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Archiv

Tagung “Laurie Anderson: Pionierin der Performancekunst”

Im Rahmen der Veranstaltung zum 50jährigen Jubiläum des documenta Archivs

Evangelische Akademie Hofgeismar

Leitung: Karin Stengel, Kassel und Dr. Heike Radeck, Hofgeismar

Tagungsbeitrag: 80 € (zzgl. Eintrittskarte für 20 @)

28.05. 2011

18:00 Uhr Jubiläumsfeier Staatstheater (Schauspielhaus) mit Ministerin Kühne-Hörmann; OB, usw.)

19:00 Uhr Eröffung

20:00 Uhr Performance von Lauri Anderson “Delusion”

29.05.2011

20:00 Performance von Laurie Anderson “Delusion”

Kartenvorverkauf ab 15. Februar 2011 im Staatstheater

Preisstaffelung: 16 €, 28 €, 35 € und 45 €

Filmreihe zu Laurie Anderson

Laurie Anderson während ihrer Performance "Homeland", 2007

Laurie Anderson während Performance "Homeland", 2007

Im Rahmen der Veranstaltung zum 50jährigen Jubiläum des documenta Archivs

Zusammenstellung von alten Beiträgen/Videos zu Lauri Anderson

Eintrittspreis und genaue Zeiten werden noch bekannt gegeben.

Chronik Szeemann-Archiv

Januar 2008

Erste Beratungen zum Ankauf des Szeemann-Archivs

März 2008

Brief des documenta forums an die Kulturstiftung der Länder, um den Erwerb des Szeemann-Archivs dringlich zu machen. Antwort: Aussagekräftige Unterlagen liegen noch nicht vor, aber es ist „wichtig zu wissen, dass es in der Stadt Kassel eine so große Unterstützung gibt.

Juni 2008

Prof. Klaus Pfromm hat an einem Konzept für ein Bode-Zentrum gearbeitet, in das das Szeemann-Archiv integriert werden soll. Übersendung der Projektstudie an den Oberbürgermeister und den Kulturdezernenten.

September 2008

Gespräch mit Bürgermeister Junge im documenta forum über Bode-Zentrum und Szeemann-archiv.

Oktober 2008

Bericht der HNA über die Ideen zum documenta/Bode-Zentrum

Oktober 2008

Pressekonferenz sowie Brief an Hilgen und Junge mit der Bitte, die Ankaufsbemühungen zum Szeemann-Archiv voranzutreiben – unterschrieben von documenta forum, KulturNetz, Kunsthalle, Kunsthochschule, Kunstverein, Kulturforum Sozialdemokratie, Glas der Vernunft, Stiftung 7000 Eichen und Kulturausschuss Rotary Club

Februar/März 2009

Gespräche einer Arbeitsgruppe im Büro Junge zum Szeemann-Archiv. Mitteilung, dass die Stadt eine Million Euro zum Erwerb bereitstellen will. Erarbeitung eines Kommunikatationskonzeptes.

März 2009

Mitteilung von Rein Wolfs, dass es in der Schweiz Bemühungen gibt, das Szeemann-Archiv dort zu halten.

März 2009

Mündliche Mitteilung von Frau Pfeiffer-Poensgen (Kulturstiftung der Länder) bei einem Termin in Kassel: Die Stadt Kassel habe noch keinen offziellen Antrag zum Erwerb des Szeemann-Archivs gestellt.  Gespräch mit Junge darüber am selben Tage und erneuter Brief an die Kulturstiftung.

April 2009

Brief des Kulturamtes an die Kulturstiftung der Länder mit der Ankündigung, dass Stadt und Land gemeinsam auf den Erwerb des Szeemann-Archivs hinarbeiten.

Frühjahr 2009 (bis Mai 2009)

Eine AG documenta von Stadt und Land (unter Federführung des Landes) berät auf der Grundlage der Studie von Klaus Pfromm den Ausbauplan documenta-Zentrum im Bereich Dock 4 und Untere Karlsstraße 14. Ein Architekturbüro stellt drei Alternativen vor, von denen eine dem Land und der Stadt als Diskussionsgrundlagen vorgelegt wird.

Gegen Ende des Jahres billigt die Stadtverordnetenversammlung diesen Vorschlag als Planungsgrundlage. Das Land hingegen lässt nach der Regierungsumbildung und dem Ministerwechsel diesen Vorschlag in der Schublade verschwinden.

Mai 2009

Brief an Hilgen und Junge: Dank für die Bereitstellung der eine Million Euro und Bitte, das Haus Untere Karlsstraße 14 für die Realisierung des documenta-Zentrums zu sichern.

September 2009

Museumsnacht im Zeichen des Szeemann-Archivs: Aufsteller, Verkauf des Szeemann-Heftes der Zeitschrift „Du“, Vorführung von Szeemann-Filmen

d5-Plakat

Oktober 2009

Einladung Hilgens als neuer Kulturdezernent an den Vorsitzenden des documenta forums. Gespräch auch über Szeemann-Archiv

Oktober 2009

Treffen in Berlin (Stadt, Land, Bundeskulturstiftung)  auf Einladung der Länder-Kulturstiftung zum Szeemann-Archiv. Die Bundeskulturstiftung kann sich am Ankauf nicht beteiligen, wäre aber bereit eine Ausstellung von Teilen des Archivs mit vorausgegangener Erforschung der Materialien zu unterstützen.

