ist, wie seit Jahren üblich, in der Rubik Vorstand nachzulesen. Auf Grund des Kassenberichts wurde der Vorstand entlastet.

Den Wechsel unseres Tagungsortes (Jetzt: Kunsttempel gegenüber der Stadthalle) hatten mehrere Mitglieder zum Anlass genommen, zu bitten, wieder zum Dienstagstermin zurückzukehren. Die Mitgliederversammlung trug dem Wunsch Rechnung und leitete eine Mitgliederbefragung ein. Mehrheitlich votierten die Mitglieder für den Dienstagstermin.

 

12. Oktober

Während unserer Planung für den 12. Oktober erreichte uns die Hiobsbotschaft, dass die documenta unseren Tagungsraum in der Unteren Karlsstraße braucht. Wir rechneten damit, dass es dazu kommen würde – hatten aber auf einen späteren Termin gehofft. Schon im November müssen wir draußen sein.

Unser Hilferuf wurde gehört. So können wir über vier Alternativen nachdenken.

1. Es gibt den Vorschlag, beim Kulturnetz (Untere Königsstraße 46 a) nachzufragen, ob wir den Raum nutzen können. Lutz und Silvia Freyer sowie Dr. Volker Schäfer bieten ihre Vermittlung an.

2. Dr. Klaus Ostermann schlägt vor, in den Kunsttempel gegenüber der Stadthalle zu gehen. Der Tempel sei montags kaum belegt, Getränke stünden zum Selbstkostenpreis bereit.

3. Dr. Hans-Bernhard Nordhoff und Heidemarie Vahl bieten ihre Wohnung (Sozialstation 1) an der Wilhelmshöher Allee als Tagungsraum an.

4. Frau von Waitz bringt die Büro-Räume der Waitzsche Dienstleistungen (Theaterstr.) ins Gespräch.

Das ist eine gute Auswahl. Allen Anbietern herzlichen Dank.

Der Abschied von der Unteren Karlsstraße 8 wird trotzdem nicht leicht.

Nach einer kurzen lebhaften Aussprache entschieden sich die Mitglieder mehrheitlich für den Kunsttempel.

Das heißt: Ab 9. November ist das documenta forum im Kunsttempel (Friedrich-Ebert-Str. 177) zu Hause.

Es bleibt dabei, dass wir jeden zweiten Montag im Monat unseren Jour fixe haben.

Die erste Zusammenkunft am 9. November um 19.30 Uhr wird die Mitgliederversammlung sein.

An die Diskussion über den neuen Ort schloss sich eine zeitweise kontroverse Debatte über die Ziele und das Selbstverständnis des documenta forums an. Da nur einige Mitglieder regelmäßig kommen und daher nur zum Teil die Abläufe kennen, wurde klar, dass über die Kommunikations-Stränge häufiger gesprochen werden muss. Desgleichen wurde deutlich, dass die Erwartungen und Zielvorstellungen nicht deckungsgleich sind. Andere Probleme konnten im Lauf des Abends geklärt werden. Auf jeden Fall muss häufiger über die Erwartungen gesprochen werden.


 

14. September

Zur Museumsnacht am 5. September hatte das documenta forum auf Initiative von Hans Brinckmann und Horst Schween einen Film-Zusammenschnitt gezeigt, in dem alle documenta-Macher(innen) im bewegten Bild zu sehen waren. Der Film (montiert und geschnitten von Julian Emig und Julian Cohn) fand viel Beifall

Unser Jour fixe im September galt in erster Linie dem Zwehrenturm und der Laser-Installation. Es war das erste Mal, dass wir in Raum tagten, und es zeigte sich, dass für 15 bis 20 Personen genug Raum ist.

Die Aussprache sollte eine Art Vorklärung geben, wie es mit dem Laser weitergeht, wenn der zwischen dem documenta forum und Horst Baumann abgeschlossene Vertrag ausläuft. Klar ist, dass der Laser-Strahl heute zu den Wahrzeichen Kassels gehört. Ebenso klar ist aber auch, dass dann durch Betriebs- und Reparaturkosten die Rückstellungen für den Laser weitgehend aufgebraucht sein werden. Jetzt ist eine aufwändige Restaurierung des Lasers auf der Orangerie notwendig. Eine zweite geoße Spendenaktion zugunsten des Lasers wird das documenta forum nicht leisten können.

Über die Problematik muss mit der Stadt und der documenta GmbH gesprochen werden. Zeit genug steht zur Verfügung.

Aus der Laser-Diskussion entwickelte sich ein Gespräch über das Selbstverständnis des documenta forums. Dieses Gespräch soll am 12. 10. fortgesetzt und vertieft werden.

Im August ist Sommerpause

 

19. Juli

Am 15. Juli 1955 wurde die erste documenta eröffnet. Der 60. Geburtstag ist ein guter Grund für eine Gala mit vielen Terminen.

Am 15. Juli 2015 unterzeichnen die Stadt Kassel und das Land Hessen einen Vertrag darüber, dass das städtische documenta Archiv zum 1. Januar 2016 unter das Dach der documenta GmbH kommt. Damit übernimmt das Land erstmals und endlich die Mitverantwortung für das Archiv.

Am 16. Juli wird im Fridericianum die wohl umfassendste Ausstellung zum Werk von Marcel Broodhaerst eröffnet.

Am 17. und 18. Juli findet in der documenta-Halle ein Symposium (organisiert von Dorothea von Hantelmann) statt, an dem die documenta-Leiter(innen) Catherine David, Okwui Enwezor, Roger Buergel, Carolyn Christov-Bakargiev und Adam Szymczyk als Gesprächspartner teilnehmen. Am Abend des 17. Juli werden alle bisherigen documenta-Leiter mit dem Hessischen Kulturpreis ausgezeichnet.

Am Sonntag, 19. Juli, findet dann das documenta-Geburtstagsfest als Bürgerfest statt.Das 90-seitige Programmfest bietet hochkarätige Veranstaltungen. Dabei sind mehrere documenta-Künstler.

