Autorenarchiv

Oktogon-Projekt

In dem Jahr, in dem ihn der Tod ereilte, bot Arnold Bode (1900 – 1977) noch einmal seine ganze Kraft, Energie und Kennerschaft auf, um den Traum, den er seit Jahren träumte, in die Wirklichkeit umsetzen – zu einer documenta eine Ausstellung im Oktogonschloss unter dem Herkules zu realisieren. Für sein Oktogon-Projekt hatte Bode eine Künstlerliste aufgestellt, er hatte die Finanzierung durchgerechnet, er sah das Ziel vor Augen, musste dann aber doch kapitulieren.

Vor allem fehlte das Geld. Aber selbst wenn er das Geld zusammenbekommen hätte, hätten die Schwierigkeiten erst richtig begonnen, denn diese Kunstschau wäre eine Neben- oder Gegen-documenta geworden, weil sie nicht aus dem Team von Manfred Schneckenburger vorbereitet worden wäre, sondern von dem nahezu ausgebooteten documenta-Gründer. Außerdem hätte noch sorgfältig geprüft werden müssen, ob das Oktogonschloss in dem damaligen Zustand überhaupt für die Öffentlichkeit freigegeben worden wäre.

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Three to One – Klanginstallation in der AOK von Max Neuhaus

Max Neuhaus ist ein Pionier im künstlerischen Umgang mit Klängen im Raum. Er geht von der Beobachtung aus, dass unsere Wahrnehmung ebenso von dem bestimmt wird, was wir hören, wie von dem, was wir sehen. So benutzt er eine vorhandene Situation als Grundlage für ihre neue Gestaltung mit Tönen und Klängen.

Über die letzten 30 Jahre hat er solche unsichtbaren „Klangwerke“ für amerikanische und europäische Museen geschaffen und damit die Verbindung von „sound“, Geräuschen, Tönen und Klängen mit offenen oder geschlossenen Räumen als eigenständige Kunstform.

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Außenkunstwerke Übersicht

Das documenta forum fühlt sich verpflichtet, sich um den Erhalt und die Popularisierung der documenta-Außenkunstwerke, die auf Dauer in Kassel bleiben, zu kümmern.

"Laserscape Kassel", Horst H. Baumann, doc6, 1977

"Laserscape Kassel", Horst H. Baumann, doc6, 1977

„Laserscape Kassel“

Künstler:

Horst H. Baumann

documenta 6 – 1977

Künstlerischer Leiter:
Manfred Schneckenburger

Zwehrenturm – Herkules – Orangerie – Karlsaue, Samstags nach Einbruch der Dunkelheit

 

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Der vertikale Erdkilometer

"Der vertikale Erdkilometer", Walter De Maria, doc6, 1977

„Der vertikale Erdkilometer“

Künstler:

Walter De Maria

documenta 6 – 1977

Künstlerischer Leiter:
Manfred Schneckenburger

Messing, Länge 1000 m, Durchmesser 2 Zoll

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Rahmenbau, documenta 6 /1977

"Rahmenbau" von Haus-Rucker-Co, documenta 6 /1977

„Rahmenbau“

Künstlergruppe:

Haus-Rucker-Co

documenta 6 – 1977

Künstlerischer Leiter:
Manfred Schneckenburger

Stahl, Stahlgitter
14 x 16,5 x 31 m



"Traumschiff Tante Olga" von Aanatol Herzfeld

"Traumschiff Tante Olga" von Aanatol Herzfeld

„Das Traumschiff Tante Olga“

Künstler:

Anatol Herzfeld

documenta 6 – 1977

Künstlerischer Leiter:
Manfred Schneckenburger

Polyester

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"Ein Granitblock" von Ulrich Rückriem

"Ein Granitblock" von Ulrich Rückriem

„Ein Granitblock“

Künstler:

Ulrich Rückriem

Ein Granitblock (330 x 180 x 100 cm) in drei Teile gespalten.
Der mittlere Teil in vier Teile geschnitten. Alle Teile zur ursprünglichen Blockform zusammengefügt. Der untere Teil als Fundament in die Erde eingelassen.

