Presse und News

Offener Brief: Stadtplaner und Architekten zum Standort des documenta Instituts

 

Sehr geehrte Damen und Herren Stadtverordnete,

In der öffentlichen Diskussion am 15.11.2019 zur Bebauung des Platzes Obere Karlstraße mit dem Gebäude für das documenta Institut standen sich insbesondere zwei Positionen gegenüber:

1. Ablehnung einer Bebauung mit diesem Gebäude überhaupt wegen der Nachteile für die Anlieger, unterstützt
durch eine Unterschriftenliste;

2. Bebauung ja, aber nur bei Berücksichtigung unverzichtbarer baukultureller Bedingungen. Um diese geht es im Folgenden. Seit vielen Jahren wird um diesen so zentralen Platz der Innenstadt gerungen (i), insbesondere nach dem Bau der Tiefgarage unter dem Friedrichsplatz. Ihn als Grünfläche (mit einigen Parkplätzen) zu gestalten, könnte ihn zwar ansehnlicher machen, wäre aber angesichts benachbarter großer begrünter Flächen ökologisch nicht erforderlich und auch kein positiver Beitrag zur Belebung der Kernstadt. Mit der Tiefgarage steht ein großes Angebot an Parkplätzen zur Verfügung.

Klar sind wir uns darüber, dass welche Bebauung auch immer keine echte Stadtreparatur wird leisten können, zu gründlich sind die Zerstörungen in der einst von den Hugenotten gegründeten barocken Oberneustadt. So ist die historische Parzellen- und Blockrandbebauung nicht wieder zurückzugewinnen, dazu wurde der Platz nach der Zerstörung zu schmal angelegt. Aber wir müssen die Stadt an dieser Stelle endlich weiterbauen, um Urbanität und Dichte, Atmosphäre und Attraktivität zu erreichen. Diesen Beitrag weiterlesen »

„Baustein Zukunft“: Stadt Kassel legt Investitionsprogramm auf – 7 Mio Euro für documenta-Institut

Die Stadt Kassel legt ein Investitionsprogramm mit Schwerpunkten auf die Bereiche Bildung, Mobilität, Digitalisierung, Kultur und Sport auf.

Unter dem Stichwort „Baustein Zukunft“ fließen umfangreiche Investitionen in wesentliche Infrastruktur-Projekte wie eine Straßenbahn-Linie nach Harleshausen mit dem Umbau der Drei Brücken, der Stärkung des Radverkehrs, die Modernisierung von Schul- und Kita-Gebäuden sowie die Kinderbetreuung und das noch zu bauende documenta-Institut.

„Kassel soll das beste Zuhause werden. Mit ,Baustein Zukunft‘ setzen wir im Rahmen unserer kommunalen Gesamtstrategie ein starkes Zeichen auf dem Weg dorthin – für die Infrastruktur in unserer Stadt“, betonte Oberbürgermeister Christian Geselle. „Insgesamt investiert die Stadt Kassel gut 155 Millionen Euro. Wir verfolgen damit konsequent unser Ziel weiter, die Lebensqualität spürbar zu verbessern – mit den strategischen Zielfeldern Arbeit und Bildung, Wohnen und Mobilität sowie Digitalisierung.“  Diesen Beitrag weiterlesen »

»about: documenta« – Neue Dauerausstellung zur documenta in Kassel eröffnet

Gemeinsam mit der documenta und Museum Fridericianum gGmbH und dem documenta archiv hat die Museumslandschaft Hessen Kassel eine Dauerausstellung zur Geschichte und Rezeption der documenta in Verbindung mit einer neuen Präsentation der documenta Erwerbungen entwickelt. Die Ausstellung im 1. Obergeschoss der Neuen Galerie will die dauerhafte Präsenz der alle fünf Jahre in Kassel stattfindenden documenta Ausstellungen stärken. Am Donnerstag, den 21. November 2019 wird die neue Dauerausstellung offiziell von Staatsministerin Angela Dorn, dem Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Christian Geselle und Vertretern der beteiligten Institutionen eröffnet.

Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn: »Die documenta begeistert alle, die sich für Kunst interessieren, und jede Ausgabe lenkt auf ihre Art das internationale Gespräch über Kunst in neue Bahnen. Umso wichtiger ist, dass wir der documenta auch in den Jahren zwischen den Ausstellungen in Kassel einen Ort geben, an dem die Kunstwerke und ihre Geschichte erlebt werden können. Die Dauerausstellung regt die Besucherinnen und Besucher an, sich selbst Gedanken über die Vergangenheit und Zukunft der documenta zu machen. Dafür ist die Neue Galerie der ideale Ort: Seit 1964 wird sie für die Zwecke der jeweiligen documenta Ausstellung genutzt, seit 1982 baut sie eine Sammlung an documenta Kunstwerken mit Unterstützung der Stadt Kassel und des Landes Hessen auf.« Diesen Beitrag weiterlesen »

Symposium im Deutschen Historischen Museum: “documenta. Geschichte / Kunst / Politik”

Das Deutsche Historische Museum lud am 15. Oktober 2019 zur Fortsetzung der Reihe Historische Urteilskraft ein. Die erste Veranstaltung diskutierte 2018 unter dem Titel „Die Säule von Cape Cross. Koloniale Objekte und historische Gerechtigkeit“ den Umgang mit diesem umstrittenen kolonialen Objekt in der Dauerausstellung des Museums mit Expertinnen und Experten aus Afrika und Europa.

Das Symposium im Oktober 2019 setzte mit einer der größten und international bedeutendsten Kunstausstellungen auseinander: der documenta. 

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Offener Brief des Runden Tisches der Kasseler Kulturvereine

Das lange geplante documenta Institut ist nach einhelliger Meinung von Stadtpolitik und Stadtgesellschaft ein Meilenstein in der Weiterentwicklung des documenta Archivs und der Forschung zu der Weltkunstausstellung. Stadt, Land Hessen und der Bund engagieren sich gemeinsam, auch finanziell. Insbesondere die Zusage des Bundes ist an eine Realisierung in einem definierten Zeitrahmen gebunden, der deshalb unbedingt eingehalten werden muss.

Eine Gefährdung des Projekts kann dann eintreten, wenn der bisherige fachliche und politische Vorlauf infrage gestellt wird. Das kann niemand verantworten wollen. Der fachliche Vorlauf hat u.a. erbracht, dass statt einer reinen Archiv- und Forschungseinrichtung ein deutlicher Anteil öffentlichkeitswirksamer Nutzungsangebote (Präsentation, Ausstellungen, Vorträge, Diskussionen, Workshops etc.) Eingang in das Projekt finden werden. Das erklärt die Größe von ca. 6500 qm Nutzfläche. Diesen Beitrag weiterlesen »

Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn: Exzellente Forschung zu exzellenter Kunst – Rahmen für documenta Institut abgesteckt Land Hessen, Stadt Kassel, documenta gGmbH und Uni Kassel kooperieren

Wiesbaden/Kassel. Das Land Hessen und die Stadt Kassel sowie die beteiligte documenta und Museum Fridericianum gGmbH mit dem documenta archiv und die Universität Kassel mit der Kunsthochschule haben den Rahmen für das geplante documenta Institut festgelegt. Das gaben Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn, der Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle, Professor Dr. Reiner Finkeldey, Präsident der Universität Kassel, und die Generaldirektorin der documenta und Museum Fridericianum gGmbH, Dr. Sabine Schormann, heute bekannt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Rachel Rose / Fridericianum

Rachel Rose: Wil-o-Wisp, 2018, Still, © Rachel Rose, Courtesy of the artist, Pilar Corrias Gallery, London und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome

Rachel Rose: Wil-o-Wisp, 2018, Still, © Rachel Rose, Courtesy of the artist, Pilar Corrias Gallery, London und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome

In Rachel Roses erster großer Einzelausstellung in Deutschland präsentiert die Künstlerin (geb. 1986 in New York) im Fridericianum in Kassel ausgewählte Videoinstallationen und eine Reihe neuer Skulpturen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Neues Goethe-Institut Fellowship am documenta archiv für internationale Kuratierende und Forschende

