Das documenta forum Kassel spricht sich für den Karlsplatz als alternativem Standort für das geplante documenta Institut aus.

08.07.2019 Der Widerstand einiger Anlieger am Karlsplatz gegen eine Bebauung ist aus deren Sicht verständlich. Verschattung möchte niemand, in dessen Umgebung Neubauten entstehen. Nicht am Motzberg, nicht an der Kölnischen Straße, nicht in Wilhelmshöhe oder der Nordstadt. 

Dagegen steht aber das Interesse der Stadt, des Landes und des Bundes, in der Innenstadt dieses für Kassel so wichtige Bauprojekt des außeruniversitären internationalen documenta Institutes zügig zu realisieren.

Große Chance zur Belebung des Quartiers

Auch die Vereinigung der City-Kaufleute hatte im Frühjahr einen innerstädtischen Bauplatz favorisiert. Das Grundstück ist im Besitz der Stadt und kann somit auch als wichtiger Beitrag der Stadt an der Finanzierung des Projektes dienen. Alternative Parkplätze sind ausreichend in der nahen Parkgarage am Friedrichsplatz vorhanden.

In der Vergangenheit sind mehrere Alternativstandorte zum Holländischen Platz diskutiert worden. Das documenta forum sieht in der Realisierung des Institutes am Karlsplatz eine kurzfristig zu planende Alternative. Dieser Platz bedarf wie kaum ein anderer in der Kasseler Innenstadt einer städtebaulichen Umgestaltung.

Das Gebäude ist niemals als monolithischer Block gedacht gewesen, sondern als transparenter Bau der die Stadtgesellschaft mit Präsentationen und Vorträgen gerade zwischen den documenta Ausstellungen informiert. Das bietet eine große Chance zur Belebung des Quartiers und enthält Synergie Effekte für die Anlieger. Auch der benachbarte Café-Eigner könnte in dem Gebäude ein vorgesehenes Bistro betreiben.

Entscheidend ist, dass jetzt alle Fraktionen im Stadtparlament gemeinsam eindeutige Beschlüsse herbeiführen, damit der Planungsprozess und die notwendigen Ausschreibungen zügig beginnen können.