documenta 7 – 1982

Künstlerischer Leiter:
Rudi Fuchs

Museumslandschaft Hessen Kassel

"Spitzhacke" von Claes Oldenburg documenta7

"Spitzhacke" von Claes Oldenburg documenta7

„Spitzhacke“

Künstler:

Claes Oldenburg

documenta 7 – 1982

Künstlerischer Leiter:
Rudi Fuchs

Stahl – Höhe 12 meter

„7000 Eichen - Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“, Joseph Beuys,  documenta 7 - documenta 8, 1982 - 1987

„7000 Eichen - Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“, Joseph Beuys, documenta 7 - documenta 8, 1982 - 1987

„7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“

Künstler:

Joseph Beuys

Entstehung:
documenta 7 (1982) – documenta 8 (1987)

Künstlerische Leitung:
Rudi Fuchs (doc 7)
Manfred Schneckenburger (doc 8 )

7000 Eichen und 7000 Basaltsteine für Kassel Stadt.


 


"Man Walking to the Sky", Jonathan Borofsky, documenta9, 1992

"Man Walking to the Sky" von Jonathan Borofsky

„Man Walking to the Sky“

Künstler:

Jonathan Borofsky

DOCUMENTA IX – 1992
Künstlerischer Leiter:
Jan Hoet

Stahl, Fiberglas, Aluminium
Höhe ca. 25 Meter


"Raumskulptur" von Per Kirkeby, documenta9 - 1992

"Raumskulptur" von Per Kirkeby, documenta9 - 1992

„Raumskulptur“

Künstler:

Per Kirkeby

DOCUMENTA IX – 1992
Künstlerischer Leiter:
Jan Hoet

Ziegelmauerwerk
875 x 1074 x 399 cm

Ohne Titel von Jimmie Durham, documenta9 - 1992

Ohne Titel von Jimmie Durham, documenta9 - 1992

Ohne Titel (nicht mehr in Kassel)

Künstler:

Jimmie Durham

DOCUMENTA IX – 1992

Künstlerischer Leiter:
Jan Hoet

Sandstein

Die beiden Steine von Jimmie Durham waren nie offiziell an die Stadt übergeben worden. Während der Vorbereitung der dOCUMENTA (13) kassierte Jimmie Durham die Steine ein und präsentierte sie in einem Aue-Pavillon während der documenta. Bei Schluss der Ausstellung nahm Durham die Steine mit.


"Die Fremden", Thomas Schütte, doc9, 1992

"Die Fremden", Thomas Schütte, doc9, 1992

„Die Fremden“

Künstler:

Thomas Schütte

DOCUMENTA 9 – 1992

Künstlerischer Leiter:
Jan Hoet

 

 

Die glasierten Tonfiguren sind Teil einer größeren Installation, die Schütte zur DOCUMENTA IX schuf.

 

 

„Ansichten eines Steins“

Künstler:

Giuseppe Penone

 dOCUMENTA (13) – 2012

aufgestellt am 21. 6. 2010

Künstlerischer Leiterin:
Carolyn Christov-Bakargiev

Am Tag der Sommersonnenwende im Jahr 2010, zwei Jahre vor Eröffnung der dOCUMENTA (13), weihten Giuseppe Penone, Carolyn Carolyn Christov-Bakargiev und Oberbürgermeister Hilgen Penones Skulptur Idee di Pietra (Ansichten eines Steins) in der Karlsaue, unterhalb der Schönen Aussicht, ein.  Der Bronzebaum, der in seinem Geäst einen Stein trägt, war das erste Kunstwerk der kommenden documenta. Die Skulptur fand schnell soviel Freunde, dass es im Herbst 2012 gelang, die Arbeit für Kassel zu erwerben. Im Jahr 2013 wurde dann auch noch erreicht, dass die Skulptur auf dem einmal gefundenen Platz stehen bleiben kann.

