Symposium im Deutschen Historischen Museum: “documenta. Geschichte / Kunst / Politik”

Das Deutsche Historische Museum lud am 15. Oktober 2019 zur Fortsetzung der Reihe Historische Urteilskraft ein. Die erste Veranstaltung diskutierte 2018 unter dem Titel „Die Säule von Cape Cross. Koloniale Objekte und historische Gerechtigkeit“ den Umgang mit diesem umstrittenen kolonialen Objekt in der Dauerausstellung des Museums mit Expertinnen und Experten aus Afrika und Europa.

Das Symposium im Oktober 2019 setzte mit einer der größten und international bedeutendsten Kunstausstellungen auseinander: der documenta. 

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Offener Brief des Runden Tisches der Kasseler Kulturvereine

Das lange geplante documenta Institut ist nach einhelliger Meinung von Stadtpolitik und Stadtgesellschaft ein Meilenstein in der Weiterentwicklung des documenta Archivs und der Forschung zu der Weltkunstausstellung. Stadt, Land Hessen und der Bund engagieren sich gemeinsam, auch finanziell. Insbesondere die Zusage des Bundes ist an eine Realisierung in einem definierten Zeitrahmen gebunden, der deshalb unbedingt eingehalten werden muss.

Eine Gefährdung des Projekts kann dann eintreten, wenn der bisherige fachliche und politische Vorlauf infrage gestellt wird. Das kann niemand verantworten wollen. Der fachliche Vorlauf hat u.a. erbracht, dass statt einer reinen Archiv- und Forschungseinrichtung ein deutlicher Anteil öffentlichkeitswirksamer Nutzungsangebote (Präsentation, Ausstellungen, Vorträge, Diskussionen, Workshops etc.) Eingang in das Projekt finden werden. Das erklärt die Größe von ca. 6500 qm Nutzfläche. Diesen Beitrag weiterlesen »

Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn: Exzellente Forschung zu exzellenter Kunst – Rahmen für documenta Institut abgesteckt Land Hessen, Stadt Kassel, documenta gGmbH und Uni Kassel kooperieren

Wiesbaden/Kassel. Das Land Hessen und die Stadt Kassel sowie die beteiligte documenta und Museum Fridericianum gGmbH mit dem documenta archiv und die Universität Kassel mit der Kunsthochschule haben den Rahmen für das geplante documenta Institut festgelegt. Das gaben Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn, der Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle, Professor Dr. Reiner Finkeldey, Präsident der Universität Kassel, und die Generaldirektorin der documenta und Museum Fridericianum gGmbH, Dr. Sabine Schormann, heute bekannt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Rachel Rose / Fridericianum

Rachel Rose: Wil-o-Wisp, 2018, Still, © Rachel Rose, Courtesy of the artist, Pilar Corrias Gallery, London und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome

Rachel Rose: Wil-o-Wisp, 2018, Still, © Rachel Rose, Courtesy of the artist, Pilar Corrias Gallery, London und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome

In Rachel Roses erster großer Einzelausstellung in Deutschland präsentiert die Künstlerin (geb. 1986 in New York) im Fridericianum in Kassel ausgewählte Videoinstallationen und eine Reihe neuer Skulpturen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Jour fixe am 14.10.2019 Gast: Farid Rakun, ruangrupa

Liebe documenta Freund*Innen,

v.l.n.r.: Gila Kolb, Jörg Sperling, Stefani Ross, Farid Rakun, Lutz Freyer. – Farid Rakun ist eines der Mitglieder des Kollektivs ruangrupa, welches die kommende documenta kuratieren wird. Vielen Dank für den Besuch bei uns! – Stefani Ross war unsere Dolmetscherin – vielen Dank! – Gila Kolb, Jörg Sperling (Vorsitzender) und Lutz Freyer zählen zum Vorstand des documenta forums.

