Freitag, 13.04.2018: Podiumsdiskussion zum “Fremdlinge und Flüchtlinge Monument” von Olu Oguibe

Wir laden ein:


Podiumsdiskussion zum “Fremdlinge und Flüchtlinge Monument” von Olu Oguibe
am Freitag, 13.04., 17.00-19.00 Uhr, Stadtteilzentrum West, Großer Saal


„Es ist Ausdruck unserer Menschlichkeit, einem in Not Geratenen beizustehen, Verantwortung zu tragen für Bedürftige und Verfolgte. Und jeder ist zu Beginn ein Fremdling, der neu in eine Stadt kommt, egal aus welchem Grund.“ Olu Oguibe Kunstforum Bd 248/249 2017

Jede documenta bleibt nicht zuletzt durch die in der Stadt verbliebenen Kunstwerke und ihre Botschaften im Gedächtnis. Auf der documenta 14 stand 2017 ein Kunstwerk im Focus, das sich als „Das Fremdlinge und Flüchtlinge Monument“ mit dem Thema Flucht, Migration und Gastfreundschaft auseinandersetzt: Eine Skulptur in Form eines Obelisken, den der in Nigeria/Biafra geborene Künstler Olu Oguibe auf dem von Simon Louis du Ry, Enkel hugenottischer Flüchtlinge, entworfenen Königsplatz platziert hat.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Stellungnahme zur Schwerpunktsetzung der Kulturentwicklung und -förderung in der Stadt Kassel

Das documenta forum begrüßt die Intention der hauptamtlichen Mitglieder des Magistrats über eine Schwerpunktsetzung der Kulturentwicklung und Kulturförderung in der Stadt Kassel.

Dass jetzt das Aus für die Bewerbung angeregt wird, zeugt aber von einer irritierenden Diskontinuität in den Vorstellungen zur Kulturförderung der Stadt Kassel. Nach der teuren Verpflichtung auswärtiger Kulturberater*innen, der Inszenierung einer aufwändigen Image-Kampagne und der Installation unterschiedlicher Beteiligungsformate mit beeindruckendem Engagement vieler Akteur*innen aus einem breiten Spektrum der Kasseler Kultureinrichtungen zur Kulturhauptstadtbewerbung mit über 40 Kulturschaffenden muss das eingesparte Geld jetzt unbedingt und schnell genau dieser Gruppe eine Perspektive für die Kulturarbeit in der Stadt ermöglichen. Eine Abkehr von den bisherigen Anstrengungen und Vorbereitungen zur Kulturhauptstadtbewerbung kann aber nur nach vertiefter öffentlicher Debatte erfolgen. Begrüßenswert sind die geplante Bürgerversammlung und auch eine gezielte Anhörung der am bisherigen Prozess beteiligten Akteur*innen.

Zu den alternativ eingebrachten Zielen schlagen wir folgendes vor:

Diesen Beitrag weiterlesen »

Der neue Blog des documenta forums

Heute eröffnen wir den Blog des documenta forums! Hier werden wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge von Gastautoren und Mitgliedern des documenta forum rund um die Themenschwerpunkte documenta forums veröffentlichen. Für die Beiträge, die hier erscheinen werden, zeichnen die jeweiligen Autoren verantwortlich, es sind keine “offiziellen” Stellungnahmen des documenta forums. 

Der erste Beitrag des neuen Blogs stammt von Peter-Matthias Gaede. Gaede war von 1994 bis 2014 Chefredakteur des Reportagemagazins GEO von Gruner + Jahr. 2017 hat er einen vielbeachteten Artikel für das Magazin der Süddeutschen Zeitung geschrieben – er hatte die Vorbereitungen zur documenta als Journalist begleitet. Für unseren Blog wechselt er gewissermaßen die Blickrichtung und schreibt nun kritische Anmerkungen über die vielen “Nachbereitungen” zur documenta 14.

Der zweite Artikel stammt aus der Feder von Hans Brinckmann. Brinkmann ist Mitglied des documenta forums. Er war jahrelang Hochschulpräsident der Universität Kassel. Er gilt als ausgewiesener Experte für Umwelt- und Medienrecht sowie der Biopolitik. In der Sitzung des documenta forums am 13. März 2018 gab es eine ausführliche und sehr vielstimmige Debatte zu dem Obelisken von Olu Oguibe. Hans Brinckmann hat dazu einige “Anmerkungen zur Ikonographie” vorgetragen. Seinen überarbeiten Vortrag hat er uns freundlicherweise für unseren neuen Blog zur Verfügung gestellt.

Hier geht es zu den ersten beiden Beiträgen.

