Unter der Überschrift „Die Entwicklung der Künstler-Nekropole in den letzten Jahren“ hat am Freitag, 15. August, eine Führung von Gerold Eppler, dem stellvertretenden Leiter des Kasseler Museums für Sepulkralkultur, für die Mitglieder des documenta forums stattgefunden.
Die Künstler-Nekropole ist ein Friedhof, eine Parkanlage und ein Kunstwerk im Habichtswald. Initiiert wurde sie vom documenta-Künstler Harry Kramer, der an der Kunsthochschule Kassel eine Professur innehatte. Künstlerinnen und Künstler schaffen für die Nekropole zu Lebzeiten ihre Grabstätten mit dem Ziel, dort beigesetzt zu werden.
In rund drei Stunden wurden auf circa 1,5 Kilometer die 12 Grab- und Gedenkstätten besucht, die seit 1992 entstanden sind. „Durch die Künstler-Nekropole hat das Grabmal an sich seine Bedeutung für die Kunst wiedererlangt, die es spätestens im 19. Jahrhundert verloren hatte“, so Gerold Eppler. Er wies auf zahlreiche Details und Besonderheiten der künstlerischen Arbeiten hin und erläuterte Hintergründe. Zu erfahren war beispielsweise, dass Fritz Schwegler in einer hasenförmigen Urne in seinem Monument ruht, der Initiator der Nekropole, Harry Kramer, anonym in der Nekropole beigesetzt worden ist und Timm Ulrichs genaue Anweisungen zur Verwendung seiner Asche nach seinem Tod hinterlegt hat. Geschichten zur Entstehung der Nekropole wurden zudem von Zeitzeugen beigetragen, die Mitglieder im documenta forum sind.
Für ein Picknick im wohltemperierten Kuppelbau von Gernot Minke hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Speisen und Getränke mitgebracht, wurden aber auch von den Vorstandsmitgliedern Horst Schween, Axel Knüppel und Pascal Heußner mit Gebäck und Kaffee freundlich versorgt.
Weitere Informationen zur Künstler-Nekropole und ihrer Entstehung
HTTPS://WWW.SEPULKRALMUSEUM.DE/FORSCHUNG/FORSCHUNG-ZUR-SEPULKRALKULTUR/KUENSTLERNEKROPOLE
Petra Bohnenkamp