Wir freuen uns auf einen besonderen Termin, der uns einen allerersten Ausblick auf die documenta 15 gewährt. Die documenta erfindet sich ja immer wieder neu, das erste Mal ist nicht ein/e Leiter/in zuständig, sondern ein Kollektiv. Und die Freude auf und Begeisterung über dieses Kollektiv war bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen Leitung den Mitgliedern der Findungskommission deutlich anzumerken. Diesen Beitrag weiterlesen »

Neues Goethe-Institut Fellowship am documenta archiv für internationale Kuratierende und Forschende

Johannes-Ebert, Foto: dpa / Monika Skolimowska

Johannes-Ebert, Foto: dpa / Monika Skolimowska

Das Goethe-Institut und das documenta archiv in Kassel haben ein neues Stipendienprogramm für internationale Kuratorinnen und Kuratoren sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. In sechsmonatigen Rechercheaufenthalten in Kassel erhalten insgesamt sechs Fellows ab Frühjahr 2020 die Möglichkeit, ihre lokal verankerten Recherche-Interessen in Verbindung mit einzelnen Aspekten der documenta-Geschichte zu erforschen. Ihre Ergebnisse werden anschließend in Deutschland und in ihren Herkunftsländern präsentiert. 
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Die Unendlichkeit der Innenwelten: Lucas Arruda im Museum Fridericianum

Lucas Arruda: Untitled (Deserto-Modelo), 2014, © Lucas Arruda, Courtesy of Mendes Wood DM and David Zwirner, Foto / Photo: Everton Ballardin

In der Geschichte “A Journey Around My Room” (1794) ist der Autor Xavier de Maistre sechs Wochen in sein Zimmer eingesperrt. Er nutzt seine Zeit, um die Unendlichkeit dieses Innenraums zu erkunden. Er begibt sich dabei auf eine Reise durch sein Schlafzimmer und verfasst einen Bericht über das, was er dort erlebt. Lucas Arruda erwähnt diese Geschichte in einem Interview – auch er lotet in seiner Malerei die Weite unserer Innenwelten aus.

In wenigen Tagen enden die Ausstellungen von Lucas Arruda „Deserto-Modelo“ und Ron Nagle „Euphoric Recall“, die vom 6. Juni bis 8. September 2019 im Fridericianum zu sehen waren. Sie markieren den Programmbeginn des neuen Fridericianum-Direktors Moritz Wesseler. Lucas Arruda der “aktuell am Beginn der internationalen Wahrnehmung steht”, wie es in einer Pressemeldung zu der Ausstellung heißt, hatte bereits Beginn 2017 eine vielbeachtete Ausstellung bei David Zwirner in London. Im Rahmen der Ausstellung gab er in einem Gespräch mit Angeria Rigamonti di Cutò interessante Einblicke in seine Arbeit. Ein paar Aspekte daraus finden Sie in diesem Beitrag zusammengefasst. (Das Gespräch in englischer Sprache finden Sie: HIER Diesen Beitrag weiterlesen »

„Öffnet Welten“ – Kasseler Museumsnacht 2019

Zu Gast im Bode-Saal des Hugenottenhauses: das documenta forum erinnert mit Fotos und Filmen über das documenta-Kunstwerk "Laserscape Kassel" an den im vergangenen Mai verstorbenen Künstler Horst H. Baumann.

Zu Gast im Bode-Saal des Hugenottenhauses: das documenta forum erinnert mit Fotos und Filmen über das documenta-Kunstwerk “Laserscape Kassel” an den im vergangenen Mai verstorbenen Künstler Horst H. Baumann.

08.08.2019 Zum Ausklang eines Kasseler Sommers gehört im September traditionell die Museumsnacht, die in diesem Jahr am 7. September stattfindet. Über 40 Museen und Kultureinrichtungen öffnen ihre Türen von 17 bis 1 Uhr und laden zum Entdecken ein.

Mit mehr als 350 Einzelveranstaltungen, darunter Ausstellungen, geführte Rundgänge, Lesungen sowie Kinderprogramme, Musik im Freien und ein vielfältiges kulinarisches Angebot, wird die Museumsnacht zu einem Erlebnis für alle Generationen. In der heutigen Pressekonferenz stellte Kulturdezernentin Susanne Völker gemeinsam mit Dr. Dirk Pörschmann vom Museum für Sepulkralkultur, Lena Pralle von der Museumslandschaft Hessen Kassel, Johanna Köhler von der documenta und Museum Fridericianum gGmbH sowie Andrea Behrens von Kassel Marketing das Programm zur Kasseler Museumsnacht 2019 vor. “Mit dem diesjährigen Motto ‚Öffnet Welten‘ laden wir zum Entdecken und Erkunden ein. Besucherinnen und Besucher jeden Alters können in dieser Nacht auf besondere Weise in die abwechslungsreichen Ausstellungen, künstlerischen Programme und kulturellen Angebote eintauchen. Neugier ist dafür der symbolische Schlüssel”, beschreibt Susanne Völker das Motto für den 7. September.
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Angelika Doppelbauer: Museum der Vermittlung – Kulturvermittlung in Geschichte und Gegenwart