 

Zeitraffervideo Fridericianum

Zeitrafferaufnahmen an der Kunsthalle Fridericianum in Kassel:

Initiative Szeemann-Archiv: Ideenskizze Hommage à Harry Szeemann

Harald Szeemann

Bis zum Frühjahr 2011 bestand eine realistische Hoffnung, das Archiv des international geschätzten Kurators und Leiter der documenta 5 (1972), Harald Szeemann, nach Kassel ins documenta Archiv zu holen – bis uns am 6. Juni 2011 die Nachricht erreichte, das Getty-Institut habe das Archiv angekauft.

Das documenta forum hat sich zwischen 2008 und 2011 in mehreren kulturpolitischen Intiativen dafür stark gemacht, die Ankaufsverhandlungen erfolgreich voran zu bringen und im Zusammenhang damit das documenta Archiv auszubauen und das Land Hessen als weiteren Träger für das Archiv zu gewinnen. Ferner wollten wir die Erschließung des Szeemann-Archivs ideell und materiell unterstützen. Dazu hat unser Mitglied Helmut Plate folgenden Vorschlag entwickelt:

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Am Anfang: Der Freundeskreis um Arnold Bode

Das documenta forum

Das documenta forum wurde 1972 von Arnold Bode als ein Förderverein der documenta gegründet.

Das documenta forum verpflichtet sich, Bodes Ausstellungsidee weiterzuentwickeln und zur Sicherung der Rahmenbedingungen der documenta als einer internationalen und unabhängigen Ausstellung zeitgenössischer Kunst beizutragen. Dazu gehören kulturpolitische Stellungnahmen, mit denen wir uns in die Debatte um die Museumsplanung eingeschaltet haben.

Insbesondere setzen wir uns dafür ein, das Museum Fridericianum als Stammgebäude der documenta dadurch zu sichern, dass es zwischen den documenta-Ausstellungen als Kunsthalle auf internationalem Niveau betrieben wird.

Zur Sicherung und Stärkung der documenta gehört der Ausbau des documenta Archivs. Das documenta forum sieht in der Unterstützung des Archivs eine wesentliche Aufgabe. Allein zum Jahreswechsel 2007/2008 konnte das documenta forum 25.000 Euro zur Unterstützung eines Digitalisierungsprojekts der Video-Bändern einwerben.

Wir setzen uns für den Erhalt und die Pflege der documenta-Kunstwerke im Außenraum ein. In den Jahren 2006/2007 konnten wir mit Hilfe einer Bürgeraktion (Mein LaserMeter) sowie mit Hilfe von Sponsoren 200.000 Euro mobilisieren, um Horst Baumanns “Laserscape” aus der documenta 6 neu zu installieren und zum Strahlen zu bringen. Außerdem haben wir dazu beigetragen, dass die Klanginstallation “Three to one” von Max Neuhaus im AOK-Treppenhaus neu eingerichtet werden konnte.

Wir machen uns dafür stark, dass die Neue Galerie unter dem Dach der Museumslandschaft Hessen Kassel (mhk.) langfristig zu einem Museum der Moderne ausgebaut wird. In diesem Museum mit dem Schwerpunkt Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts sollen die Erwerbungen aus der documenta einen zentralen Platz erhalten. Auch wäre es erfreulich, wenn die mhk. eine ihrer Ausstellungen in der Kunsthalle Fridericianum aus den Beständen der Moderne gestalten würde.

Wenn Sie für die Stärkung der documenta-Idee sind, unsere Ziele unterstützen und Lust haben, Themen zu aktueller Kunst und zur documenta zu diskutieren, dann sind Sie uns als Mitglied herzlich willkommen. Ein digitales Beitrittsformular finden Sie unter Über uns – Mitglied werden.

Gern würden wir Sie auch als unseren Gast bei einem Jour fixe begrüßen. Wir tagen in der Regel jeden zweiten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr im im Stadtteilzentrum West, Elfbuchenstraße 3 (hinter der Friedenskirche).

Die dOCUMENTA (13) fand vom 9. Juni bis 16. September 2012 unter der Leitung von Carolyn Christov-Bakargiev  in Kassel statt. Sie schloss mit einem neuen Besucherrekord: Es kamen 905.000 zahlende Gäste. Es wurden allein 12500 Dauerkarten verkauft. Das spricht dafür, dass die Ausstellung in der Region von Kassel kräftige Wurzeln trieb.