Das documenta forum hat dazu folgende Beiträge organisiert:

Ugo Dossi – 12 Uhr Gespräch mit Angela Landgrebe, documenta forum, Untere Karlsstraße 8
Klaus Staeck – 13 Uhr Gespräch mit Martin Sonntag und Dirk Schwarze in der Caricatura, Kulturbahnhof

15 Uhr – Haus Untere Karlsstraße 8 (neben dem documenta-Archiv) Prof. Adrian von Buttlar, dessen Vater zum Bode-Team in den 50er und 60er Jahren gehörte, spricht über “Papas documenta”: Wie er als Kind und Jugendlicher die Entstehung der documenta erlebte. Anschließend Gespräch mit dem Bode-Meisterschüler Pitt Moog

E.R. Nele – 16 Uhr im Gespräch mit Dirk Schwarze im Haus Untere Karlsstraße 8 (neben dem documenta Archiv)

Hans Eichel – 15 Uhr Führung zu den Hauptorten der documenta, Treffpunkt Portikus Fridericianum

Heidi de Vries – 15 und 17 Uhr: “Das müßte doch verboten werden”, Lesung im Hörsaal des Naturkundemuseums aus Schmähbriefen zur documenta.

Regina Oesterling – 14 und 16 Uhr  Führungen zum Penone-Baum mit Regina Oesterling, Treffpunkt Rahmenbau.

Außerdem gibt es Veranstaltungen mit folgenden documenta-Künstlern

Timm Ulrichs – 14 Uhr, “IKON -KINO”, Kunsttempel, Stadthalle (5-Sekunden-Film)
Jürgen Klauke – 16 Uhr Galerie Coucou, Elfbuchenstraße, Interpassives Lauschen

Horst Hoheisel–12 Uhr Führung zur Denk-Stein-Sammlung im Kulturbahnhof und

16 Uhr. Gespräch am Aschrottbrunnen (vor dem Rathaus).

 

 

14. Juli

Ein Abend außerhalb der Reihe. Ausnahmsweise treffen wir uns wieder am Dienstag. Und zwar: Wir hatten gehört , dass Ingrid Mylo und Felix Hofmann ein “100-Tagebuch” zur dOCUMENTA (13) geschrieben haben. Dies wollten wir gerne vorstellen. Doch während der Planung erfuhren wir, dass die beiden am Dienstag, 14. Juli, 20 Uhr, im Kunsttempel (gegenüber der Stadthalle) ihr Buch vorstellen. Also schließen wir uns an, um nicht eine Doppelung entstehen zu lassen. – Dabei wäre für uns am selben Abend noch ein anderer Termin interessant. Das KAZ (Kasseler Architektur-Zentrum) eröffnet um 19.30 Uhr eine Ausstellung zu den temporären Bauten der documenta.

 

9. März

Wir hatten Adam Szymczyk zum Gespräch. Es war ein informativer und unterhaltsamer Abend. Szymczyk, der sich manchmal wortkarg und verschlossen zeigt, was bei ihm eine andere Form vin Humor ist, stimmte auf eine hochpolitische documenta ein. Farbe und Vielfalt gewannen die Aussagen dadurch, dass Szymczyk einige Team-Mitglieder mitgebracht hatte.

9. Februar

Zentrales Thema war die Diskussion eines Papiers von Hans Brinckmann zur Weiterentwicklung des documenta Archivs bzw. Gründung eines documenta Institutes. documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff nahm sich des Themas engagiert an. Sie bat darum, ihr Zeit zu geben, dass sie die Verhandlungen der Vereinbarung zur Übernahme des Archivs unter das Dach der documenta GmbH in Ruhe voran bringen kann.

12. Januar

Themen des Jour fixe waren:

Beiträge des documenta forums zum documenta Fest (60 Jahre) am 19. Juli

Beiträge des documenta forums zur Museumsnacht. Eine Arbeitsgruppe will Vorschläge machen (Hans Brinckmann, Horst Schween, Lutz Freyer)

Außerdem stellten Silvia und Lutz Freyer ihr Ausstellungsprojekt “neue enden” im Juli/August vor. Das documenta forum erklärte die Bereitschaft zur Unterstützung- Eine Trägerschaft kommt nicht in Frage.

 

 Termine 2014

 

8. 12.

Vorweihnachtlicher Jahresausklang mit Verköstigung. Bei der Gelegenheit sprachen wir über Mitgliedergewinnung, Darstellung im Internet und bei facebook. Dank an alle, die sich dabei engagieren.

10. 11. (Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl)
Nach Entlastung des Vorstandes wurde er in seiner bisherigen Zusammensetzung für zwei Jahre bestätigt: Dirk Schwarze (1. Vorsitzender), Juliane Sattler-Iffert (2. Vorsitzende), Horst Schween (Schatzmeister), Volker Schäfer (Schriftführer), Lutz Freyer und Miki Lazar (Beisitzer).
Die Mitgliederversammlung beschloss auf Vorschlag des Vorstandes und auf der Grundlage eines Entwurfs von Prof. Hans Brinckmann, Horst Schween und Christa Thiel eine neue Satzung. Die Satzung ist auf dieser Homepage zu lesen.
Der Mitgliedsbeitrag wurde auf Beschluss der Versammlung auf 48,- Euro pro Mitglied und Jahr festgelegt. Partner von Mitgliedern zahlen 24,- Euro, Studierende und Auszubildende 20,- Euro.

Montag, 13.10.

An diesem Montag hatten wir Henriette Gallus und Christoph Platz zu Gast. Beide gehörten zum Team der dOCUMENTA (13) – Henrette Gallus als Pressesprecherin und Christoph Platz als Mitarbeiter im kuratorischen Team. Nach dem vorzeitigen Weggang von Christine Litz war Christoph Platz gemeinsam mit Jenny Dirksen Leiter des Projektmanagements.