Am 15. Juli 2019 um 19.30 Uhr hat Angelika Doppelbauer den Mitgliedern des documenta forums ihr Buch „Museum der Vermittlung. Kulturvermittlung in Geschichte und Gegenwart“ vorgestellt. Das war für alle eine sehr anregende und informative Veranstaltung. In dem folgenden Text wird das Buch kurz vorgestellt.

 

Telefonvermittlung: Illustration Valerie Tiefenbacher

Telefonvermittlung: Illustration Valerie Tiefenbacher

Im April 2019 erschien bei böhlau eine Einführung in die Kulturvermittlung. Das Buch beschäftigt sich mit Kulturvermittlung als Beruf. Es zeichnet die Geschichte des Arbeitsgebietes nach und versucht, diese in Relation zur Entwicklung der Institution Museum und ihrer Rolle in der Gesellschaft zu setzen. Der Text beschreibt, wie es zu den unterschiedlichen Bezeichnungen von Museumspädagogik bis Kulturvermittlung kam und widmet sich inhaltlichen Tendenzen und Strömungen im Feld. Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung einer eigenständigen wissenschaftlichen Theorie für das Fach der Kulturvermittlung sowie den vorherrschenden Forschungsschwerpunkten und dokumentiert den Prozess der Formulierung eines Berufsbildes.
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documenta forum unterstützt die Petition zum Erhalt von HR2 Kultur

Wir unterstützen die Inititative von Dr. Jürgen Gideon Richter:

Sehr geehrter Herr Intendant Krupp,

mit großer Bestürzung habe ich der Presse entnommen, dass beabsichtigt ist, meinen Lieblingssender zu einem reinen Musikradio umzubauen. Gerade die Literaturlesungen, der Doppelkopf und viele andere Kulturformate und Wortbeiträge machen HR2-Kultur zu einem Leuchtturm, der weit über Hessen hinausstahlt.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat in den letzten Jahren Sendungen, wie das ZDF-Nachtmagazin, sowie das Literarische und Philosophische Quartett „entsorgt“ und sich damit von Angeboten verabschiedet, die gerade im gebührenfinanzierten Rundfunk und Fernsehen ihren Platz haben müssen.

Bitte, helfen Sie mit, HR2-Kultur in der jetzigen Form zu erhalten!

Begründung
HR 2-Kultur ist der beste unter Hessens Radiosendern; insbesondere die Wortbeiträge und die Bücherlesungen machen ihn uneingeschränkt zum Lieblingssender.

Muss jetzt nach dem ZDF-Nachtmagazin, nach dem Literarischen und dem Philosophischen Quartett ein weiteres Stück wertvoller Programmgestaltung den Weg zum uniformen Dudelfunk Platz machen? Schreiben wir dem Rundfunkrat und dem Intendanten, was wir davon halten!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Dr. Jürgen Gideon Richter aus Wiesbaden

Hier geht es zur Petition: www.openpetition.de

Gruppenführung durch die Ausstellung “bauhaus | documenta. Vision und Marke” – 14. 8. 2019

Ausstellungsansicht "bauhaus I documenta. Vision und Marke" © documenta archiv / Foto: Nicolas Wefers

Ausstellungsansicht “bauhaus I documenta. Vision und Marke” © documenta archiv / Foto: Nicolas Wefers

Das documenta archiv bietet allen interessierten Mitgliedern des documenta forums am Mittwoch, dem 14.8.2019 um 16:00 Uhr eine Gruppenführung durch die Ausstellung “bauhaus | documenta. Vision und Marke”. Diesen Beitrag weiterlesen »

Jour fixe am 15.07.2019 Gast: Angelika Doppelbauer, Kulturvermittlerin

Angelika Doppelbauer stellt ihr Buch "Museum der Vermittlung" vor

Angelika Doppelbauer stellt ihr Buch “Museum der Vermittlung” vor

Liebe Mitglieder,
schneller als wir uns umsehen konnten, haben wir schon wieder den längsten Tag des Jahres hinter uns, stehen in der zweiten Jahreshälfte, kurz vor der Sommerpause. Davor wollen wir uns aber einmal damit beschäftigen was eigentlich eine Kunstvermittlerin ist. Woher kommt der Beruf und die Berufsbezeichnung – und seit wann wird das gemacht? Warum gibt es Führungen und seit wann Workshops? Wer hat wann und warum vermittelt?

