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Artikel-Schlagworte: „Dock 4“

Bode Centrum

Konzeptpapier Bode Centrum

Unser langjähriges Mitglied Prof. Klaus Pfromm hatte sich an der LaserMeter-Aktion ebenso stark engagiert wie bei den Bemühungen, das documenta Archiv zu einem documenta-Zentrum (Bode-Zentrum) auszubauen. Diese Bemühungen erhielten Auftrieb, als 2008 Initiativen gestartet wurden, das Archiv des Kurators Harald Szeemann nach Kassel geholt. Szeemann hatte 1972 die documenta geleitet und dabei das Berufsbild eines Ausstellungsmachers etabliert.

Der Architekt Klaus Pfromm kniete sich so sehr in die Arbeit, dass seine Überlegungen zu einem Bode-Zentrum die Qualität einer Studie erlangten. Obwohl von einer tödlichen Krankheit gezeichnet, konnte er den Kern der Studie fertigstellen. Sein Papier wurde zur Planungs- und Diskussionsgrundlage für die Arbeitsgruppe Stadt-Land, die sich mit dem Projekt Bode-Zentrum beschäftigte. In Erinnerung an Pfromms Leistung, der bald darauf starb, dokumentieren wir hier die Inhalte der Studie. Leider gibt es bis heute keine Chance auf Umsetzung der Überlegungen.

Vorrede

Die documenta gilt als eine der bedeutendsten und weltweit am meisten beachteten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Ins Leben gerufen wurde sie 1955 von dem Künstler und Kunsterzieher Arnold Bode in Kassel. Nach den Jahren der nationalsozialistischen Diktatur sollte sie die deutsche Öffentlichkeit mit der internationalen Moderne und mit der eigenen gescheiterten Aufklärung konfrontieren und versöhnen. Niemand hätte damals gedacht, dass die Ausstellung, oft als „Museum der 100 Tage“ bezeichnet, zu einem beispiellosen Erfolg werden sollte – und doch findet im Sommer 2012 die dreizehnte documenta statt. Der singuläre Charakter der documenta wird sichergestellt: Es wird alle fünf Jahre eine neue Künstlerische Leiterin oder ein neuer Künstlerischer Leiter bestimmt und die Ausstellung gleichsam neu erfunden. Unter stets wechselnder Regie, und im ebenso gemächlichen wie unerbittlichen Rhythmus von fünf Jahren, ist die documenta zu einem weltweit verbindlichen Seismographen der zeitgenössischen Kunst avanciert: Bei der documenta zeigt sich, ob es der Kunst gelingt, die Welt in Bilder zu fassen und ob diese Bilder für ihr Publikum Gültigkeit haben. Ein Konzept, das sich bewährt. Bei der documenta 12 wurden über 750.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Diesen Beitrag weiterlesen »