Beide arbeiten  nun auch im Team der documenta 14 mit – mit erhöhter Verantwortung:  Henriette Gallus als Leiterin der Abteilung Kommunikation und  und Christoph Platz als Leiter der Ausstellungsabteilung.

Das Gespräch sollte eine Brücke zur nächsten documenta schlagen. Dieses Vorhaben gewann höchste Aktualität, weil eine Woche zuvor Adam Szymczyk angekündigt hatte, die documenta 14 werde auch in Athen stattfinden. Die beiden Gäste sowie Geschäftsführerin Annette Kulenkampff hatten alle Hände voll zu tun, um den Nachfragen und Einwänden gerecht zu werden. Ein hoch spannender Abend.

 

 

8. 9.

Zur Museumsnacht hat sich das documenta forum nach einer längeren Pause wieder am Programm beteiligt. Der Einsatz fand großen Beifall: 13 Mitglieder des documenta forums haben, schwarz gekleidet, mit weißen Handschuhen, im Halbrund des Raumes Untere Karsstraße 8 jeweils ein Dokument/ eine Archivalie vorgestellt und damit ein Stück documenta-Geschichte anschaulich gemacht. Die Präsentation war ein voller Erfolg. Rund 55 Besucher haben die Vorstellung 75 Minuten lang verfolgt.

Beim nachfolgenden Jour fixe haben wir die Archivalien nochmals vorgestellt und über deren Einordnung gesprochen. Viele Details wurden dabei ausgegraben. Jan Hoets Box-Leidenschaft wurde ebenso erörtert wie die Versuche von Christo, sein Luft-Paket aufzurichten.

14. 7.

In der Juli-Sitzung haben wir über die Außenkommunikation geredet, speziell über Internet- und Facebook-Auftritte. Die große Skepsis insbesonders der älteren Mitglieder konnte zum großen Teil abgebaut werden. Das vergleichsweise junge Medium facebook verspricht breitere und schnellere Kontakte. Es kann schnell reagiert werden. Der Weg soll weiter verfolgt werden.

12. Juni

Wegen des Feiertages (Pfingstmontag) musste unser Juni-Treffen auf den 12. 6. verlegt werden.

Themen waren: Beteiligung an der Museumsnacht und Bericht über den Fortgang der Arbeiten am Zwehrenturm (Laserraum). Ganz aktuell diskutierten wir lebhaft und kontrovers darüber, dass Fritz Schwegler zwar in der Künstlernekropole sein Grabmonument errichtet hat, jetzt aber nicht dort bestattet wurde, sondern in seiner Heimat Breech (Göppingen).

15. 5.

Die Leiterin der Neuen Galerie, Dr. Dorothée Gerkens hat uns kenntnisreich durch die Wols-Ausstellung geführt. Die Ausstellung ist ein Musterbeispiel dafür, wie mit Hilfe von Arbeiten aus dem Bestand der Neuen Galerie und aus der Grafiksammlung ein Stück documenta-Geschichte aufgearbeitet werden kann. Wols war an den ersten drei documenta-Ausstellungen beteiligt, wobei ihm in der II. documenta eine Sonderrolle zugedacht worden war. Gut an der Ausstellung ist auch die Einbeziehung von Wols-Zeitgenossen, so dass man lernen kann, welche Bedeutung er damals hatte.

14. 4.

In dieser Zusammenkunft hat sich die neue Geschäftsführerin der documenta GmbH, Annette Kulenkampff, vorgestellt. Die frühere Geschäftsführerin (Verlegerin) des HatjeCantz Verlages hat am 1. April die Nachfolge von Bernd Leifeld angetreten. In ihrer Vorstellung schilderte sie ihren beruflichen Weg und überraschte die Zuhörer mit hervorragenden Detailkenntnissen zu ihrem neuen Aufgabengebiet. Es ist zu erwarten, dass sie die Geschäftsführer-Position neu profiliert. Unter anderem will sie dazu beitragen, dass der 60. Geburtstag der documenta im nächsten Jahr gebührend gefeiert werden kann.

 

10. 3.Die Nachricht vom Tod Jan Hoets, der 1992 die documenta leitete und wahrscheinlich der populärste Chefkurator wat, bewog uns, einen Jan Hoet-Gedenkabend zu gestalten. Uns stand ein halbstündiger Film des Hessischen Rundfunks zur Verfügung, der vor der Eröffnung der documenta IX gedreht worden war. Außerdem wurden Ausstellungsfotos gezeigt und Erinnerungen ausgetauscht.

 

10.2.

Unser erster Jour fixe an einem Montag. Beginn 19.30 Uhr.

Zu Gast war Dr. Gerd Mörsch, der als Nachfolger von Karin Stengel Leiter des documenta Archivs ist. Er hat den Stand des Archivs dargestellt und hat die aktuellen Probleme erläutert.

In Zusammenarbeit mit dem documenta Archiv und der Stiftung 7000 Eichen wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Vorschläge für eine Beteiligung an der Museumsnacht machen soll.

14. 1. 2014

An diesem Dienstag treffen wir uns bereits um 17.30 Uhr im Fridericianum, um uns mit der ersten Ausstellung der neuen Kunsthallen-Direktorin Susanne Pfeffer auseinandersetzen zu können. Wir wollen einen gemeinsam (geführten) Rundgang durch die Ausstellung “speculations on anonymous materials” unternehmen und anschließend im Foyer darüber sprechen.

Termine 2013
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10.12.

Um 19.30 Uhr wird im KAZ (Kasseler Architekturzentrum) im Kulturbahnhof eine Ausstellung mit Kunst-am-Bau-Projekten von Maarten Thiel (1945-2008) eröffnet. Thiel ist als Zeichner, Grafiker und Maler bekannt geworden. Dass er aber in Zusammenarbeit mit Architekten zahlreiche öffentliche Gebäude farblich aus- und umgestaltet hat, ist wenig bekannt. Hier nun werden erstmals seine Kunst-am-Bau-Projekte vorgestellt. Zur Eröffnung spricht Dirk Schwarze.