Zu diesem Thema werden wir Angelika Doppelbauer kennen lernen. Sie leitet »kulturbegeistert«, eine Agentur für Ausstellungen, Vermittlung und Veranstaltungen (kulturbegeistert.at), ist Kulturvermittlerin am Oberösterreichischen Landesmuseum und Lehrbeauftragte an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich.

Darum freuen wir uns mit ihr auf zahlreiche Teilnehmer des Jour fixe und laden ein

am 15. Juli 2019 um 19.30 Uhr 

im Stadtteilzentrum West in der Elfbuchenbuchenstr. 3

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Eine neue Ära der documenta – ruangrupa im Interview mit dem Goethe-Institut Indonesien

ruangrupa, ein im Kern zehnköpfiges Kollektiv aus Künstler*innen und Kreativen aus dem indonesischen Jakarta wurde im Februar 2019 zur Künstlerischen Leitung der documenta 15 ausgewählt. Das Goethe-Institut Indonesien hat mit dem Kollektiv eine Reihe von Gesprächen geführt, die man auf dem Youtube-Kanal des Instituts sehen kann. 

Praktiken und Organisationsstrukturen

Mit Farid Rakun und Daniella Fitria Praptono sprach das Goethe-Institut über die Entwicklung, Praktiken und Organisationsstrukturen von ruangrupa.

 

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Das documenta forum Kassel spricht sich für den Karlsplatz als alternativem Standort für das geplante documenta Institut aus.

08.07.2019 Der Widerstand einiger Anlieger am Karlsplatz gegen eine Bebauung ist aus deren Sicht verständlich. Verschattung möchte niemand, in dessen Umgebung Neubauten entstehen. Nicht am Motzberg, nicht an der Kölnischen Straße, nicht in Wilhelmshöhe oder der Nordstadt. 

Dagegen steht aber das Interesse der Stadt, des Landes und des Bundes, in der Innenstadt dieses für Kassel so wichtige Bauprojekt des außeruniversitären internationalen documenta Institutes zügig zu realisieren.

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Arnold-Bode-Preis geht an Künster Hans Haacke

Copyright Hans Haacke

05.07.2019 Auf Vorschlag des Kuratoriums hat der Magistrat der Stadt Kassel als Vorstand der Arnold-Bode-Stiftung dem Künstler Hans Haacke den mit 10.000 Euro dotierten Arnold-Bode-Preis 2019 verliehen. Das teilte Kulturdezernentin Susanne Völker mit.

Die Preisverleihung findet am 30. Oktober 2019 im Kasseler Kunstverein statt. Das Preisgeld übernimmt in diesem Jahr die Kasseler Sparkasse. 

Kulturdezernentin Susanne Völker erklärte zu dem diesjährigen Arnold-Bode-Preisträger: „Hans Haacke blickt auf eine lange und bedeutende Karriere als international geachteter Konzeptkünstler zurück. Als mehrfacher documenta-Teilnehmer verbindet ihn außerdem eine besondere Beziehung mit Kassel. Deshalb freue ich mich, dass wir in diesem Jahr diesen renommierten Preis an Haacke verleihen können.“  Diesen Beitrag weiterlesen »

Stadt Kassel lud unter dem Motto „Zusammen sind wir stark!“ zu einer großen Kundgebung ein

Angesichts der Ermordung von Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und der besorgniserregenden Ereignisse der vergangenen Wochen ruft die Stadt Kassel zu einer Kundgebung unter dem Motto “Zusammen sind wir stark” auf. Dadurch soll ein Zeichen für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit gesetzt werden.