Anmerkungen zur Ikonographie des Obelisken von Olu Oguibe von Hans Brinckmann

Hans Brinckmann (* 13. Juni 1934 in Hamburg) ist ein deutscher Jurist und ehemaliger Hochschulpräsident der Universität Kassel. Er gilt als ausgewiesener Experte für Umwelt- und Medienrecht sowie der Biopolitik.  (Wikipedia)

Bild: Hans Brinckmann (links, im Gespräch mit Lutz Freyer)

Anmerkungen zur Ikonographie des Obelisken von Olu Oguibe – Für die Sitzung des documenta Forums am 13. März 2018  – von Hans Brinckmann

1. Wer ist das Subjekt der Inschriften, wer ist „Ich“?
Es könnte der Obelisk selbst sein, der als „fremde“ Figur in die Stadt kommt und den die Bevölkerung der Stadt beherbergt (beherbergen soll). Der Künstler selbst betont: „Der Obelisk ist eine zeitlose Form, eine Form, die aus dem Altertum stammt, ursprünglich kam sie aus Afrika.“(1) Der „Fremde“ könnte der Künstler sein, der mit seinem Kunstwerk von der Stadt aufgenommen wird. Es könnte ein ungenannter Fremder, der erklärt, er sei von der Stadtbevölkerung beherbergt worden. Für meine weiteren Überlegungen will ich die ersten beiden Varianten ausschließen und als Subjekt, als „Ich“ der Aussage, den Fremden schlechthin annehmen. 

Diesen Beitrag weiterlesen »

Jour fixe: Achtung Änderung nach den Sommerferien. Ab August wieder am zweiten Montag des Monats!

Wichtig: Nach den Sommerferien, also ab August 2018 werden wir unseren Jour fixe Termin wieder auf den Montag verlegen! 

Unser Jour fixe findet dann immer am zweiten Montag eines Monats statt. Uhrzeit und Ort bleiben wie bisher: jeweils 19.30 Uhr im Stadtteilzentrum West in der Elfbuchenstraße 3. Unsere voraussichtlichen Jour fixe-Termine für das Jahr 2018: (Vor den Sommerferien der zweite Dienstag des Monats) 13. 03. 10.04.  08.05.  09.07.  (nach den Sommerferien wieder jeweils der Montag des Monats) 13.08.  10.09.  15.10.  12.11.  10.12.

Jour fixe am 13.03.2018 Thema: der Obelisk von Olu Oguibe

Jour fixe März 2018, 19.30 Uhr im Stadtteilzentrum West in der Elfbuchenbuchenstr. 3. Unser  Thema ist der Obelisk von Olu Oguibe: Wie vermittelt man den Obelisken? Interreligiosität am Obelisken? Kaufpreis und Materialität? Nur Lieblingskunstwerke kaufen?

Diesen Beitrag weiterlesen »

Jour fixe 2012 im Überblick

27.11. 2012 

Tagesordnung

1. Begrüßung
2. Jahresbericht des Vorsitzenden
3. Kassenbericht des Schatzmeisters
4. Bericht der Kassenprüfer
5. Entlastung des Vorstandes
6. Vorstandswahl
7. Aktueller Stand zum Laser – Kurzbericht
8. Brainstorming zu Aktivitäten des documenta forums im Jahr 2012:
– Veranstaltungsreihe 2013
– Wie weiter mit unseren Bemühungen um das documenta Archiv?
– Kooperation mit der Kunsthochschule
– Nutzung des Zwehrenturms
– Hinweistafeln zu den documenta-Kunstwerke im Öffentlichen Raum
9. Verschiedenes
In der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand entlastet und in seiner bisherigen Zusammensetzung einstimmig (jeweils bei Enthaltung des/r Gewählten) wiedergewählt:
Vorsitzender: Dirk Schwarze
Stellv. Vorsitzende: Juliane Sattler-Iffert
Schatzmeister: Horst Schween
Schriftführer: Volker Schäfer
Beisitzer: Lutz Freyer und Miki Lazar

09.10.

Drei Themen standen an:
Ein zu planendes Event rund um den Laser – mit experimenteller Schaltung eines Rot-Lasers. Es setzte sich die Meinung durch, dass ein solches Event nur sinnvoll sei, wenn die Schaltung eines Rot-Lasers auf Dauer möglich sei. Herr Baumann wurde entsprechend unterrichtet.
Die Spendenaktion für den Penone-Baum: Die Aktion war zum Selbstläufer geworden. Die erforderliche Kaufsumme kam ohne besondere Werbung zustande. Vielleicht sind wir noch gefragt, wenn es um die Stadtortfrage geht,
Die chinesische Staatskunstausstellung. Das Interesse an einer Diskussion darüber war nicht groß.

11.09.

Unmittelbar vor documenta-Schluss widmeten wir uns dem Filmprojekt The Three Little Pigs von Albert Serra, in dem unser Mitglied Harald Kimpel eine herausragende Rolle spielt. Wir verlegten den Jour Fixe in die Premierenvorstellung des Films.

14.08.

Eine reizvolle Idee – die aber wohl Idee bleibt: Intensiv haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob das 40jährige Bestehen des documenta forums Anlass für die Stiftung eines (documenta-) Preises sein könnte. Der zeitliche Rahmen erwies sich als zu eng, auch war uns nicht klar, wer Adressat sein könnte, wenn man nicht dem Bode-Preis hinterherlaufen will. Zur Wiedervorlage geeignet.
Außerdem befassten wir uns mit der Tatsache, dass Walter de Maria aus der Ferne das Schicksal des Erdkilometers weiterverfolgt und wir ihm gute Nachrichten übermitteln konnten.