Da Thiel auch Mitglied des documenta forums war und etliche andere Mitglieder an der Eröffnung teilnehmen wollen, beginnt der Jour fixe erst um 20.30 Uhr im Konferenzraum (über Gleis 1).

 

7. 11. (ausnahmsweise wegen Dokfest Donnerstag) -
Mitgliederversammlung
Tagesordnung
1. Begrüßung2. Jahresbericht des Vorsitzenden3. Kassenbericht des Schatzmeisters4. Bericht der Kassenprüfer5. Entlastung des Vorstandes6. Satzungsänderung 20147. “Auf dem Weg zum documenta Institut“ – ein Konzeptentwurf mit Folgen?8. Verschiedenes

 

08.10.

Zu Gast war Prof. Dorothea von Hantelmann, die seit 1. Oktober  für zwei Jahre Gastprofessorin für documenta und documenta Archiv an der Kunsthochschule ist. Die Berliner Kunsthistorikerin hatte einen guten Auftritt. Es ist zu hoffen, dass es gelingt, documenta Archiv und Kunsthochschule zu verknüpfen.  Außerdem will sie ihre Arbeit so anlegen, dass die über die zwei Jahre hinausgeht.Über den Abend erschien in der HNA ein treffender Bericht.

10.09.
Am 22. September war neben der Bundestagswahl auch in Hessen Landtagswahl. Den Gedanken, vor der Wahl zu einem kulturpolitischen Gespräch die Vertreter der Parteien einzuladen, hatten wir frühzeitig verworfen. Stattdessen haben wir den Kasseler Kandidatinnen und Kandidaten, Fragen zur Einordnung und Entwicklung des documenta Archivs vorgelegt.
Von den angeschriebenen zehn Politikern haben sieben geantwortet.
Die Antworten haben wir in unserem September.Jour fixe vorgestellt und diskutiert. An der öffentlichen  Zusammenkunft nahmen von den angeschriebenen Kandidaten Uwe Frankenberger (SPD) und Gernot Rönz (Grüne) teil. Ministerin Kühne-Hörmann, Karin Müller, Andreas Ernst und Wolfgang Decker hatten vorher abgesagt. Frankenberger und Rönz sagten zu, nach der Wahl die Belange des documenta Archivs weiter zu verfolgen.
Gast der Veranstaltung war  Dr. Gerd Mörsch, der seit 1. 9. als Nachfolger von Karin Stengel Leiter des documenta Archivs ist.
18. 6. 2013

Austesten als Programm

 

In einer öffentlichen Veranstaltung des documenta forums hat sich Susanne Pfeffer (Jahrgang 1973) als neue Leiterin der Kunsthalle Fridericianum in Kassel vorgestellt. Susanne Pfeffer hatte zuletzt von 2007 bis 2012 als Chefkuratorin bei den KunstWerken in Berlin gearbeitet, unter deren Dach auch die Berlin Biennale organisiert wird.

Die Kunsthistorikerin, die auch bei Udo Kittelmann in Frankfurt und als Leiterin des Bremer Künstlerhauses gearbeitet hatte, gewann schnell die Sympathien der Zuhörer durch ihre klare und anschauungsreiche Vortragsweise. Über ihre Kasseler Pläne sagte sie so gut wie nichts. Aber zwei Grundprinzipien ihrer Arbeit gab sie preis: Da sie sich selbst als Vermittlerin zwischen den Künstlern und dem Publikum versteht, wird die Vermittlungsarbeit eine zentrale Rolle spielen. Sie hat speziell Kinder, Jugendliche und die Kunsthochschule im Blick. Zum anderen wird man unter ihrer Leitung Ausstellungen in den Bereichen erleben, an dem der mainstream gerade nicht zu sehen ist. Sie liebt es, die Grenzen der Kunst auszutesten und Künstlern dort Räume zu überlassen, an denen das Scheitern im Bereich des Möglichen liegt.

So entschied sich Susanne Pfeffer unmittelbar nach ihrer Berufung an die KunstWerke für eine Ausstellung mit dem Außenseitermaler Joe Coleman, der eher in der Comic- und Untergrundkunst zu Hause schien. Die Coleman-Schau War die Antwort auf die Biennale von Venedig und die documenta, die 2007 stattfanden. Die Collageartigen Gemälde, sorgfältigst mit einem Feinhaarpinsel gemalt, bilden eine Nachhut der Pop-art.

Mehrfach entwickelte sie im Dialog mit Künstlern Experimente. So lud sie für die Ausstellung „… 5 minutes later“  die Teilnehmer dazu ein, Werke zu zeigen, die sie in fünf Minuten ausgeführt hatten. In der Ausstellung „One to one“ waren 17 Räume zu sehen, in die jeweils nur ein Besucher gehen konnte. Deshalb bildeten sich vor zahlreichen Räumen Schlangen, so dass die Besucher miteinander ins Gespräch kamen und somit die Ausstellung eine neue Kommunikationsstruktur herstellte.

Ein anderes Mal verwandelte Susanne Pfeffer die Räume in Kinosäle, in denen es Popcorn zu kaufen und essen gab. Gezeigt wurden Vor- und Abspänne von Filmen unterschiedlichster Art. So hatten in den 60er-Jahre die Macher der James-Bond-Filme unvergessliche  (und dabei witzige) Vorspannerzählungen entwickelt.

Fast ein Abenteuer war die Ausstellung mit Cyprien Gaillard, in der in einem Raum eine blaue Pyramide aus Kästen mit türkischem Bier errichtet worden war. Dieses Gegenbild zum Pergamonaltar wurde der Lust des Publikums überlassen. Die Besucher machten von der Einladung, Bier zu trinken, reichlich Gebrauch und verwandelten die Pyramide in ein Schlachtfeld.

