Bildquelle: ©documenta-archiv-Günther-Becker, Inv.-Nr.: docA_MS_do1_10011670

Opfer oder Täter? Thesen zur nationalsozialistischen Vergangenheit der Kuratoren der ersten documenta

Pressemeldung documenta: Die digitale Tagung am 11. Juni 2021 widmet sich der Geschichte der ersten documenta (1955) und der Verbindung ihrer Kuratoren zum Nationalsozialismus. Die Tagung entsteht in Zusammenarbeit der Kunsthochschule Kassel/Universität Kassel mit dem documenta archiv und kann im Livestream über Youtube verfolgt werden.


Digitale Tagung
Freitag, 11. Juni 2021, 10–17 Uhr
Livestream über YouTube
Moderation: Dr. Birgitta Coers und Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken


Die Kunsthochschule Kassel (Studiengang Kunstwissenschaft) und das documenta archiv veranstalten am 11. Juni 2021 eine öffentliche digitale Tagung zur Verbindung der ersten documenta mit dem Nationalsozialismus. Im Zentrum stehen die damaligen Co-Kuratoren der Ausstellung Werner Haftmann und Kurt Martin, die nachweislich die NSDAP-Mitgliedschaft (Haftmann) innehatten oder während der NS-Diktatur als Kustos (Martin) angestellt waren. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, mit welcher Motivation Werke aus der Ausstellung „Entartete Kunst“ auf der ersten documenta gezeigt wurden.

Auf drei Panels diskutieren über die damit verbundenen Fragestellungen:

Ingo Arend, Wolfgang Benz, Tabea Brinkmann, Heinz Bude, Nanne Buurman, Nikola Doll, Christian Fuhrmeister, Dorothee Gerkens, Eckhard Gillen, Walter Grasskamp, Stefan Greif, Ayşe Güleç, Katja Häckel, Pia Jansen, Alexis Joachimides, Justus Lange, Stefan Koldehoff, Gerhard Panzer, Alexia Pooth, Volker Rattemeyer, Tessa Rosebrock, Thomas Rudert, Anna Rühl, Sabine Schormann, Sylvia Stöbe, Julia Voss, Lena Voss und Alexandra Winterhoff.


Programm

10–11.30 Uhr
NSDAP-Mitgliedschaft und Kuration/Kustodie während der NS-Herrschaft
Moderation: Dr. Birgitta Coers, Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken, Dr. Harald Kimpel
Teilnehmer*innen: Ingo Arend, Wolfgang Benz, Heinz Bude, Christian Fuhrmeister, Ayşe Güleç, Katja Häckel, Alexia Pooth, Tessa Rosebrock, Thomas Rudert und Sylvia Stöbe


11.30–12.30 Uhr
Pause


12.30–14 Uhr
Wie lässt sich das Verhältnis der betroffenen historischen Personen zur modernen Kunst und Ausstellungen zur modernen Kunst definieren? Welche Rolle spielte die Kunstkritik?
Moderation: Dr. Birgitta Coers, Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken, Dr. Harald Kimpel
Teilnehmer*innen: Dorothee Gerkens, Eckhard Gillen, Stefan Greif, Pia Jansen, Alexis Joachimides, Gerhard Panzer und Julia Voss


14–15 Uhr
Pause


15–16.30 Uhr
Kontinuitäten. Netzwerk im NS: Kunsthandel, Sammler, Kulturpolitik. Werke der modernen Kunst als Bestandteil des Konvoluts „Entartete Kunst“ und als Exponate der ersten documenta

Moderation: Dr. Birgitta Coers, Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken, Dr. Harald Kimpel
Teilnehmer*innen: Tabea Brinkmann, Nanne Buurman, Nikola Doll, Walter Grasskamp, Stefan Koldehoff, Justus Lange, Tessa Rosebrock, Anna Rühl, Lena Voss und Alexandra Winterhoff


16.30–17 Uhr
Abschlusspanel: Fragen! Antworten? Fragen!… Welche Schlussfolgerungen lassen sich ausgehend von den Diskussionen und dem bisherigen Kenntnisstand ziehen?
Moderation: Dr. Birgitta Coers, Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken, Dr. Harald Kimpel
Teilnehmer*innen: Heinz Bude, Nikola Doll, Eckhard Gillen, Katja Häckel, Pia Jansen, Alexis Joachimides, Stefan Koldehoff, Volker Rattemeyer, Sabine Schormann und Julia Voss


Eine Zusammenarbeit der Kunsthochschule Kassel/Universität Kassel und des documenta archivs, Kassel.

Die Tagung wird von der Fritz Thyssen Stiftung finanziert.

Bildquelle: ©documenta-archiv-Günther-Becker, Inv.-Nr.: docA_MS_do1_10011670