12.06.

Drei Tage nach Eröffnung der dOCUMENTA (13) widmeten wir uns einem ersten Erfahrungsaustausch: Was hat die neue Ausstellung gebracht, was haben wir gesehen, wo sind wir mit Ausdauer hängen geblieben. Es war ein lebendiger und fruchtbarer Austausch.

15.05.

Als Gast konnten wir Prof. Kai-Uwe Hemken begrüßen. Er ist Kunstwissenschaftler an der Kunsthochschule und bereitet ein größeres Forschungsprojekt vor, in dem es einige Berührungspunkte zu unserer angedachten Diskussionsreihe gibt.

10.04.

An dem Abend haben wir in die Anfänge des documenta forums zurückgeblickt. Grundlage dafür bildeten unter anderem die Nachlässe von Hans Mangold und Hans-Karl Nelle, die jüngst das documenta Archiv erhalten hat.
Anschließend haben wir über die Perspektiven einer Vortrags- und Diskussionsreihe zur Zukunft der documenta (2013) anlässlich des 40jährigen Bestehens des documenta forums gesprochen. Volker Rattemeyer hat dazu ein umfangreiches Diskussionspapier erarbeitet. Die Planung soll im Herbst beginnen.

13. 03

Am Dienstag, 13. März, war Chritian Philipp Müller zu Gast, um sich als der neue Rektor der Kunsthochschule und als documenta-Teilnehmer (1997 und 2012) vorzustellen. Es war ein hoch interessanter Abend und die seit langem am besten besuchte Veranstaltung.

14.02.

Am 14. Februar hatten wir die Pressesprecherin der dOCUMENTA (13), Henriette Gallus, zu Gast. Sie sprach über ihre bisherige Arbeit, über ihren Job bei der documenta und die Strategie der Öffentlichkeitsarbeit.

10.01. 2012

Wir haben über mögliche Aktivitäten im documenta-Jahr 2012 gesprochen. Vorwiegend ging es darum, zu  klären, in welcher Form wir den 40. Gründungstag des documenta forums begehen wollen. Eine kleine Arbeitsgruppe will Vorschläge für eine Vortrags-/Diskussionsveranstaltung mit einem ausgewiesenen Kenner der Ausstellungstätigkeit erarbeiten, der sich mit den Perspektiven nach der dOCUMENTA (13) befassen soll.

Jour fixe 2013 im Überblick

10.12.

Um 19.30 Uhr wird im KAZ (Kasseler Architekturzentrum) im Kulturbahnhof eine Ausstellung mit Kunst-am-Bau-Projekten von Maarten Thiel (1945-2008) eröffnet. Thiel ist als Zeichner, Grafiker und Maler bekannt geworden. Dass er aber in Zusammenarbeit mit Architekten zahlreiche öffentliche Gebäude farblich aus- und umgestaltet hat, ist wenig bekannt. Hier nun werden erstmals seine Kunst-am-Bau-Projekte vorgestellt. Zur Eröffnung spricht Dirk Schwarze.

Da Thiel auch Mitglied des documenta forums war und etliche andere Mitglieder an der Eröffnung teilnehmen wollen, beginnt der Jour fixe erst um 20.30 Uhr im Konferenzraum (über Gleis 1).

7. 11.

(ausnahmsweise wegen Dokfest Donnerstag) –
Mitgliederversammlung
Tagesordnung
1. Begrüßung2. Jahresbericht des Vorsitzenden3. Kassenbericht des Schatzmeisters4. Bericht der Kassenprüfer5. Entlastung des Vorstandes6. Satzungsänderung 20147. “Auf dem Weg zum documenta Institut“ – ein Konzeptentwurf mit Folgen?8. Verschiedenes

08.10.

Zu Gast war Prof. Dorothea von Hantelmann, die seit 1. Oktober  für zwei Jahre Gastprofessorin für documenta und documenta Archiv an der Kunsthochschule ist. Die Berliner Kunsthistorikerin hatte einen guten Auftritt. Es ist zu hoffen, dass es gelingt, documenta Archiv und Kunsthochschule zu verknüpfen.  Außerdem will sie ihre Arbeit so anlegen, dass die über die zwei Jahre hinausgeht.Über den Abend erschien in der HNA ein treffender Bericht.

10.09.

Am 22. September war neben der Bundestagswahl auch in Hessen Landtagswahl. Den Gedanken, vor der Wahl zu einem kulturpolitischen Gespräch die Vertreter der Parteien einzuladen, hatten wir frühzeitig verworfen. Stattdessen haben wir den Kasseler Kandidatinnen und Kandidaten, Fragen zur Einordnung und Entwicklung des documenta Archivs vorgelegt.
Von den angeschriebenen zehn Politikern haben sieben geantwortet.
Die Antworten haben wir in unserem September.Jour fixe vorgestellt und diskutiert. An der öffentlichen  Zusammenkunft nahmen von den angeschriebenen Kandidaten Uwe Frankenberger (SPD) und Gernot Rönz (Grüne) teil. Ministerin Kühne-Hörmann, Karin Müller, Andreas Ernst und Wolfgang Decker hatten vorher abgesagt. Frankenberger und Rönz sagten zu, nach der Wahl die Belange des documenta Archivs weiter zu verfolgen.
Gast der Veranstaltung war  Dr. Gerd Mörsch, der seit 1. 9. als Nachfolger von Karin Stengel Leiter des documenta Archivs ist.