Susanne Pfeffer geht also sehr eigene Wege und verliert nie den Blick auf den ganzen Raum. Dies wurde auch in dem Ausstellungsprojekt von Renata Lucas deutlich, bei dem die Künstlerin bereits vor dem Eingang in die KunstWerke mit der Verschiebung von Achsen und Raumerlebnissen gearbeitet hatte.

Wenn Susanne Pfeffer von ihrem Publikum spricht, dann denkt sie nicht an die Repräsentanten der deutschen oder internationalen Kunstszene, sondern an die Leute vor Ort, die ins Fridericianum kommen. Wie bereits ihr Vorgänger Rein Wolfs meint sie, dass sie in Kassel dank der documenta ein sehr erfahrenes Publikum habe. Grundsätzlich wird sie Ausstellungen mit Künstlern des 21. Jahrhunderts planen. Eine größere Retrospektive eines Künstlers aus dem 20. Jahrhunderts will sie aber nicht ausschließen.  Wir werden mit vier bis fnf Ausstellungen pro Jahr rechnen können.

Zu ihrer Vorstellung im documenta forum hatte Susanne Pfeffer  Nina Tabassomi mitgebracht, mit der sie bereits in Berlin zusammengearbeitet hatte und die ihr nun als Kuratorin zur Seite steht.

 

14.05.
Achtung: Die Zusammenkunft am 14. 5. entfällt.
Der Grund: Die Mitglieder sind zu zwei anderen Veranstaltungen eingeladen worden, an denen das documenta forum beteiligt war und ist und in denen es um das documenta Archiv ging und geht.
Am 10. 5. fand auf Initiative des KulturNetzes eine Podiumsdiskussion in der Kunsthochschule statt, an der Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Claudia Jolles (Kunstbulletin), Prof. Joel Baumann und Dirk Schwarze unter Moderation von Petra Nagel teilnahmen.
Am Ende der Diskussion erklärte die Ministerin, dass sie sich einem Ausbau des documenta Archivs zu einem Forschungszentrum nicht verschließen werde. Der Ausbau könne nicht auf die Schnelle erfolgen und werde 40 Millionen Euro kosten. Eine Vorwegänderung der Trägerschaft lehnte sie ab. Voraussetzung für ein Engagement des Landes sei ein Konzept.
Die zweite Veranstaltung ist eine Ausstellung von Diplomarbeiten (Leitung Prof. Hegger) zu einem documenta-Zentrum. Die Ausstellung wird am 28. 5. um 19.30 Uhr im KAZ eröffnet.

 

09.04.

Der Jour fixe soll der Veriefung und Konkretisierung der Diskussion am 12. 3. dienen. Außerdem geht es um die Vorbereitung einer Diskussion über ein documenta-Zentrum, zu der das KulturNetz in Zusammenarbeit mit dem documenta forum (am 10. Mai) eingeladen hat. Schließlich soll über die kommende Museumsnacht gesprochen werden.

12.03.

Der Abend stand ganz im Zeichen der Weiterentwicklung des documenta Archivs. Den Hintergrund dazu lieferten die Tatsache, dass Mitte April Karin Stengel die Leitung des Archivs abgibt und nun die Nachfolgeregelung getroffen werden muss, dass ferner Prof. Ludewig die Initiative zu einer Offensive für das Archiv ergriff und dass die Uni Kassel der Kunsthochschule für zwei Jahre eine Professur zur documenta und zum documenta Archiv einrichten will.

12.02.
Die Planung für den Abend musste kurzfristig geändert werden. Der Grund: Am 17. Januar wurde Kunsthallendirektor  Rein Wolfs zum Intendanten der Bundeskunsthalle in Bonn berufen. Er wird zum 1. März nach Bonn gehen und deshalb auch nicht das Kasseler Kunsthallen-Programm der nächsten Jahre gestalten. Das bleibt seinem/r Nachfolger/in überlassen.
Erfreulicherweise hat sich Wolfs bereit erklärt, am 12. 2. beim Jour fixe des documenta forums eine Bilanz seiner Arbeit in Kassel zu ziehen und einen Ausblick auf seine Bonner Arbeit zu geben.
Außerdem wird Volker Schäfer über ein Gespräch mit Oberbürgermeister Hilgen zum documenta Archiv berichten.
15.01. 2013
Dirk Schwarze  hat  zum Thema Die dOCUMENTA (13) und das Religiöse (mit Bildbeispielen) gesprochen. Der Vortrag ging davon aus, dass die documenta-Leiterin eine regelrechte Kirchen-Phobie hat. Vor diesem Hintergrund gewinnen der Streit um die Balkenhol-Skulptur im Turm der Elisabethkirche und die Tatsache, dass alle eingeladenen Künstler  in das ehemalige Kloster Breitenau fahren musste eine neue Bedeutung. Der Vortrag setzte sich mit den documenta-Beiträgen von Thomas Bayrle, Andrea Büttner, Kudzanai Chiurai, Wael Shawky, Khadim Ali, Anibal Lopez und Sanja Ivekovic auseinander. Eine lebhafte Diskussion schloss sich an.
Das ursprüngliche Vorhaben, den Direktor der Kunsthalle Fridericianum, Rein Wolfs, zu bitten, über seine Ausstellungsplanung für seine zweite Amtszeit in Kassel sprechen zu lassen, musste leider aufgegeben werden. Aus dienstlichen Gründen musste Rein Wolfs kurzfristig absagen. Er will nun sein Programm im Jour fixe am 12. Februar vorstellen.

11. 12. 2012

Zum Jahresausklang trafen wir uns im Bistro Gleis 1. Zentrales Thema war die Frage, ob wir die Internet-Unterschriftenaktion, durch die erreicht werden soll, dass der Penone-Baum an seinem Platz bleiben soll, unterstützen.

Ja, wir unterstützen die Initiative und wollen auch weitere Kasseler Kulturvereine dafür gewinnen.