Frühjahr/Frühsommer 2010

Die Verhandlungen mit Frau Lüscher kommen nicht voran, da sie einerseits unerfüllbare Forderungen stellt und offenbar das Land alleine verhandeln und den Preis in unrealistischer Weise drücken will.

Hilgen bringt bei einer SPD-Kulturkonferenz das Bundesbankgebäude als Standort für das documenta-Zentrum ins Gespräch.

Juni 2010

Gespräch mit Ministerin Kühne-Hörmann im documenta forum zum Szeemann-Archiv. Sie schlägt vor, das documenta forum  möge helfen, ein Symposium zum Umgang mit dem Szeemann-Archiv. Gleichzeitig macht sie keinerlei Zusagen, sich über den Szeemann-Ankauf hinaus für das documenta Archiv/documenta-Zentrum von Landesseite aus zu engagieren.

Juli 2010

Brief des documenta forums an Kühne-Hörmann und Hilgen mit der nachdrücklichen Bitte, gemeinsam die Verhandlungen zum Szeemann-Archiv voran zu bringen und auch eine gemeinsame Trägerschaft für ein documenta-Zentrum anzupeilen.

Herbst 2010

Erst scheint es so, als seien die Ankaufsgespräche gescheitert, dann heißt es Ende des Jahres, land und Stadt hätten mit dem neuen Anwalt von Frau Lüscher (Peter Raue/Freundeskreis der Neuen Nationalgalerie) eine Grundsatzeinigung erzielt.

Januar 2011

Bei einem Gespräch im documenta forum bestätigt Hilgen diesen Stand; es müssten jetzt noch Details ausgehandelt werden. Hilgen macht aber klar, dass für die Stadt Voraussetzung für den Erwerb ist, dass das Land in die Trägerschaft documenta Archiv/documenta-Zentrum einsteigt.

April 2011

Es heißt, am 12. Juni solle der Vertrag mit Ingeborg Lüscher und Anwalt Raue unterschrieben werden, einige Details müssten noch ausgehandelt werden. Gleichzeitig verdichten sich aber Hinweise, dass das Getty-Institut jetzt doch ernsthaft mit Ingeborg Lüscher verhandele.

6. Juni 2011

Die Leiterin des documenta Archivs, Karin Stengel, erhält von Frau Lüscher die telefonische Nachricht, dass das Szeemann-Archiv an Getty verkauft worden sei.

7. 6. 2011

In einem gleichlautenden Brief an OB Bertram Hilgen und Kunst-Ministerin Eva Kühne-Hörmann sowie in einer Presseerklärung ruft das documenta forum das Land Hessen und die Stadt Kassel dazu auf, die gemeinsame Verantwortung für das documenta Archiv, die während der Ankaufsverhandlungen dokumentiert worden sei, weiterhin zusammen zu tragen, das documenta Archiv weiter zu entwickeln und die jeweils eine Million Euro, die Stadt und Land für den Ankauf eingeplant hätten, als Anschubsumme für den Ausbau des documenta Archivs bereitzustellen.

27. 7./18. 8. 2011

Kunst-Ministerin Eva Kühne-Hörmann und Oberbürgermeister Bertram Hilgen antworten auf den Brief vom 7. 6.. Beide bedauern das Scheitern der Ankaufsbemühungen und unterstreichen die Wertschätzung des documenta Archivs.
Eva Kühne-Hörmann: “Gleichzeitig teile ich Ihre Einschätzung hinsichtlich der großen Bedeutung des documenta Archivs. Es zählt… zu den umfangreichsten Dokumentationszentren für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Europa. Daher ist es auch mein Anliegen…., die Aufwertung des documenta Archivs zu unterstützen. Ihren Vorschlag, die für den Erwerb des Nachlasses eingeplanten finanziellen Mittel für den Ausbau des documenta Archivs einzusetzen, werde ich in meine Überlegungen einbeziehen.”
Bertram Hilgen: Doch ich teile Ihre Auffassung, dass es nun gilt, nach Vorne zu schauen. Ich habe daher Frau Stengel gebeten, dem Direktor des Getty Research Institutes… zu signalisieren, dass wir… an einer engen Zusammenarbeit mit ihm interessiert sind. … Es wäre sehr zu begrüßen, wenn das Land Hessen als Träger der documenta GmbH seine Verantwortung auch für jene Institution erkennt und diese wahrnimmt, die als “Gedächtnis der documenta” gilt. Es ist völlig richtig, dass das documenta Archiv eine Vielzahl von Dienstleistungen für die documenta GmbH erbringt. Die Stadt Kassel hat … die Mittel, die ursprünhlich für den Erwerb des Szeemann-Archivs vorgesehen waren, umgewidmet für den Ausbau des documenta Archivs…. Ich begrüße es daher sehr, wenn das documenta forum sich gemeinsam mit der Stadt dafür einsetzt, dass das Land den von der Stadt vorgezeichneten Weg mit uns geht.”