18. 6. 2013

Austesten als Programm

In einer öffentlichen Veranstaltung des documenta forums hat sich Susanne Pfeffer (Jahrgang 1973) als neue Leiterin der Kunsthalle Fridericianum in Kassel vorgestellt. Susanne Pfeffer hatte zuletzt von 2007 bis 2012 als Chefkuratorin bei den KunstWerken in Berlin gearbeitet, unter deren Dach auch die Berlin Biennale organisiert wird.

Die Kunsthistorikerin, die auch bei Udo Kittelmann in Frankfurt und als Leiterin des Bremer Künstlerhauses gearbeitet hatte, gewann schnell die Sympathien der Zuhörer durch ihre klare und anschauungsreiche Vortragsweise. Über ihre Kasseler Pläne sagte sie so gut wie nichts. Aber zwei Grundprinzipien ihrer Arbeit gab sie preis: Da sie sich selbst als Vermittlerin zwischen den Künstlern und dem Publikum versteht, wird die Vermittlungsarbeit eine zentrale Rolle spielen. Sie hat speziell Kinder, Jugendliche und die Kunsthochschule im Blick. Zum anderen wird man unter ihrer Leitung Ausstellungen in den Bereichen erleben, an dem der mainstream gerade nicht zu sehen ist. Sie liebt es, die Grenzen der Kunst auszutesten und Künstlern dort Räume zu überlassen, an denen das Scheitern im Bereich des Möglichen liegt.

So entschied sich Susanne Pfeffer unmittelbar nach ihrer Berufung an die KunstWerke für eine Ausstellung mit dem Außenseitermaler Joe Coleman, der eher in der Comic- und Untergrundkunst zu Hause schien. Die Coleman-Schau War die Antwort auf die Biennale von Venedig und die documenta, die 2007 stattfanden. Die Collageartigen Gemälde, sorgfältigst mit einem Feinhaarpinsel gemalt, bilden eine Nachhut der Pop-art.

Mehrfach entwickelte sie im Dialog mit Künstlern Experimente. So lud sie für die Ausstellung „… 5 minutes later“  die Teilnehmer dazu ein, Werke zu zeigen, die sie in fünf Minuten ausgeführt hatten. In der Ausstellung „One to one“ waren 17 Räume zu sehen, in die jeweils nur ein Besucher gehen konnte. Deshalb bildeten sich vor zahlreichen Räumen Schlangen, so dass die Besucher miteinander ins Gespräch kamen und somit die Ausstellung eine neue Kommunikationsstruktur herstellte.

Ein anderes Mal verwandelte Susanne Pfeffer die Räume in Kinosäle, in denen es Popcorn zu kaufen und essen gab. Gezeigt wurden Vor- und Abspänne von Filmen unterschiedlichster Art. So hatten in den 60er-Jahre die Macher der James-Bond-Filme unvergessliche  (und dabei witzige) Vorspannerzählungen entwickelt.

Fast ein Abenteuer war die Ausstellung mit Cyprien Gaillard, in der in einem Raum eine blaue Pyramide aus Kästen mit türkischem Bier errichtet worden war. Dieses Gegenbild zum Pergamonaltar wurde der Lust des Publikums überlassen. Die Besucher machten von der Einladung, Bier zu trinken, reichlich Gebrauch und verwandelten die Pyramide in ein Schlachtfeld.

Susanne Pfeffer geht also sehr eigene Wege und verliert nie den Blick auf den ganzen Raum. Dies wurde auch in dem Ausstellungsprojekt von Renata Lucas deutlich, bei dem die Künstlerin bereits vor dem Eingang in die KunstWerke mit der Verschiebung von Achsen und Raumerlebnissen gearbeitet hatte.

Wenn Susanne Pfeffer von ihrem Publikum spricht, dann denkt sie nicht an die Repräsentanten der deutschen oder internationalen Kunstszene, sondern an die Leute vor Ort, die ins Fridericianum kommen. Wie bereits ihr Vorgänger Rein Wolfs meint sie, dass sie in Kassel dank der documenta ein sehr erfahrenes Publikum habe. Grundsätzlich wird sie Ausstellungen mit Künstlern des 21. Jahrhunderts planen. Eine größere Retrospektive eines Künstlers aus dem 20. Jahrhunderts will sie aber nicht ausschließen.  Wir werden mit vier bis fnf Ausstellungen pro Jahr rechnen können.

Zu ihrer Vorstellung im documenta forum hatte Susanne Pfeffer  Nina Tabassomi mitgebracht, mit der sie bereits in Berlin zusammengearbeitet hatte und die ihr nun als Kuratorin zur Seite steht.