Johannes-Ebert, Foto: dpa / Monika Skolimowska

Johannes-Ebert, Foto: dpa / Monika Skolimowska

Das Goethe-Institut und das documenta archiv in Kassel haben ein neues Stipendienprogramm für internationale Kuratorinnen und Kuratoren sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. In sechsmonatigen Rechercheaufenthalten in Kassel erhalten insgesamt sechs Fellows ab Frühjahr 2020 die Möglichkeit, ihre lokal verankerten Recherche-Interessen in Verbindung mit einzelnen Aspekten der documenta-Geschichte zu erforschen. Ihre Ergebnisse werden anschließend in Deutschland und in ihren Herkunftsländern präsentiert. 
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Die Unendlichkeit der Innenwelten: Lucas Arruda im Museum Fridericianum

Lucas Arruda: Untitled (Deserto-Modelo), 2014, © Lucas Arruda, Courtesy of Mendes Wood DM and David Zwirner, Foto / Photo: Everton Ballardin

In der Geschichte “A Journey Around My Room” (1794) ist der Autor Xavier de Maistre sechs Wochen in sein Zimmer eingesperrt. Er nutzt seine Zeit, um die Unendlichkeit dieses Innenraums zu erkunden. Er begibt sich dabei auf eine Reise durch sein Schlafzimmer und verfasst einen Bericht über das, was er dort erlebt. Lucas Arruda erwähnt diese Geschichte in einem Interview – auch er lotet in seiner Malerei die Weite unserer Innenwelten aus.

In wenigen Tagen enden die Ausstellungen von Lucas Arruda „Deserto-Modelo“ und Ron Nagle „Euphoric Recall“, die vom 6. Juni bis 8. September 2019 im Fridericianum zu sehen waren. Sie markieren den Programmbeginn des neuen Fridericianum-Direktors Moritz Wesseler. Lucas Arruda der “aktuell am Beginn der internationalen Wahrnehmung steht”, wie es in einer Pressemeldung zu der Ausstellung heißt, hatte bereits Beginn 2017 eine vielbeachtete Ausstellung bei David Zwirner in London. Im Rahmen der Ausstellung gab er in einem Gespräch mit Angeria Rigamonti di Cutò interessante Einblicke in seine Arbeit. Ein paar Aspekte daraus finden Sie in diesem Beitrag zusammengefasst. (Das Gespräch in englischer Sprache finden Sie: HIER Diesen Beitrag weiterlesen »

„Öffnet Welten“ – Kasseler Museumsnacht 2019

Zu Gast im Bode-Saal des Hugenottenhauses: das documenta forum erinnert mit Fotos und Filmen über das documenta-Kunstwerk "Laserscape Kassel" an den im vergangenen Mai verstorbenen Künstler Horst H. Baumann.

Zu Gast im Bode-Saal des Hugenottenhauses: das documenta forum erinnert mit Fotos und Filmen über das documenta-Kunstwerk “Laserscape Kassel” an den im vergangenen Mai verstorbenen Künstler Horst H. Baumann.

08.08.2019 Zum Ausklang eines Kasseler Sommers gehört im September traditionell die Museumsnacht, die in diesem Jahr am 7. September stattfindet. Über 40 Museen und Kultureinrichtungen öffnen ihre Türen von 17 bis 1 Uhr und laden zum Entdecken ein.

Mit mehr als 350 Einzelveranstaltungen, darunter Ausstellungen, geführte Rundgänge, Lesungen sowie Kinderprogramme, Musik im Freien und ein vielfältiges kulinarisches Angebot, wird die Museumsnacht zu einem Erlebnis für alle Generationen. In der heutigen Pressekonferenz stellte Kulturdezernentin Susanne Völker gemeinsam mit Dr. Dirk Pörschmann vom Museum für Sepulkralkultur, Lena Pralle von der Museumslandschaft Hessen Kassel, Johanna Köhler von der documenta und Museum Fridericianum gGmbH sowie Andrea Behrens von Kassel Marketing das Programm zur Kasseler Museumsnacht 2019 vor. “Mit dem diesjährigen Motto ‚Öffnet Welten‘ laden wir zum Entdecken und Erkunden ein. Besucherinnen und Besucher jeden Alters können in dieser Nacht auf besondere Weise in die abwechslungsreichen Ausstellungen, künstlerischen Programme und kulturellen Angebote eintauchen. Neugier ist dafür der symbolische Schlüssel”, beschreibt Susanne Völker das Motto für den 7. September.
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Angelika Doppelbauer: Museum der Vermittlung – Kulturvermittlung in Geschichte und Gegenwart