Bitte unterschreiben Sie bei

https://www.openpetition.de/petition/online/unser-penone-baum-gehoert-in-die-karlsaue

 

 

27.11. 2012 

Tagesordnung

1. Begrüßung
2. Jahresbericht des Vorsitzenden
3. Kassenbericht des Schatzmeisters
4. Bericht der Kassenprüfer
5. Entlastung des Vorstandes
6. Vorstandswahl
7. Aktueller Stand zum Laser – Kurzbericht
8. Brainstorming zu Aktivitäten des documenta forums im Jahr 2012:
- Veranstaltungsreihe 2013
- Wie weiter mit unseren Bemühungen um das documenta Archiv?
- Kooperation mit der Kunsthochschule
- Nutzung des Zwehrenturms
- Hinweistafeln zu den documenta-Kunstwerke im Öffentlichen Raum
9. Verschiedenes
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In der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand entlastet und in seiner bisherigen Zusammensetzung einstimmig (jeweils bei Enthaltung des/r Gewählten) wiedergewählt:
Vorsitzender: Dirk Schwarze
Stellv. Vorsitzende: Juliane Sattler-Iffert
Schatzmeister: Horst Schween
Schriftführer: Volker Schäfer
Beisitzer: Lutz Freyer und Miki Lazar
-
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09.10.
Drei Themen standen an:
Ein zu planendes Event rund um den Laser – mit experimenteller Schaltung eines Rot-Lasers. Es setzte sich die Meinung durch, dass ein solches Event nur sinnvoll sei, wenn die Schaltung eines Rot-Lasers auf Dauer möglich sei. Herr Baumann wurde entsprechend unterrichtet.
Die Spendenaktion für den Penone-Baum: Die Aktion war zum Selbstläufer geworden. Die erforderliche Kaufsumme kam ohne besondere Werbung zustande. Vielleicht sind wir noch gefragt, wenn es um die Stadtortfrage geht,
Die chinesische Staatskunstausstellung. Das Interesse an einer Diskussion darüber war nicht groß.


11.09.
Unmittelbar vor documenta-Schluss widmeten wir uns dem Filmprojekt The Three Little Pigs von Albert Serra, in dem unser Mitglied Harald Kimpel eine herausragende Rolle spielt. Wir verlegten den Jour Fixe in die Premierenvorstellung des Films.
14.08.
Eine reizvolle Idee – die aber wohl Idee bleibt: Intensiv haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob das 40jährige Bestehen des documenta forums Anlass für die Stiftung eines (documenta-) Preises sein könnte. Der zeitliche Rahmen erwies sich als zu eng, auch war uns nicht klar, wer Adressat sein könnte, wenn man nicht dem Bode-Preis hinterherlaufen will. Zur Wiedervorlage geeignet.
Außerdem befassten wir uns mit der Tatsache, dass Walter de Maria aus der Ferne das Schicksal des Erdkilometers weiterverfolgt und wir ihm gute Nachrichten übermitteln konnten.
12.06.
Drei Tage nach Eröffnung der dOCUMENTA (13) widmeten wir uns einem ersten Erfahrungsaustausch: Was hat die neue Ausstellung gebracht, was haben wir gesehen, wo sind wir mit Ausdauer hängen geblieben. Es war ein lebendiger und fruchtbarer Austausch.
15.05.
Als Gast konnten wir Prof. Kai-Uwe Hemken begrüßen. Er ist Kunstwissenschaftler an der Kunsthochschule und bereitet ein größeres Forschungsprojekt vor, in dem es einige Berührungspunkte zu unserer angedachten Diskussionsreihe gibt. .
10.04.
An dem Abend haben wir in die Anfänge des documenta forums zurückgeblickt. Grundlage dafür bildeten unter anderem die Nachlässe von Hans Mangold und Hans-Karl Nelle, die jüngst das documenta Archiv erhalten hat.
Anschließend haben wir über die Perspektiven einer Vortrags- und Diskussionsreihe zur Zukunft der documenta (2013) anlässlich des 40jährigen Bestehens des documenta forums gesprochen. Volker Rattemeyer hat dazu ein umfangreiches Diskussionspapier erarbeitet. Die Planung soll im Herbst beginnen.
13. 03
Am Dienstag, 13. März, war Chritian Philipp Müller zu Gast, um sich als der neue Rektor der Kunsthochschule und als documenta-Teilnehmer (1997 und 2012) vorzustellen. Es war ein hoch interessanter Abend und die seit langem am besten besuchte Veranstaltung.
14.02.
Am 14. Februar hatten wir die Pressesprecherin der dOCUMENTA (13), Henriette Gallus, zu Gast. Sie sprach über ihre bisherige Arbeit, über ihren Job bei der documenta und die Strategie der Öffentlichkeitsarbeit.
10.01. 2012
Wir haben über mögliche Aktivitäten im documenta-Jahr 2012 gesprochen. Vorwiegend ging es darum, zu  klären, in welcher Form wir den 40. Gründungstag des documenta forums begehen wollen. Eine kleine Arbeitsgruppe will Vorschläge für eine Vortrags-/Diskussionsveranstaltung mit einem ausgewiesenen Kenner der Ausstellungstätigkeit erarbeiten, der sich mit den Perspektiven nach der dOCUMENTA (13) befassen soll.

Mitgliederversammlung 2011

Die Mitgliederversammlung des documenta forums fand am

Dienstag, 22. 11. 2011, in den Tagungsräumen über Gleis 1 im Kulturbahnhof statt.

