Jahresberichte

Jahresbericht 2016

Zwei Schwerpunktthemen begleiteten uns durch das Jahr. Das eine war die Vorbereitung und Organisation unseres Beitrages zur Museumsnacht. Das andere war die Neuaufstellung des documenta Archivs.

Foto: Gert Hausmann; Museumsnacht-2016

Foto: Gert Hausmann; Museumsnacht-2016

Lassen Sie mich mit dem Programm zur Museumsnacht beginnen. Doch dazu muss ich etwas ausholen.

Seit 2008 hat das documenta forum regelmäßig mit eigenen Beiträgen an den Veranstaltungen der Museumsnacht teilgenommen. In den ersten Jahren hatten das documenta forum und die Stiftung 7000 Eichen gemeinsam Stände in der documenta-Halle aufgebaut. Das documenta forum stellte sich vor, bot Publikationen an und zeigte Fotos und Filme zur documenta-Geschichte. Besonders erfolgreich war die Präsentation von Bildern, die Kasseler Bürger auf der Grundlage eines Aufrufs zur Verfügung gestellt hatten. Den allergrößten Ansturm hatten wir, als wir in den Südflügel des Kulturbahnhofs ausweichen mussten und dort den Film „Der Lauf der Dinge“ (Kettenreaktion) von Fischli/Weiss zeigen konnten.

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Jahresbericht 2015

Die inhaltliche Arbeit des documenta forums hatte im ablaufenden Jahr drei Schwerpunkte:

Gespräch mit Adam Szymczyk zur Einstimmung auf die Vorbereitung der documenta 14. Wie zu erwarten war, gab Szymczyk noch keine inhaltlichen Hinweise auf die Ausstellung des Jahres 2017. Aber wir erhielten Einblicke in sein Denken und sein strategisches Vorgehen. Das Gespräch profitierte davon, dass Adam Szymczyk mehrere Mitglieder seines Teams mitgebracht hatte, die erfrischende Bemerkungen einbrachten. Auch wurde klar, dass bei aller Ernsthaftigkeit viel Platz für Humor ist.

Mittlerweile ließe sich inhaltlich vieles vertiefen, da mit Hiwa K der erste Künstler benannt wurde (der auch Gast bei der Abschlussveranstaltung des documenta-Symposiums war) und da im Internet die erste Ausgabe von „South as a state of mind“ zu lesen ist.

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Geschäftsbericht 8. 11. 2013 bis 10. 11. 2014

Die wichtigste Neuerung in diesem Jahr ist, dass wir unseren traditionellen Standort im Kulturbahnhof aufgeben mussten und unseren Versammlungsort in die Untere Karlsstraße 8 verlegen durften. Das haben wir der documenta GmbH und der Gastprofessorin von Hantelmann zu verdanken. Allerdings mussten wir mit Rücksicht auf die Seminare in dem Raum dazu übergehen, uns nun immer am zweiten Montag im Monat um 19.30 Uhr zu treffen.

Ansonsten haben auf ein lebhaftes Jahr zurückzublicken, ein Jahr mit zahlreichen fruchtbaren Begegnungen und Gesprächen. Im Januar führte uns Susanne Pfeffer durch die Ausstellung “speculations on anonymous materials” (Foto). Im Februar hatten wir Dr. Gerd Mörsch zu Gast, der sich als neuer Leiter des documenta Archivs vorstellte und den Ausbau- und Problemstand des Archivs umriss.