7. 9. 2011

Volker Rattemeyer stellt die schriftliche Antwort der Ministerin auf das Auskunftsersuchen der Landtagsabgeordneten Sarah Sorge und Dr. Andreas Jürgens zum Szeemann-Archiv zur Verfügung.

Die Antwort enthält einen bemerkenswerten Absatz zum Stand der Verhandlungen im Juni 2010: “Der Hessische Minister der Finanzen stellte seitens des Landes eine Ankaufssumme in Höhe von einer Million Euro in Aussicht sowie zusätzlich eine Verpflichtung des Landes bezüglich der notwendigen Folgemaßnahmen (konservatorische und restauratorische Maßnahmen und Erschließung des Bestandes), für die nach Einschätzung des Sachverständigen ca. 50 so genannte Mann-Arbeitsjahre erforderlich sein werden.”

Bode Centrum

Konzeptpapier Bode Centrum

Unser langjähriges Mitglied Prof. Klaus Pfromm hatte sich an der LaserMeter-Aktion ebenso stark engagiert wie bei den Bemühungen, das documenta Archiv zu einem documenta-Zentrum (Bode-Zentrum) auszubauen. Diese Bemühungen erhielten Auftrieb, als 2008 Initiativen gestartet wurden, das Archiv des Kurators Harald Szeemann nach Kassel geholt. Szeemann hatte 1972 die documenta geleitet und dabei das Berufsbild eines Ausstellungsmachers etabliert.

Der Architekt Klaus Pfromm kniete sich so sehr in die Arbeit, dass seine Überlegungen zu einem Bode-Zentrum die Qualität einer Studie erlangten. Obwohl von einer tödlichen Krankheit gezeichnet, konnte er den Kern der Studie fertigstellen. Sein Papier wurde zur Planungs- und Diskussionsgrundlage für die Arbeitsgruppe Stadt-Land, die sich mit dem Projekt Bode-Zentrum beschäftigte. In Erinnerung an Pfromms Leistung, der bald darauf starb, dokumentieren wir hier die Inhalte der Studie. Leider gibt es bis heute keine Chance auf Umsetzung der Überlegungen.

Vorrede

Die documenta gilt als eine der bedeutendsten und weltweit am meisten beachteten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Ins Leben gerufen wurde sie 1955 von dem Künstler und Kunsterzieher Arnold Bode in Kassel. Nach den Jahren der nationalsozialistischen Diktatur sollte sie die deutsche Öffentlichkeit mit der internationalen Moderne und mit der eigenen gescheiterten Aufklärung konfrontieren und versöhnen. Niemand hätte damals gedacht, dass die Ausstellung, oft als „Museum der 100 Tage“ bezeichnet, zu einem beispiellosen Erfolg werden sollte – und doch findet im Sommer 2012 die dreizehnte documenta statt. Der singuläre Charakter der documenta wird sichergestellt: Es wird alle fünf Jahre eine neue Künstlerische Leiterin oder ein neuer Künstlerischer Leiter bestimmt und die Ausstellung gleichsam neu erfunden. Unter stets wechselnder Regie, und im ebenso gemächlichen wie unerbittlichen Rhythmus von fünf Jahren, ist die documenta zu einem weltweit verbindlichen Seismographen der zeitgenössischen Kunst avanciert: Bei der documenta zeigt sich, ob es der Kunst gelingt, die Welt in Bilder zu fassen und ob diese Bilder für ihr Publikum Gültigkeit haben. Ein Konzept, das sich bewährt. Bei der documenta 12 wurden über 750.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Initiative Szeemann-Archiv für Kassel

Bis zum Frühjahr 2011 bestand eine realistische Hoffnung, das Archiv des international geschätzten Kurators und Leiter der documenta 5 (1972), Harald Szeemann, nach Kassel ins documenta Archiv zu holen – bis uns am 6. Juni 2011 die Nachricht erreichte, das Getty-Institut habe das Archiv angekauft.  Das documenta forum hat sich zwischen 2008 und 2011 in mehreren kulturpolitischen Intiativen dafür stark gemacht, die Ankaufsverhandlungen erfolgreich voran zu bringen und im Zusammenhang damit das documenta Archiv auszubauen und das Land Hessen als weiteren Träger für das Archiv zu gewinnen. Ferner wollten wir die Erschließung des Szeemann-Archivs ideell und materiell unterstützen. Dazu hat unser Mitglied Helmut Plate folgenden Vorschlag entwickelt:

Ideenskizze

Hommage à Harry Szeemann

Beschreibung eines Ausstellungsprojektes

KulturKapital(e) Kassel

Motto

„Seien wir realistisch,
versuchen wir das Unmögliche.“

Ernesto Che Guevara

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Harry Szeemann – Bilder