Am 15. Juli 2019 um 19.30 Uhr hat Angelika Doppelbauer den Mitgliedern des documenta forums ihr Buch „Museum der Vermittlung. Kulturvermittlung in Geschichte und Gegenwart“ vorgestellt. Das war für alle eine sehr anregende und informative Veranstaltung. In dem folgenden Text wird das Buch kurz vorgestellt.

 

Telefonvermittlung: Illustration Valerie Tiefenbacher

Telefonvermittlung: Illustration Valerie Tiefenbacher

Im April 2019 erschien bei böhlau eine Einführung in die Kulturvermittlung. Das Buch beschäftigt sich mit Kulturvermittlung als Beruf. Es zeichnet die Geschichte des Arbeitsgebietes nach und versucht, diese in Relation zur Entwicklung der Institution Museum und ihrer Rolle in der Gesellschaft zu setzen. Der Text beschreibt, wie es zu den unterschiedlichen Bezeichnungen von Museumspädagogik bis Kulturvermittlung kam und widmet sich inhaltlichen Tendenzen und Strömungen im Feld. Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung einer eigenständigen wissenschaftlichen Theorie für das Fach der Kulturvermittlung sowie den vorherrschenden Forschungsschwerpunkten und dokumentiert den Prozess der Formulierung eines Berufsbildes.
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documenta forum unterstützt die Petition zum Erhalt von HR2 Kultur

Wir unterstützen die Inititative von Dr. Jürgen Gideon Richter:

Sehr geehrter Herr Intendant Krupp,

mit großer Bestürzung habe ich der Presse entnommen, dass beabsichtigt ist, meinen Lieblingssender zu einem reinen Musikradio umzubauen. Gerade die Literaturlesungen, der Doppelkopf und viele andere Kulturformate und Wortbeiträge machen HR2-Kultur zu einem Leuchtturm, der weit über Hessen hinausstahlt.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat in den letzten Jahren Sendungen, wie das ZDF-Nachtmagazin, sowie das Literarische und Philosophische Quartett „entsorgt“ und sich damit von Angeboten verabschiedet, die gerade im gebührenfinanzierten Rundfunk und Fernsehen ihren Platz haben müssen.

Bitte, helfen Sie mit, HR2-Kultur in der jetzigen Form zu erhalten!

Begründung
HR 2-Kultur ist der beste unter Hessens Radiosendern; insbesondere die Wortbeiträge und die Bücherlesungen machen ihn uneingeschränkt zum Lieblingssender.

Muss jetzt nach dem ZDF-Nachtmagazin, nach dem Literarischen und dem Philosophischen Quartett ein weiteres Stück wertvoller Programmgestaltung den Weg zum uniformen Dudelfunk Platz machen? Schreiben wir dem Rundfunkrat und dem Intendanten, was wir davon halten!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Dr. Jürgen Gideon Richter aus Wiesbaden

Hier geht es zur Petition: www.openpetition.de

Eine neue Ära der documenta – ruangrupa im Interview mit dem Goethe-Institut Indonesien

ruangrupa, ein im Kern zehnköpfiges Kollektiv aus Künstler*innen und Kreativen aus dem indonesischen Jakarta wurde im Februar 2019 zur Künstlerischen Leitung der documenta 15 ausgewählt. Das Goethe-Institut Indonesien hat mit dem Kollektiv eine Reihe von Gesprächen geführt, die man auf dem Youtube-Kanal des Instituts sehen kann. 

Praktiken und Organisationsstrukturen

Mit Farid Rakun und Daniella Fitria Praptono sprach das Goethe-Institut über die Entwicklung, Praktiken und Organisationsstrukturen von ruangrupa.

 

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Das documenta forum Kassel spricht sich für den Karlsplatz als alternativem Standort für das geplante documenta Institut aus.