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Runder Tisch zum documenta-Institut – Große Zustimmung zum Karlsplatz

Noch bis vor kurzem musste man den Eindruck haben, der Standort des documenta-Institut am Holländischer Platz sei im Grunde beschlossene Sache. Doch die Stimmen, die sich dagegen aussprachen, wurden nicht leise. Das documenta forum hatte aus seiner Skepsis ohnehin keinen Hehl gemacht. Auch Documenta-Generaldirektorin Dr. Sabine Schormann ließ laut HNA “durchblicken”, dass sie das documenta-Institut eher in der Innenstadt sähe, auch wenn sie die Entscheidung für den Holländischen Platz akzeptiere.  Diesen Beitrag weiterlesen »

MHK – Provenienz-Forscher untersucht Städtische Kunstsammlung

Ein wichtiger Aspekt der documenta 14 war die Schärfung unseres “historischen Bewusstseins”. Dabei ging es zum Beispiel um die deutsch-griechische Geschichte, aber auch um die Historie der documenta selbst und um das Thema Raubkunst. Man denke an das Projekt der Künstlerin Maria Eichhorn in der neuen Galerie oder auch den ursprünglichen Plan der Kuratoren, auf der documenta die Gurlitt-Sammlung zu zeigen.

Auch das Gemälde »Die Tempelruinen von Selinunt« von August Bromeis wird auf seine Profenienz untersucht. Quelle: Museumslandschaft Hessen Kassel

Auch das Gemälde »Die Tempelruinen von Selinunt« von August Bromeis wird auf seine Provenienz untersucht. Quelle: Museumslandschaft Hessen Kassel

Provenienz-Forschung gab es natürlich auch schon vor 2017 und der documenta 14. Doch dank der Strahlkraft der Ausstellung wurde das Thema in einer breiteren Öffentlichkeit verstärkt wahrgenommen und in seiner weitreichenden Bedeutung erkannt und diskutiert. 

Städtischen Kunstsammlung wird auf “NS-verfolgungsbedingten Entzug” untersucht

Die Museumslandschaft Hessen Kassel beschäftigt bereits seit 2018 einen wissenschaftlichen Mitarbeiter in der Provenienz-Forschung – gefördert durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg, die Stadt Kassel sowie das Land Hessen. Untersucht wird die Eigentumshistorie der Objekte der Städtischen Kunstsammlung auf NS-verfolgungsbedingten Entzug. Diese wichtige Stelle wurde nun auf weitere zwei Jahre verlängert. 

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Jour fixe am 17.06.2019 Gast: Dr. Dirk Pörschmann, Direktor Sepulkralmuseum

links: Dr. Dirk Pörschmann, Direktor Sepulkralmuseum (Daneben: Jörg Sperling, Lutz Freyer)

links: Dr. Dirk Pörschmann, Direktor Sepulkralmuseum (Daneben: Jörg Sperling, Lutz Freyer)

Liebe Kulturfreundinnen und -freunde,

im Mai und Juni haben wir ja immer viele Gelegenheiten uns zu sehen, eine Fülle an Terminen liegt schon wieder hinter uns. Da ist es gar nicht schlimm, dass unser Jour fixe durch den Pfingstmontag mal eine Woche später stattfindet.

Schon seit Januar 2018 hat das Sepulkralmuseum eine neue Leitung, Dr. Dirk Pörschmann hat die Stelle des Direktors übernommen. Nicht nur, dass er bereits in Kassel wohnte und auch schon gearbeitet hatte, er also sein Lebensumfeld „abrunden“ konnte. Nein, man kann mittlerweile auch sagen, dass sich da was gefunden hat. Dr. Pörschmann ist angekommen, im Museum, im Team, im Thema.  Diesen Beitrag weiterlesen »

Symposium “Sind wir wirklich nie modern gewesen? Bauhaus und documenta in Wahlverwandtschaft”

vom 14. bis 15. Juni findet das öffentliche Symposium “Sind wir wirklich nie modern gewesen? Bauhaus und documenta in Wahlverwandtschaft” im Hörsaal der Kunsthochschule Kassel statt.

In insgesamt fünf Abschnitten stellt sich das Symposium der Frage nach dem Verhältnis von Bauhaus, documenta und Moderne. Es beschäftigt sich dabei mit den impliziten Modernitätsnarrativen von Bauhaus und documenta. Woher kommen die beiden miteinander verwobenen Narrative, welche Heimsuchungen haben sie erlitten, mit welchen anderen haben sie sich verbunden und welche Fäden wurden daraus gesponnen?

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