Thema des Jour fixe im März war die von Naomi Beckwith kuratierte Ausstellung „Echo Delay Reverb“ im Palais de Tokyo in Paris.
Vom 22. Oktober 2025 bis 15. Februar waren dort rund 60 Künstler: innen mit unterschiedlichen Formaten – Installationen, Videos, Fotografien, Archive sowie textuellen und visuellen Arbeiten – vertreten. Es ging um kulturkritische Denkansätze und philosophischen Positionen aus der frankophonen Welt von dem fünfziger Jahren bis zur Gegenwart, die von amerikanischen Künstlerinnen und Künstlern übersetzt, transformiert und umgedeutet wurden.
Axel Knüppel und Petra Bohnenkamp, beides Mitglieder des df, berichteten über ihre Eindrücke und Erfahrungen beim Besuch der Ausstellung. Dabei standen Fotos der Exponate sowie der Inszenierung der Räume im Vordergrund des mit etwa 50 Gästen gut besuchten Abends. Er fand auf Einladung von Ursula Röver-König, ebenfalls Mitglied des df, in den Räumen ihres temporären “Projektraum Galerie König“ statt.
Von Paris zur documenta 16 in Kassel
Im Vorfeld einer documenta stellt sich regelmäßig die Frage, wie die kommende Kunstschau angelegt sein wird und welche Künstler: innen mit welchen Arbeiten eingeladen sind. „Echo Delay Reverb“, obwohl explizit für das französisches Publikum konzipiert, erlaubte dank der persönlichen Handschrift von Naomi Beckwith über das eigentliche Ausstellungserlebnis hinaus interessante Rückschlusse auf ihr kuratorisches Selbstverständnis, ihre Themensetzungen und den Umgang mit Orten. Dabei gab die Ausstellung dem Nachdenken und Nachforschen ebenso viel Raum, wie das riesige Palais de Tokyo der Präsentation der ausgewählten Arbeiten.
Petra Bohnenkamp












