Geschäftsbericht 8. 11. 2013 bis 10. 11. 2014

Die wichtigste Neuerung in diesem Jahr ist, dass wir unseren traditionellen Standort im Kulturbahnhof aufgeben mussten und unseren Versammlungsort in die Untere Karlsstraße 8 verlegen durften. Das haben wir der documenta GmbH und der Gastprofessorin von Hantelmann zu verdanken. Allerdings mussten wir mit Rücksicht auf die Seminare in dem Raum dazu übergehen, uns nun immer am zweiten Montag im Monat um 19.30 Uhr zu treffen.

Ansonsten haben auf ein lebhaftes Jahr zurückzublicken, ein Jahr mit zahlreichen fruchtbaren Begegnungen und Gesprächen. Im Januar führte uns Susanne Pfeffer durch die Ausstellung “speculations on anonymous materials” (Foto). Im Februar hatten wir Dr. Gerd Mörsch zu Gast, der sich als neuer Leiter des documenta Archivs vorstellte und den Ausbau- und Problemstand des Archivs umriss.

Einen Monat später änderten wir kurzfristig Planung und legten einen Jan Hoet-Gedächtnisabend ein, nachdem uns die Meldung vom Tod Jan Hoets erfahren hatte. Das Zentrum des Erinnerungsabends bildete ein Film des hr.

Im April stellte sich uns die neue documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff vor, die uns mit großen Kenntnisreichtum zu documenta-Details überraschte. Sie deutete auch erste Projekte an: Sie will die Außenkunstwerke der documenta zum Strahlen bringen und sie will den 60. Geburtstag der documenta am 15. Juli 2015 zu einem Ereignis machen.

Im Mai führte uns Dr. Dorothée Gerkens, die Leiterin der Neuen Galerie durch die Wols-Ausstellung. Die Ausstellung war insofern bemerkenswert, als sie modellhaft vorführte, wie in einer solchen Ausstellung partiell documenta-Geschichte aufgearbeitet werden kann.

Und im Oktober schließlich stellten sich Henriette Gallus und Christoph Platz vor, die beide zum Team von Carolyn Christov-Bakargiev gehörten und nun unter Adam Szymczyk für die Kommunikation und die Ausstellungsleitung zuständig sind. Zusätzlichen Zündstoff erhielt das Gespräch dadurch, dass Szymczyk eine Woche zuvor in der Kunsthochschule angekündigt hatte, auch Athen zu einem documenta-Schauplatz zu machen. Vielleicht werden wir auch heute nochmals darüber sprechen.

An zwei weiteren Jour fixe-Abenden hatten wir interne Fragen besprochen und unseren Beitrag zur Museumsnacht vorbereitet. Dieser Beitrag, den Juliane Sattler und Lutz Freyer in Zusammenarbeit mit dem documenta Archiv vorbereitet hatten, wurde ein voller Erfolg: 13 Mitglieder des documenta forums stellten jeweils einen Schatz aus dem documenta Archiv vor. So kamen völlig unterschiedliche Sichtweisen auf die documenta-Geschichte zu Wort. Da auch noch andere Erinnerungen zu verarbeiten waren und einige Dinge näher zu erläutern waren, widmeten wir auch den Jour fixe nach der Museumsnacht dieser Präsentation. Wir sollten überlegen, ob wir in diesem Jahr mit einer vergleichbaren Veranstaltung zur Museumsnacht aufwarten können.

Auf Drängen von Regina Oesterling und Gert Hausmann setzten wir uns mit der Kommunikation des documenta forums auseinander. Anfangs war die Skepsis sehr groß. Bei dem Wirbel um das Athener Gastspiel im Jahre 2017 aber bewährte sich der facebook-Auftritt des documenta forums. Beiden Initiatoren ist für ihre unermüdlichen Bemühungen, die facebook-Seite aktuell und attraktiv zu gestalten, herzlichst zu danken.

Neben den Regularien zur Entlastung und Neuwahl des Vorstandes haben wir die Neufassung der Satzung auf die Tagesordnung gesetzt. Nicht weil die inhaltliche Ausrichtung des documenta forums geändert werden sollte. Im Gegenteil, die soll bleiben wie bisher. Aber wir wollen der Satzung eine knappe und klare Form geben und Abschied nehmen von unsinnigen Bestimmungen wie der, die Zahl der Mitglieder könne beschränkt werden. Denn wir wollen möglichst viele neue Mitglieder finden. Christa Thiel, Prof. Hans Brinckmann und Horst Schween haben einen Satzungsentwurf, der dem Vereinsrecht entspricht, vorgelegt. Wir hoffen, dass Sie ihm zustimmen.