Die documenta 14 ist für die Zeit vom 10. Juni bis 17. September 2017 geplant. Der neue künstlerische Leiter wurde im Dezember 2013 berufen:  Der aus Polen stammende Kurator Adam Szymczyk ist seit zehn Jahren Direktor der Kunsthalle Basel. 2008 war er Ko-Kurator der Berlin-Biennale. Seine Tätigkeit in Basel hat er mittlerweile beendet.

Vereinsschwerpunkte

Wir treffen uns in der Regel am zweiten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr zu einem Jour fixe. Unser Tagungsort war von November 2015 bis September 2016 der Kunsttempel, Friedrich-Ebert-Str. 177, gegenüber der Stadthalle.

Seit September 2016 finden unsere Treffen (Jour fixe) im Stadtteilzentrum West, Elfbuchenstraße 3 (hinter der Friedenskirche) statt.

Die Termine werden am Ende des Jahres für das kommende festgelegt. Bei den Treffen zum Jour fixe diskutieren wir aktuelle Fragen, begrüßen Gäste/Referenten aus Kunst und Kultur – wobei immer die documenta ein Schwerpunkt ist. Die genauen Themen werden mit dem Versenden der Einladung und Tagesordnung bekannt gegeben.

 

Das documenta forum versteht sich als ein Verein, der alle Bemühungen unterstützt, die documenta-Idee Arnold Bodes zu erhalten und fortzuentwickeln. Kulturpolitisch setzen wir uns dafür ein, dass finanziell, räumlich und personell die Voraussetzungen für die Organisation der documenta im Fünf-Jahres-Rhythmus gegeben sind.

Dabei ist stillschweigende Voraussetzung, dass das Museum Fridericianum als Ganzes der jeweiligen documenta zur Verfügung steht. Dies gelingt aber nur, wenn das Fridericianum in der Zwischenzeit als Kunsthalle auf internationalem Niveau betrieben wird, wie der zwischen dem Land Hessen und der Stadt Kassel Mitte der 80er-Jahre unterschriebene Vertrag vorsieht. Wir setzen uns folglich für die Stützung und Stärkung der Kunsthalle ein. Unmittelbar nach ihrer Berufung zur Direktorin der Kunsthalle luden wir Susanne Pfeffer zu einem Gespräch ein. Auch führte sie uns durch erste Ausstellung.Da die documenta das Fridericianum als Ausstellungsort braucht, pausiert 2016 die Kunsthalle. Allerdings werden Interessierte in dem Jahr eine von Susanne Pfeffer organisierte Ausstellung  in Venedig sehen können. Dort stellt sie ein Projekt von Anne Imhof im deutschen Pavillon aus. Der für Kassel abgeschlossene Vertrag mit Susanne Pfeffer wurde bis 2021 verlängert.

In gleicher Weise engagieren wir uns für das documenta Archiv. Es muss mittel- und langfristig personell und räumlich ausgebaut werden und eine breitere Trägerschaft erhalten. Ziel soll die Schaffung eines documenta-Instituts sein. Wir sind sicher, dass Dr. Birgit Joos, die seit Juli 2016 Direktorin des documenta Archivs ist, mit Entschiedenheit diese Ziele angehen wird. Frau Joos stellte sich im Juli im documenta forum vor und realisierte im Oktober in Zusammenarbeit mit uns die Vorführung eines Films den Bernd Scott und Peter Schima aus Fotos von der documenta 1955 hergestellt hatten. Um dem documenta Archiv bei seiner Profilierung zu helfen, hat das documenta forum in den Jahren von 2007 bis 2011 zur Finanzierung von Projekten und Erwerbungen Spendengelder in Höhe von knapp 55000 Euro einwerben können. Außerdem konnten wir zugunsten des Archivs auch kleinere Spenden gewinnen. Zudem konnten wir mit Hilfe von Mäzenen 15.000 Euro zur Finanzierung des Festprogramms zum 50. Geburtstag des Archivs beisteuern.