Tagungsordnung:

1) Begrüßung
2) Jahresbericht des Vorsitzenden (nachzulesen unter Über uns – Der Vorstand )
3) Kassenbericht des Schatzmeisters
4) Bericht der Kassenprüfer
5) Entlastung des Vorstandes
6) Aktueller Stand zum Laser – Kurzbericht
7) Brainstorming für Aktivitäten des documenta forums im Jahr 2012:
- Bezug zur documenta 13
- Bezug zum Doppeljubiläum 7000 Eichen:
Pflanzung des ersten und des letzten Beuys-Baums
- Ideen für Jour fixe
Verschiedenes

Chronik Szeemann-Archiv

Januar 2008

Erste Beratungen zum Ankauf des Szeemann-Archivs

März 2008

Brief des documenta forums an die Kulturstiftung der Länder, um den Erwerb des Szeemann-Archivs dringlich zu machen. Antwort: Aussagekräftige Unterlagen liegen noch nicht vor, aber es ist „wichtig zu wissen, dass es in der Stadt Kassel eine so große Unterstützung gibt.

Juni 2008

Prof. Klaus Pfromm hat an einem Konzept für ein Bode-Zentrum gearbeitet, in das das Szeemann-Archiv integriert werden soll. Übersendung der Projektstudie an den Oberbürgermeister und den Kulturdezernenten.

September 2008

Gespräch mit Bürgermeister Junge im documenta forum über Bode-Zentrum und Szeemann-archiv.

Oktober 2008

Bericht der HNA über die Ideen zum documenta/Bode-Zentrum

Oktober 2008

Pressekonferenz sowie Brief an Hilgen und Junge mit der Bitte, die Ankaufsbemühungen zum Szeemann-Archiv voranzutreiben – unterschrieben von documenta forum, KulturNetz, Kunsthalle, Kunsthochschule, Kunstverein, Kulturforum Sozialdemokratie, Glas der Vernunft, Stiftung 7000 Eichen und Kulturausschuss Rotary Club

Februar/März 2009

Gespräche einer Arbeitsgruppe im Büro Junge zum Szeemann-Archiv. Mitteilung, dass die Stadt eine Million Euro zum Erwerb bereitstellen will. Erarbeitung eines Kommunikatationskonzeptes.

März 2009

Mitteilung von Rein Wolfs, dass es in der Schweiz Bemühungen gibt, das Szeemann-Archiv dort zu halten.

März 2009

Mündliche Mitteilung von Frau Pfeiffer-Poensgen (Kulturstiftung der Länder) bei einem Termin in Kassel: Die Stadt Kassel habe noch keinen offziellen Antrag zum Erwerb des Szeemann-Archivs gestellt.  Gespräch mit Junge darüber am selben Tage und erneuter Brief an die Kulturstiftung.

April 2009

Brief des Kulturamtes an die Kulturstiftung der Länder mit der Ankündigung, dass Stadt und Land gemeinsam auf den Erwerb des Szeemann-Archivs hinarbeiten.

Frühjahr 2009 (bis Mai 2009)

Eine AG documenta von Stadt und Land (unter Federführung des Landes) berät auf der Grundlage der Studie von Klaus Pfromm den Ausbauplan documenta-Zentrum im Bereich Dock 4 und Untere Karlsstraße 14. Ein Architekturbüro stellt drei Alternativen vor, von denen eine dem Land und der Stadt als Diskussionsgrundlagen vorgelegt wird.

Gegen Ende des Jahres billigt die Stadtverordnetenversammlung diesen Vorschlag als Planungsgrundlage. Das Land hingegen lässt nach der Regierungsumbildung und dem Ministerwechsel diesen Vorschlag in der Schublade verschwinden.

Mai 2009

Brief an Hilgen und Junge: Dank für die Bereitstellung der eine Million Euro und Bitte, das Haus Untere Karlsstraße 14 für die Realisierung des documenta-Zentrums zu sichern.

September 2009

Museumsnacht im Zeichen des Szeemann-Archivs: Aufsteller, Verkauf des Szeemann-Heftes der Zeitschrift „Du“, Vorführung von Szeemann-Filmen

d5-Plakat

Oktober 2009

Einladung Hilgens als neuer Kulturdezernent an den Vorsitzenden des documenta forums. Gespräch auch über Szeemann-Archiv

Oktober 2009

Treffen in Berlin (Stadt, Land, Bundeskulturstiftung)  auf Einladung der Länder-Kulturstiftung zum Szeemann-Archiv. Die Bundeskulturstiftung kann sich am Ankauf nicht beteiligen, wäre aber bereit eine Ausstellung von Teilen des Archivs mit vorausgegangener Erforschung der Materialien zu unterstützen.

Frühjahr/Frühsommer 2010

Die Verhandlungen mit Frau Lüscher kommen nicht voran, da sie einerseits unerfüllbare Forderungen stellt und offenbar das Land alleine verhandeln und den Preis in unrealistischer Weise drücken will. Überhaupt gibt es immer wieder widersprüchliche Nachrtichten über den Verlauf der Verhandlungen. Mal heißt es, die finanziellen Forderungen von Frau Lüscher (fünf Millionen Euro oder mehr) seien zu hoch, dann wieder wird das Szeemann-Archiv schlecht geredet. Aus dem Ministerium und dessen Umfeld heißt es, das Szeemann-Archiv enthalte viele Objekte (wie Zeitschriften), die man überall haben könne, dann wieder verlautet, das Archivmaterial sei feucht und vom Schimmel befallen. Auch soll in einer Verhandlungsrunde Prof. Küster (mhk.-Direktor) als neuer Berater der Ministerin gesagt haben, solche Archive würden immer wieder auf den Markt kommen.

Hilgen bringt bei einer SPD-Kulturkonferenz das Bundesbankgebäude als Standort für das documenta-Zentrum ins Gespräch.

Juni 2010

Gespräch mit Ministerin Kühne-Hörmann im documenta forum zum Szeemann-Archiv. Sie schlägt vor, das documenta forum  möge helfen, ein Symposium zum Umgang mit dem Szeemann-Archiv. Gleichzeitig macht sie keinerlei Zusagen, sich über den Szeemann-Ankauf hinaus für das documenta Archiv/documenta-Zentrum von Landesseite aus zu engagieren.