08.07.2019 Der Widerstand einiger Anlieger am Karlsplatz gegen eine Bebauung ist aus deren Sicht verständlich. Verschattung möchte niemand, in dessen Umgebung Neubauten entstehen. Nicht am Motzberg, nicht an der Kölnischen Straße, nicht in Wilhelmshöhe oder der Nordstadt. 

Dagegen steht aber das Interesse der Stadt, des Landes und des Bundes, in der Innenstadt dieses für Kassel so wichtige Bauprojekt des außeruniversitären internationalen documenta Institutes zügig zu realisieren.

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Arnold-Bode-Preis geht an Künster Hans Haacke

Copyright Hans Haacke

05.07.2019 Auf Vorschlag des Kuratoriums hat der Magistrat der Stadt Kassel als Vorstand der Arnold-Bode-Stiftung dem Künstler Hans Haacke den mit 10.000 Euro dotierten Arnold-Bode-Preis 2019 verliehen. Das teilte Kulturdezernentin Susanne Völker mit.

Die Preisverleihung findet am 30. Oktober 2019 im Kasseler Kunstverein statt. Das Preisgeld übernimmt in diesem Jahr die Kasseler Sparkasse. 

Kulturdezernentin Susanne Völker erklärte zu dem diesjährigen Arnold-Bode-Preisträger: „Hans Haacke blickt auf eine lange und bedeutende Karriere als international geachteter Konzeptkünstler zurück. Als mehrfacher documenta-Teilnehmer verbindet ihn außerdem eine besondere Beziehung mit Kassel. Deshalb freue ich mich, dass wir in diesem Jahr diesen renommierten Preis an Haacke verleihen können.“  Diesen Beitrag weiterlesen »

Runder Tisch zum documenta-Institut – Große Zustimmung zum Karlsplatz

Noch bis vor kurzem musste man den Eindruck haben, der Standort des documenta-Institut am Holländischer Platz sei im Grunde beschlossene Sache. Doch die Stimmen, die sich dagegen aussprachen, wurden nicht leise. Das documenta forum hatte aus seiner Skepsis ohnehin keinen Hehl gemacht. Auch Documenta-Generaldirektorin Dr. Sabine Schormann ließ laut HNA “durchblicken”, dass sie das documenta-Institut eher in der Innenstadt sähe, auch wenn sie die Entscheidung für den Holländischen Platz akzeptiere.  Diesen Beitrag weiterlesen »

MHK – Provenienz-Forscher untersucht Städtische Kunstsammlung

Ein wichtiger Aspekt der documenta 14 war die Schärfung unseres “historischen Bewusstseins”. Dabei ging es zum Beispiel um die deutsch-griechische Geschichte, aber auch um die Historie der documenta selbst und um das Thema Raubkunst. Man denke an das Projekt der Künstlerin Maria Eichhorn in der neuen Galerie oder auch den ursprünglichen Plan der Kuratoren, auf der documenta die Gurlitt-Sammlung zu zeigen.

Auch das Gemälde »Die Tempelruinen von Selinunt« von August Bromeis wird auf seine Profenienz untersucht. Quelle: Museumslandschaft Hessen Kassel

Auch das Gemälde »Die Tempelruinen von Selinunt« von August Bromeis wird auf seine Provenienz untersucht. Quelle: Museumslandschaft Hessen Kassel

Provenienz-Forschung gab es natürlich auch schon vor 2017 und der documenta 14. Doch dank der Strahlkraft der Ausstellung wurde das Thema in einer breiteren Öffentlichkeit verstärkt wahrgenommen und in seiner weitreichenden Bedeutung erkannt und diskutiert. 

Städtischen Kunstsammlung wird auf “NS-verfolgungsbedingten Entzug” untersucht

Die Museumslandschaft Hessen Kassel beschäftigt bereits seit 2018 einen wissenschaftlichen Mitarbeiter in der Provenienz-Forschung – gefördert durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg, die Stadt Kassel sowie das Land Hessen. Untersucht wird die Eigentumshistorie der Objekte der Städtischen Kunstsammlung auf NS-verfolgungsbedingten Entzug. Diese wichtige Stelle wurde nun auf weitere zwei Jahre verlängert. 