14.05.

Achtung: Die Zusammenkunft am 14. 5. entfällt.
Der Grund: Die Mitglieder sind zu zwei anderen Veranstaltungen eingeladen worden, an denen das documenta forum beteiligt war und ist und in denen es um das documenta Archiv ging und geht.
Am 10. 5. fand auf Initiative des KulturNetzes eine Podiumsdiskussion in der Kunsthochschule statt, an der Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Claudia Jolles (Kunstbulletin), Prof. Joel Baumann und Dirk Schwarze unter Moderation von Petra Nagel teilnahmen.
Am Ende der Diskussion erklärte die Ministerin, dass sie sich einem Ausbau des documenta Archivs zu einem Forschungszentrum nicht verschließen werde. Der Ausbau könne nicht auf die Schnelle erfolgen und werde 40 Millionen Euro kosten. Eine Vorwegänderung der Trägerschaft lehnte sie ab. Voraussetzung für ein Engagement des Landes sei ein Konzept.
Die zweite Veranstaltung ist eine Ausstellung von Diplomarbeiten (Leitung Prof. Hegger) zu einem documenta-Zentrum. Die Ausstellung wird am 28. 5. um 19.30 Uhr im KAZ eröffnet.

09.04.

Der Jour fixe soll der Veriefung und Konkretisierung der Diskussion am 12. 3. dienen. Außerdem geht es um die Vorbereitung einer Diskussion über ein documenta-Zentrum, zu der das KulturNetz in Zusammenarbeit mit dem documenta forum (am 10. Mai) eingeladen hat. Schließlich soll über die kommende Museumsnacht gesprochen werden.

12.03.

Der Abend stand ganz im Zeichen der Weiterentwicklung des documenta Archivs. Den Hintergrund dazu lieferten die Tatsache, dass Mitte April Karin Stengel die Leitung des Archivs abgibt und nun die Nachfolgeregelung getroffen werden muss, dass ferner Prof. Ludewig die Initiative zu einer Offensive für das Archiv ergriff und dass die Uni Kassel der Kunsthochschule für zwei Jahre eine Professur zur documenta und zum documenta Archiv einrichten will.

12.02.

Die Planung für den Abend musste kurzfristig geändert werden. Der Grund: Am 17. Januar wurde Kunsthallendirektor  Rein Wolfs zum Intendanten der Bundeskunsthalle in Bonn berufen. Er wird zum 1. März nach Bonn gehen und deshalb auch nicht das Kasseler Kunsthallen-Programm der nächsten Jahre gestalten. Das bleibt seinem/r Nachfolger/in überlassen.
Erfreulicherweise hat sich Wolfs bereit erklärt, am 12. 2. beim Jour fixe des documenta forums eine Bilanz seiner Arbeit in Kassel zu ziehen und einen Ausblick auf seine Bonner Arbeit zu geben.
Außerdem wird Volker Schäfer über ein Gespräch mit Oberbürgermeister Hilgen zum documenta Archiv berichten.

15.01. 2013

Dirk Schwarze  hat  zum Thema Die dOCUMENTA (13) und das Religiöse (mit Bildbeispielen) gesprochen. Der Vortrag ging davon aus, dass die documenta-Leiterin eine regelrechte Kirchen-Phobie hat. Vor diesem Hintergrund gewinnen der Streit um die Balkenhol-Skulptur im Turm der Elisabethkirche und die Tatsache, dass alle eingeladenen Künstler  in das ehemalige Kloster Breitenau fahren musste eine neue Bedeutung. Der Vortrag setzte sich mit den documenta-Beiträgen von Thomas Bayrle, Andrea Büttner, Kudzanai Chiurai, Wael Shawky, Khadim Ali, Anibal Lopez und Sanja Ivekovic auseinander. Eine lebhafte Diskussion schloss sich an.
Das ursprüngliche Vorhaben, den Direktor der Kunsthalle Fridericianum, Rein Wolfs, zu bitten, über seine Ausstellungsplanung für seine zweite Amtszeit in Kassel sprechen zu lassen, musste leider aufgegeben werden. Aus dienstlichen Gründen musste Rein Wolfs kurzfristig absagen. Er will nun sein Programm im Jour fixe am 12. Februar vorstellen.

Jour fixe 2014 im Überblick

8. 12.

Vorweihnachtlicher Jahresausklang mit Verköstigung. Bei der Gelegenheit sprachen wir über Mitgliedergewinnung, Darstellung im Internet und bei facebook. Dank an alle, die sich dabei engagieren.

10. 11. (Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl)

Nach Entlastung des Vorstandes wurde er in seiner bisherigen Zusammensetzung für zwei Jahre bestätigt: Dirk Schwarze (1. Vorsitzender), Juliane Sattler-Iffert (2. Vorsitzende), Horst Schween (Schatzmeister), Volker Schäfer (Schriftführer), Lutz Freyer und Miki Lazar (Beisitzer).
Die Mitgliederversammlung beschloss auf Vorschlag des Vorstandes und auf der Grundlage eines Entwurfs von Prof. Hans Brinckmann, Horst Schween und Christa Thiel eine neue Satzung. Die Satzung ist auf dieser Homepage zu lesen.
Der Mitgliedsbeitrag wurde auf Beschluss der Versammlung auf 48,- Euro pro Mitglied und Jahr festgelegt. Partner von Mitgliedern zahlen 24,- Euro, Studierende und Auszubildende 20,- Euro.