Wir setzen uns ferner dafür ein, dass die Neue Galerie in ihrer Anlage und inhaltlichen Struktur so gestaltet wird, dass sie den Namen Muser Moderne zu recht tragen kann.

Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Pflege und den Erhalt der in Kassel verbliebenen documenta-Kunstwerke im Außenbereich.

Siehe die Rubrik Außenkunstwerke unter Projekte.

Vereinsschwerpunkte - Außenkustwerke (u.A. Laser, Beuys 7000 Eichen)

Vereinsschwerpunkte - Außenkustwerke (u.a. Laser, Beuys' 7000 Eichen, Three to One, Der vertikale Erdkilometer)

 

Unter den Außenkunstwerken erfordert die Laser-Installation (Laserscape) ein umfangreiches Engagement.

Auf Initiative des documenta forums wurde im Jahre 2007 die Laser-Installation, die Horst H. Baumann 1977 zur documenta 6 als eine Landschafts-Lichtskulptur im Zwehrenturm geschaffen hatte, völlig erneuert. Der neue Laser nimmt nur einen Bruchteil der früheren Fläche in Anspruch, ist um ein Vielfaches leistungsstärker und billiger. Die für die Neuinstallation erforderlichen Kosten konnte das documenta forum durch die Einwerbung von Sponsorengeldern und die populäre Aktion Mein LaserMeter (symbolischer Verkauf des Laserstrahls) gewinnen. Durch den Gewinn von SMA als Sponsor konnte erreicht werden, dass der Laser mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet wurde.

Der neue Laser wird vom documenta forum betrieben. Der Verein ist auch für die Wartung zuständig.

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Das documenta forum

Das documenta forum wurde 1972 von Arnold Bode als ein Förderverein der documenta gegründet.

Das documenta forum verpflichtet sich, Bodes Ausstellungsidee weiterzuentwickeln und zur Sicherung der Rahmenbedingungen der documenta als einer internationalen und unabhängigen Ausstellung zeitgenössischer Kunst beizutragen. Dazu gehören kulturpolitische Stellungnahmen, mit denen wir uns in die Debatte um die Museumsplanung eingeschaltet haben.

Insbesondere setzen wir uns dafür ein, das Museum Fridericianum als Stammgebäude der documenta dadurch zu sichern, dass es zwischen den documenta-Ausstellungen als Kunsthalle auf internationalem Niveau betrieben wird.

Zur Sicherung und Stärkung der documenta gehört der Ausbau des documenta Archivs. Das documenta forum sieht in der Unterstützung des Archivs eine wesentliche Aufgabe. Zum Jahreswechsel 2007/2008 konnte das documenta forum 25.000 Euro zur Unterstützung eines Digitalisierungsprojekts der Video-Bändern einwerben.

Wir setzen uns für den Erhalt und die Pflege der documenta-Kunstwerke im Außenraum ein. In den Jahren 2006/2007 konnten wir mit Hilfe einer Bürgeraktion (Mein LaserMeter) sowie mit Hilfe von Sponsoren 200.000 Euro mobilisieren, um Horst Baumanns “Laserscape” aus der documenta 6 neu zu installieren und zum Strahlen zu bringen. Außerdem haben wir dazu beigetragen, dass die Klanginstallation ?Three to one? von Max Neuhaus im AOK-Treppenhaus neu eingerichtet werden konnte.

Wir machen uns dafür stark, dass bei der Neuordnung der Museumslandschaft in Kassel ein Museum oder eine Galerie für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts geschaffen wird, in der documenta-Kunstwerke einen zentralen Platz erhalten.

Bode Centrum

Unser langjähriges Mitglied Prof. Klaus Pfromm hatte sich an der LaserMeter-Aktion ebenso stark engagiert wie bei den Bemühungen, das documenta Archiv zu einem documenta-Zentrum (Bode-Zentrum) auszubauen. Diese Bemühungen erhielten Auftrieb, als 2008 Initiativen gestartet wurden, das Archiv des Kurators Harald Szeemann nach Kassel geholt. Szeemann hatte 1972 die documenta geleitet und dabei das Berufsbild eines Ausstellungsmachers etabliert.

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Harry Szeemann – Bilder