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Horst H. Baumann, der Vater des Kasseler Lasers ist tot

Foto: Jörg Sperling Documenta-Künstler Horst H. Baumann

Documenta-Künstler Horst H. Baumann (Foto: Jörg Sperling)

Der Künstler Horst H. Baumann ist gestorben. Er war auf besondere Weise mit Kassel verbunden: für die Documenta 6 (1977) schuf er die erste permanente Laserskulptur der Welt. Heute gehört der „Laserscape“ zum Stadtbild Kassels und wird auch künftig an Baumann erinnern.

Über Umwege zur Kunst

Baumann wurde 1934 in Aachen geboren. Sein Weg zur Kunst war nicht geradlig: Zunächst studierte er Hüttentechnik, später Pädagogik und schließlich Philosophie und Medien. Seit 1957 – er war gerade Anfang 20 –  arbeitete Baumann als Fotograf und Designer. Er verkaufte seine Bilder an Zeitschriften, zum Beispiel an das bekannte Magazin “Twen”. Als Fotograf “entdeckte” er schließlich seine Faszination für die Möglichkeiten des Lichts selbst.

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documenta 14-Arbeit „View from Above“ von Hiwa K ist in das Stadtmuseum zurückgekehrt

Jörg Sperling, hier in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Vereins Freunde des Stadtmuseums e.V., Kulturdezernentin Susanne Völker und Museumsleiter Dr. Kai Füldner präsentieren "View from Above“ von Hiwa K im Stadtmuseum Kassel

Jörg Sperling, hier in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Vereins Freunde des Stadtmuseums e.V., Kulturdezernentin Susanne Völker und Museumsleiter Dr. Kai Füldner präsentieren “View from Above“ von Hiwa K im Stadtmuseum Kassel | Quelle: Stadt Kassel; Foto: Dieter Schachtschneider

27.05.2019 | Das documenta 14 Kunstwerk von Hiwa K „View from Above“ ist jetzt Teil der Dauerausstellung im Stadtmuseum Kassel. Kulturdezernentin Susanne Völker stellte die Arbeit im Beisein von Museumsleiter Dr. Kai Füldner und dem Vorstandsmitglied des Vereins Freunde des Stadtmuseums e.V., Jörg Sperling, vor.

Der Videofilm ist nun im Raum des Modells der im 2. Weltkrieg zerstörten Stadt Kassel des Stadtmuseums zu sehen. Dazu ist der ursprünglich nur englischsprachige Film mit deutschen Untertiteln versehen worden. Hiwa K hatte diese Arbeit im Jahr 2017 für die documenta 14 erstellt. Das Video „View from Above“ wurde für die Zeit der documenta 14 im Stadtmuseum installiert, 2018 ist es über die Stadt Kassel von dem Verein Freunde des Stadtmuseums e.V. angekauft worden.

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Sabine Schormann, Generaldirektorin documenta und Museum Fridericianum gGmbH zur Wiederaufstellung des „Fremdlinge und Flüchtlinge Monument“ von Olu Oguibe

Dr. Sabine Schormann Bildquelle: Niedersächsische Sparkassenstiftung, www.nsks.de

Dr. Sabine Schormann Bildquelle: Niedersächsische Sparkassenstiftung, www.nsks.de

18 April 2019 Dr. Sabine Schormann: „Ich bedauere sehr, dass ich heute nicht vor Ort in Kassel sein kann. Mir bedeutet es viel, dass dieses wichtige documenta 14 Kunstwerk nun dauerhaft zurück in Kassels Mitte ist.

Dass der Wiederaufbau am Standort Treppenstraße möglich wurde, ist nicht zuletzt den Kasseler Bürgern zu verdanken, die sich für den Erhalt eingesetzt haben. Ihnen gilt mein großes Dankeschön genauso wie allen Verantwortlichen und dem Künstler, Olu Oguibe. Die Stadtgesellschaft ist nun eingeladen, den Obelisken bei einem Bürgerfest an seinem neuen Standort zu begrüßen. Dazu lädt die Treppe 4 am Samstag den 11. Mai 2019.“