Montag, 13.10.

An diesem Montag hatten wir Henriette Gallus und Christoph Platz zu Gast. Beide gehörten zum Team der dOCUMENTA (13) – Henrette Gallus als Pressesprecherin und Christoph Platz als Mitarbeiter im kuratorischen Team. Nach dem vorzeitigen Weggang von Christine Litz war Christoph Platz gemeinsam mit Jenny Dirksen Leiter des Projektmanagements.

Beide arbeiten  nun auch im Team der documenta 14 mit – mit erhöhter Verantwortung:  Henriette Gallus als Leiterin der Abteilung Kommunikation und  und Christoph Platz als Leiter der Ausstellungsabteilung.

Das Gespräch sollte eine Brücke zur nächsten documenta schlagen. Dieses Vorhaben gewann höchste Aktualität, weil eine Woche zuvor Adam Szymczyk angekündigt hatte, die documenta 14 werde auch in Athen stattfinden. Die beiden Gäste sowie Geschäftsführerin Annette Kulenkampff hatten alle Hände voll zu tun, um den Nachfragen und Einwänden gerecht zu werden. Ein hoch spannender Abend.

8. 9.

Zur Museumsnacht hat sich das documenta forum nach einer längeren Pause wieder am Programm beteiligt. Der Einsatz fand großen Beifall: 13 Mitglieder des documenta forums haben, schwarz gekleidet, mit weißen Handschuhen, im Halbrund des Raumes Untere Karsstraße 8 jeweils ein Dokument/ eine Archivalie vorgestellt und damit ein Stück documenta-Geschichte anschaulich gemacht. Die Präsentation war ein voller Erfolg. Rund 55 Besucher haben die Vorstellung 75 Minuten lang verfolgt.

Beim nachfolgenden Jour fixe haben wir die Archivalien nochmals vorgestellt und über deren Einordnung gesprochen. Viele Details wurden dabei ausgegraben. Jan Hoets Box-Leidenschaft wurde ebenso erörtert wie die Versuche von Christo, sein Luft-Paket aufzurichten.

14. 7.

In der Juli-Sitzung haben wir über die Außenkommunikation geredet, speziell über Internet- und Facebook-Auftritte. Die große Skepsis insbesonders der älteren Mitglieder konnte zum großen Teil abgebaut werden. Das vergleichsweise junge Medium facebook verspricht breitere und schnellere Kontakte. Es kann schnell reagiert werden. Der Weg soll weiter verfolgt werden.

12. Juni

Wegen des Feiertages (Pfingstmontag) musste unser Juni-Treffen auf den 12. 6. verlegt werden.

Themen waren: Beteiligung an der Museumsnacht und Bericht über den Fortgang der Arbeiten am Zwehrenturm (Laserraum). Ganz aktuell diskutierten wir lebhaft und kontrovers darüber, dass Fritz Schwegler zwar in der Künstlernekropole sein Grabmonument errichtet hat, jetzt aber nicht dort bestattet wurde, sondern in seiner Heimat Breech (Göppingen).

15. 5.

Die Leiterin der Neuen Galerie, Dr. Dorothée Gerkens hat uns kenntnisreich durch die Wols-Ausstellung geführt. Die Ausstellung ist ein Musterbeispiel dafür, wie mit Hilfe von Arbeiten aus dem Bestand der Neuen Galerie und aus der Grafiksammlung ein Stück documenta-Geschichte aufgearbeitet werden kann. Wols war an den ersten drei documenta-Ausstellungen beteiligt, wobei ihm in der II. documenta eine Sonderrolle zugedacht worden war. Gut an der Ausstellung ist auch die Einbeziehung von Wols-Zeitgenossen, so dass man lernen kann, welche Bedeutung er damals hatte.

14. 4.

In dieser Zusammenkunft hat sich die neue Geschäftsführerin der documenta GmbH, Annette Kulenkampff, vorgestellt. Die frühere Geschäftsführerin (Verlegerin) des HatjeCantz Verlages hat am 1. April die Nachfolge von Bernd Leifeld angetreten. In ihrer Vorstellung schilderte sie ihren beruflichen Weg und überraschte die Zuhörer mit hervorragenden Detailkenntnissen zu ihrem neuen Aufgabengebiet. Es ist zu erwarten, dass sie die Geschäftsführer-Position neu profiliert. Unter anderem will sie dazu beitragen, dass der 60. Geburtstag der documenta im nächsten Jahr gebührend gefeiert werden kann.

10. 3.