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Bericht des Vorsitzenden für die Zeit vom 28. 11. 2012 bis 7. 11. 2013

Wir mussten Abschied nehmen von Volker Stockmeyer, der engagiert an allen Diskussionen zur Weiterentwicklung der documenta Idee, zum Ausbau des documenta Archivs und zur Stärkung der Kunsthalle teilgenommen hatte. Ihm hatten wir es auch zu verdanken, dass das documenta forum zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Stiftung 7000 Eichen fand. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Jan Hoet und Volker Stockmeyer; Foto: Jan Hendrik Neumann

Jan Hoet und Volker Stockmeyer; Foto: Jan Hendrik Neumann

Zentrales Thema war für uns in diesem Jahr die Zukunft des documenta Archivs. Zum einen ging es darum, nach dem Scheitern der Bemühungen zum Ankauf des Szeemann-Archivs eine Basis zu finden, auf der die Stadt und das Land mehr als bisher zum Ausbau des documenta Archivs beitragen können. Zum anderen stand der Wechsel in der Archivleitung an. Ein wichtiger Impuls ging von der Gesprächsrunde aus, die sich mehrfach auf Einladung von Prof. Ludewig getroffen hatte und die – unter Beteiligung des Landes, der Stadt, der documenta-Geschäftsführung und der Kunsthochschule – beriet, wie das documenta Archiv zu einem (Forschungs-)Institut ausgebaut werden kann, welche Schritte zur Gründung einer documenta-Stiftung getan werden können und wie eine Verzahnung von Archiv und Kunsthochschule erreicht werden kann.

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Bericht des Vorsitzenden vom 22. 11. 2011 bis 27. 11. 2012

In diesem Jahr ist unser langjähriges Mitglied Dieter Schmitz-Hertzberg gestorben. Ich habe im Namen des documenta forums seiner Frau unser Beileid ausgesprochen. Wir werden das Andenken an diesen entschiedenen Anwalt der documenta-Idee bewahren.

Das Jahr stand im Zeichen der dOCUMENTA (13), die von den meisten als anregend, spannend und nachhaltig empfunden wurde. Mehrfach hörte ich die Einschätzung ganz unterschiedlicher Besucher, die d13 gehöre in die Reihe der wichtigsten documenta-Ausstellungen.

Dieses Urteil erscheint mir deshalb wichtig, weil sich daraus eine gute Grundlage für unsere geplante Diskussionsreihe zur Zukunft der documenta ergibt.

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Bericht des Vorsitzenden vom 24. 11. 2010 bis 22. 11. 2011

Das zu Ende gehende Jahr stand ganz im Zeichen der vergeblichen Bemühungen, das Szeemann-Archiv nach Kassel zu holen. Anfang Juni mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass das Getty Institut den Vorzug erhielt. Mit entscheidend für den Erfolg der Amerikaner war, dass sie nicht (wie hier manche Gremien und Personen) den Zustand des Archivs schlecht redeten und dass sie ein überzeugendes Konzept für die baldige Erschließung des Archivs vorlegen konnten. Als wir im Januar bei uns Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen zu Gast hatten, bestand noch ein gewisser Grund zum Optimismus. Doch im Frühjahr verschlechterte sich Kassels Position, bis dann die Entscheidung für Getty fiel.

Harald Szeemann - Archiv

Obwohl Frau Lüscher mehrfach glaubhaft versichert hatte, dass sie das documenta Archiv für den Verbleib des Szeemann-Archivs vorziehen würde, haben im Lauf der Zeit zahlreiche Faktoren dazu beigetragen, die Kasseler Chancen zu schmälern. Erst verhielt sich die Stadt (auch bei der Einschaltung der Länder-Kulturstiftung) zu zögerlich, dann versuchte das Land, den Ankaufspreis unverhältnismäßig zu drücken und den Zustand des Szeemann-Archivs schlecht zu reden, und schließlich ließ das Land ab Ende 2009 keine Bereitschaft mehr erkennen, sich am notwendigen Ausbau des documenta Archivs und an der Erschließung des Szeemann-Archivs zu beteiligen. Allein (ohne das Land) aber hätte die Stadt die Erschließung nicht bewältigen können.

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Bericht des Vorsitzenden für die Zeit vom 27. 10. 2009 bis 23. 11. 2010

Die drei zentralen Themen des Vorjahres haben uns auch 2010 beschäftigt:

1) Die Frage, ob es gelingt, das Szeemann-Archiv für Kassel anzukaufen und damit die Grundlage für den Ausbau des documenta Archivs zu schaffen.