Juli 2010

Brief des documenta forums an Kühne-Hörmann und Hilgen mit der nachdrücklichen Bitte, gemeinsam die Verhandlungen zum Szeemann-Archiv voran zu bringen und auch eine gemeinsame Trägerschaft für ein documenta-Zentrum anzupeilen.

Herbst 2010

Erst scheint es so, als seien die Ankaufsgespräche gescheitert, dann heißt es Ende des Jahres, land und Stadt hätten mit dem neuen Anwalt von Frau Lüscher (Peter Raue/Freundeskreis der Neuen Nationalgalerie) eine Grundsatzeinigung erzielt.

Januar 2011

Bei einem Gespräch im documenta forum bestätigt Hilgen diesen Stand; es müssten jetzt noch Details ausgehandelt werden. Hilgen macht aber klar, dass für die Stadt Voraussetzung für den Erwerb ist, dass das Land in die Trägerschaft documenta Archiv/documenta-Zentrum einsteigt.

April 2011

Es heißt, am 12. Juni solle der Vertrag mit Ingeborg Lüscher und Anwalt Raue unterschrieben werden, einige Details müssten noch ausgehandelt werden. Gleichzeitig verdichten sich aber Hinweise, dass das Getty-Institut jetzt doch ernsthaft mit Ingeborg Lüscher verhandele.

6. Juni 2011

Die Leiterin des documenta Archivs, Karin Stengel, erhält von Frau Lüscher die telefonische Nachricht, dass das Szeemann-Archiv an Getty verkauft worden sei.

7. 6. 2011

In einem gleichlautenden Brief an OB Bertram Hilgen und Kunst-Ministerin Eva Kühne-Hörmann sowie in einer Presseerklärung ruft das documenta forum das Land Hessen und die Stadt Kassel dazu auf, die gemeinsame Verantwortung für das documenta Archiv, die während der Ankaufsverhandlungen dokumentiert worden sei, weiterhin zusammen zu tragen, das documenta Archiv weiter zu entwickeln und die jeweils eine Million Euro, die Stadt und Land für den Ankauf eingeplant hätten, als Anschubsumme für den Ausbau des documenta Archivs bereitzustellen.

27. 7./18. 8. 2011

Kunst-Ministerin Eva Kühne-Hörmann und Oberbürgermeister Bertram Hilgen antworten auf den Brief vom 7. 6.. Beide bedauern das Scheitern der Ankaufsbemühungen und unterstreichen die Wertschätzung des documenta Archivs.
Eva Kühne-Hörmann: “Gleichzeitig teile ich Ihre Einschätzung hinsichtlich der großen Bedeutung des documenta Archivs. Es zählt… zu den umfangreichsten Dokumentationszentren für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Europa. Daher ist es auch mein Anliegen…., die Aufwertung des documenta Archivs zu unterstützen. Ihren Vorschlag, die für den Erwerb des Nachlasses eingeplanten finanziellen Mittel für den Ausbau des documenta Archivs einzusetzen, werde ich in meine Überlegungen einbeziehen.”
Bertram Hilgen: Doch ich teile Ihre Auffassung, dass es nun gilt, nach Vorne zu schauen. Ich habe daher Frau Stengel gebeten, dem Direktor des Getty Research Institutes… zu signalisieren, dass wir… an einer engen Zusammenarbeit mit ihm interessiert sind. … Es wäre sehr zu begrüßen, wenn das Land Hessen als Träger der documenta GmbH seine Verantwortung auch für jene Institution erkennt und diese wahrnimmt, die als “Gedächtnis der documenta” gilt. Es ist völlig richtig, dass das documenta Archiv eine Vielzahl von Dienstleistungen für die documenta GmbH erbringt. Die Stadt Kassel hat … die Mittel, die ursprünhlich für den Erwerb des Szeemann-Archivs vorgesehen waren, umgewidmet für den Ausbau des documenta Archivs…. Ich begrüße es daher sehr, wenn das documenta forum sich gemeinsam mit der Stadt dafür einsetzt, dass das Land den von der Stadt vorgezeichneten Weg mit uns geht.”

Diese Bekenntnisse bleiben ohne Folgen. Zeitweise lehnt die Ministerin jede Mitverantwortung des Landes für das documenta Archiv ab. Die Stadt bekräftigt zwar ihre Zusagen, doch offenbar steht die eine Million Euro für den Ankauf nicht mehr zur Verfügung.

 

7. 9. 2011

Volker Rattemeyer stellt die schriftliche Antwort der Ministerin auf das Auskunftsersuchen der Landtagsabgeordneten Sarah Sorge und Dr. Andreas Jürgens zum Szeemann-Archiv zur Verfügung.

Die Antwort enthält einen bemerkenswerten Absatz zum Stand der Verhandlungen im Juni 2010: “Der Hessische Minister der Finanzen stellte seitens des Landes eine Ankaufssumme in Höhe von einer Million Euro in Aussicht sowie zusätzlich eine Verpflichtung des Landes bezüglich der notwendigen Folgemaßnahmen (konservatorische und restauratorische Maßnahmen und Erschließung des Bestandes), für die nach Einschätzung des Sachverständigen ca. 50 so genannte Mann-Arbeitsjahre erforderlich sein werden.”

2012/2013

Frau Stengel weist darauf hin, dass Frau Lüscher das Archiv gern nach Kassel gegeben hätte, doch sich für das Getty-Institut entschieden habe, da Kassel nicht verbindlich mitteilen konnte, wo das Archiv untergebracht und wann die Erforschung beginnen werde.

Es bestehen gute Kontakte zum Getty-Institut. Im Frühjahr 2013 wird bekannt, dass das Getty-Institut dabei sei, mit zehn Mitarbeitern das Archiv zu erforschen. Zur Biennale in Venedig soll die Szeemann-Ausstellung “When Attitudes become form” mit Hilfe der Archiv-Unterlagen rekonstruiert werden. Die Ausstellung von 1969 war so etwas wie eine Probelauf für Szeemanns documenta 5.