Die Nachricht vom Tod Jan Hoets, der 1992 die documenta leitete und wahrscheinlich der populärste Chefkurator wat, bewog uns, einen Jan Hoet-Gedenkabend zu gestalten. Uns stand ein halbstündiger Film des Hessischen Rundfunks zur Verfügung, der vor der Eröffnung der documenta IX gedreht worden war. Außerdem wurden Ausstellungsfotos gezeigt und Erinnerungen ausgetauscht.

10.2.

Unser erster Jour fixe an einem Montag. Beginn 19.30 Uhr.

Zu Gast war Dr. Gerd Mörsch, der als Nachfolger von Karin Stengel Leiter des documenta Archivs ist. Er hat den Stand des Archivs dargestellt und hat die aktuellen Probleme erläutert.

In Zusammenarbeit mit dem documenta Archiv und der Stiftung 7000 Eichen wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Vorschläge für eine Beteiligung an der Museumsnacht machen soll.

14. 1. 2014

An diesem Dienstag treffen wir uns bereits um 17.30 Uhr im Fridericianum, um uns mit der ersten Ausstellung der neuen Kunsthallen-Direktorin Susanne Pfeffer auseinandersetzen zu können. Wir wollen einen gemeinsam (geführten) Rundgang durch die Ausstellung “speculations on anonymous materials” unternehmen und anschließend im Foyer darüber sprechen.

Jour fixe 2015 im Überblick

Hier finden Sie eine Übersicht der Jour fixes des Jahres 2015 im Überblick.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Peter-Matthias Gaede über die documenta 14

Peter-Matthias Gaede (* 27. April 1951 in Selters) ist ein deutscher Journalist. Er war von 1994 bis 2014 Chefredakteur des Reportagemagazins GEO von Gruner + Jahr. (Wikipedia)

Bild: Peter-Matthias Gaede, links im Bild während der Museumsnacht 2016 in Kassel

Es ist ein Skandal, das 5,4-Millionen-Defizit der documenta 14 betrüblich zu finden und es künftig vermeiden zu wollen. Es ist ein Angriff auf die Freiheit der Kunst, die Dezentralisierung der documenta, wie sie 2017 mit dem Zweitstandort Athen praktiziert worden ist, für die Zukunft und auch retrospektiv kritisch zu überdenken; vor allem konzeptionell infragezustellen. Es ist eine ausgesprochene Anmaßung der Stadt Kassel, aus der Tatsache, dass sie die documenta seit 1955 wesentlich co-finanziert, die Hoffnung abzuleiten, die documenta könne ihr erhalten bleiben. Es muss sowieso mehr Geld her für die documenta – und dann sollte sie endlich das Recht haben, aus der „Provinz“ verschwinden zu können.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Eine neue Neue Galerie? Das documenta forum plädiert für ein Museum der Moderne

Neue-Galerie; Foto Jörn Budesheim

Eine neue Neue-Galerie? Foto Jörn Budesheim

Gerade feiert die Neue Galerie ihre Wiedereröffnung nach der documenta 14. Der richtige Zeitpunkt, eine öffentliche Debatte über ihre zukünftige Konzeption zu führen. In der Printausgabe der HNA vom 14.02.2018 legt Mark-Christian von Busse ausführlich dar, welche Vorschläge das documenta forum und sein Vorstand Jörg Sperling für eine Neuausrichtung der Neuen Galerie in die zu führende Debatte einbringen.
Diesen Beitrag weiterlesen »

Jörg Sperling im HNA Interview: Obelisk zeigt Wirkung

Bleibt der Obelisk von Künstler Olu Oguibe in Kassel – oder doch nicht? Unserer Vorsitzender Jörg Sperling sprach im Interview auch über die schwierige Lage rund um die documenta.

Auf die Frage, ob ihn die Diskussion über den Obelisken störe, antwortet Jörg Sperling: “Nein, im Gegenteil. Wenn über ein Kunstwerk so debattiert wird wie aktuell über den Obelisken, dann kann man sagen: Dieses Kunstwerk zeigt seine Wirkung. Und innerhalb dieser Wirkung gibt es eine Bandbreite: von der populistischen Ablehnung bis zur Zustimmung. Dazu sind so viele Argumente ausgetauscht worden, dass es der Kunst nur guttun kann. Auch bei uns im documenta-Forum wird ja heftig diskutiert über den Obelisken.”

Diesen Beitrag weiterlesen »

documenta Institut

Das documenta forum unterstützt nach Kräften die Einrichtung des documenta Instituts. Sowohl die konzeptionelle Arbeit als auch die Standortfrage bedarf einer engen Abstimmung und Beteiligung aller in das Projekt eingebundenen Parteien: documenta GmbH, Universität, Stadt Kassel und Land Hessen.

Die Jour fixe-Termine für das Jahr 2018

Zu unserem Jour fixe laden wir regelmäßig interessante Gäste ein, mit denen wir gemeinsam Themen rund um die documenta diskutieren. Das Bild zeigt eine kleine Auswahl unserer bisherigen Gesprächspartner*innen. Eine Tradition, die wir natürlich auch in der Zukunft pflegen werden.