2) Der Abschluss der Laser-Installation und die Beseitigung der Brandschutz-Hemmnisse zur gelegentlichen Nutzung des Turmzimmers.

3) Die Entwicklung eines Konzepts zur Kennzeichnung der documenta-Außenkunstwerke.

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Bericht des Vorstandes für die Zeit vom 23. 10. 2007 bis 11. 11. 2008

Im Herbst dieses Jahres sind zwei langjährige Mitglieder und gute Freunde gestorben – Maarten Thiel, der einer unserer Rechnungsprüfer war, und Walter Spötter, der zu den Mitbegründern des forums gehörte und über viele Jahre im Vorstand mitwirkte. Wir werden Ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Zeit seit der vorigen Mitgliederversammlung war ereignisreich.

Der für die Öffentlichkeit wichtigste Termin war der Neustart des Lasers am 16. 11. 2008, die wir mit großem Zuspruch als eine gelungene „Eigentümerversammlung“ im AOK-Treppenhaus auf drei Ebenen feiern konnten.

Bei dieser Gelegenheit konnten wir zwölf neue Mitglieder gewinnen: Karin Große-Mohr und Ulrich Große, Renate Klipper und Dr. Martin Hoppe-Klipper, Angela Landgrebe, Michael Oelemann, Dr. Klaus Ostermann, Uschi und Rainer Rübel, Kerstin und Dr. Uwe Thon und Matthias Wilke/Purzet. Später konnten wir noch Rein Wolfs, Hans Eichel und Udo Corts als Mitglieder gewinnen, so dass wir die 60er-Marke erreichten. Ausgetreten ist im Laufe dieses Jahres Thomas Wessel. Es wäre schön, wenn die Öffnung des documenta forums weiterginge und wir zusätzliche neue Mitglieder gewinnen könnten, um unseren Aktionen und Argumenten noch mehr Gewicht zu verleihen. Auch brauchen wir mehr Mitglieder, die gelegentlich – wie bei der Museumsnacht – aktiv unterstützen.

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Bericht des Vorsitzenden für die Zeit vom 12. 11. 2008 bis 27. 10. 2009

Wieder mussten wir innerhalb eines Jahres von zwei langjährigen und engagierten Mitgliedern Abschied nehmen. Wilfried Gerke starb überraschend während einer Reise. Er hatte bis zuletzt in der Arbeitsgruppe, die sich um die Kennzeichnung der documenta-Außenkunstwerke bemüht, mitgewirkt. Anfang des Jahres war nach langer schwerer Krankheit Klaus Pfromm gestorben. Sein Vermächtnis ist die Planungsstudie zum Ausbau eines Bode- oder documenta-Zentrums. Bis wenige Tage vor seiner Einweisung ins Krankenhaus hatte er an dem Konzept gearbeitet. Den Erfolg, dass die Stadt und das Land die in der Studie niedergelegten Ideen zur Grundlage ihrer weiteren Planungsüberlegungen gemacht haben, konnte er nicht mehr erleben. Beiden werden wir ein ehrendes Andenken bewahren.

Lassen Sie mich gleich bei den Plänen, das Dock 4 zu einem documenta-Zentrum auszubauen, bleiben. Die vom Land und der Stadt gemeinsam getragene AG doc arbeitete im Frühjahr sehr aktiv. Zweimal wurde ich als Sprecher des documenta forums hinzugezogen. Es wurde auch ein Architekturbüro beauftragt, das Alternativlösungen vorstellte. Doch nachdem sich die AG für einen Entwurf entschieden hatte, kehrte eine beängstigende Stille ein. Dass nichts mehr passiert ist, hängt wohl auch damit zusammen, dass Spannungen zwischen dem Land und der Stadt bestehen.

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