 

Unser Jour fixe findet immer (mit Ausnahme der Sommerferien) am zweiten Dienstag eines Monats statt, jeweils 19.30 Uhr im Stadtteilzentrum West in der Elfbuchenbuchenstraße 3. Unsere voraussichtlichen Jour fixe-Termine für das Jahr 2018 sind daher: 13. 03. 2018 – 10. 04. 2018 – 08. 05. 2018 – 14. 06. 2018 – 14.08. 2018 – 11.09. 2018 – 16.10. 2018 – 14.11. 2018 – 11.12. 2018


Wichtige Änderung: Nach den Sommerferien, also ab August 2018 werden wir unseren Jour fixe Termin wieder auf den Montag verlegen! 

Unser Jour fixefindet dann immer am zweiten Montag eines Monats statt. Uhrzeit und Ort bleiben wie bisher: jeweils 19.30 Uhr im Stadtteilzentrum West in der Elfbuchenbuchenstraße 3. Unsere voraussichtlichen Jour fixe-Termine für das Jahr 2018: (Vor den Sommerferien der zweite Dienstag des Monats) 13. 03. 10.04.  08.05.  12.06.  (nach den Sommerferien wieder jeweils der Montag des Monats) 13.08.  10.09.  15.10.  12.11.  10.12.

Jour fixe am 13.02.2018 zu Gast: Kulturdezernentin Susanne Völker

Jour fixe Februar 2018, 19.30 Uhr im Stadtteilzentrum West in der Elfbuchenstr. 3. Zu Gast ist Kulturdezernentin Susanne Völker, unsere  Themen sind: die documenta 14, der Obelisk von Olu Oguibe, das Kulturkonzept Kassel, die Kulturhauptstadtbewerbung u.v.m

Diesen Beitrag weiterlesen »

documenta als immaterielles Weltkulturerbe

Das documenta forum setzt sich ein für eine Idee des verstorbenen Vorstands Dirk Schwarze, die documenta als immaterielles Weltkulturerbe zu beantragen. Dieses hatte er mit Annette Kuhlenkampff und Volker Schäfer vorbesprochen.

Diesen Beitrag weiterlesen »

documenta forum zum Obelisken von Olu Oguibe

Das documenta forum in Kassel nimmt zum Aufruf der Stadt zum Ankauf des Obelisken von Olu Oguibe Stellung:

Die Arbeit von Olu Oguibe zur documenta 14 in Kassel löst in der Stadtgesellschaft wie im Vorstand und bei den Mitgliedern eine kontroverse und produktive Diskussion aus. Das ist zu begrüßen. Erschreckend hingegen ist festzustellen, mit welchen Ausdrücken und Beschimpfungen der Spendenaufruf in den Medien überzogen wird. Hier fordern wir die Rückkehr zu einer offenen, konstruktiven Diskussion in der Öffentlichkeit.

Wie eine solche Kontroverse geführt wird, spiegelt stets auch den Zustand einer Kultur und Gesellschaft. Die anhaltende und vielstimmige Diskussion um dieses Kunstwerk zeigt, welche Wirkung es bereits jetzt in die Stadtgesellschaft hinein entfaltet hat. Wenn heftig über ein Kunstwerk gestritten wird, ist das bereits Bestandteil seiner Qualität. Wir haben in Kassel noch die Diskussion über Beuys‘ 7000 Steine auf dem Friedrichsplatz zur documenta 7 von 1982 in Erinnerung.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Jörg Sperling ist neuer Vorsitzender des documenta forums

Das documenta forum in Kassel hat in seiner Mitgliederversammlung am 16.01.2018 Jörg Sperling als neuen 1.Vorsitzenden gewählt. Jörg Sperling hat in Kassel Kunst und Politik studiert und war bis 2015 Leiter der Heinrich-Schütz-Schule in Kassel. Die Nachwahl war notwendig geworden, weil der langjährige Vorsitzende Dirk Schwarze im Sommer 2017 überraschend gestorben war. Das Forum wird die Leistungen des Journalisten, Kunstkritikers und Autors Dirk Schwarze demnächst in einer besonderen Veranstaltung würdigen.

In einer ersten Stellungnahme betonte Jörg Sperling, dass es vordringliche Aufgabe des documenta forums sei, dafür einzutreten, dass die Rahmenbedingungen für die documenta als internationale und unabhängige Ausstellung gesichert werden. Hierzu werde das documenta forum in einen Informationsaustausch mit den gegenwärtigen Gesellschaftern der documenta gGmbH, dem Land Hessen, der Stadt Kassel und auch der Bundeskunststiftung eintreten.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Dating the Chorus – Kunstvermittlung auf der #documenta14

Wie Kunstvermittlung auf der #documenta14  so war – und welche Überlegungen ChoristInnen dazu hatten, könnt man nun auch online nachlesen: Dank der Initiative einer Gruppe von ChoristInnen wurden die zwei Magazine “Dating the Chorus 1 und 2” noch in der Laufzeit der documenta14 verfasst und veröffentlicht. Das documenta-forum hat diese Initiative gefördert.

Diesen Beitrag weiterlesen »