5. Oktober 2022

Kunst­hochschule Kassel – Aus­stel­lungs­hal­le wird am 06. Mai offiziell eröffnet

Die Halle mit 450 Quadratmetern Nutzfläche soll als Ausstellungshalle ebenso dienen wie zur Bearbeitung von großformatigen Kunstobjekten. Der kompakte, rechteckige und eingeschossige Bau wurde in einem Innenhof des denkmalgeschützten Baus von Paul Friedrich Posenenske am Rande der barocken Karlsaue errichtet. Damit greifen Universität und Kunsthochschule auf einen Standort zurück, den Posenenske selbst für eine mögliche Erweiterung vorgesehen hatte.  Finanziert wurde der Bau mit ca. 4 Mio. Euro aus dem Hochschulpakt 2020 von Bund und Ländern. Bauherrin ist das Land Hessen – vertreten durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Abstimmung mit dem Ministerium der Finanzen – vertreten durch die Universität Kassel, Abteilung Bau, Technik und Liegenschaften.

Mit rund fünf Metern Höhe in einem einzigen Geschoss bleibt der Neubau unterhalb des benachbarten Hörsaal-Trakts. Das Gebäudeinnere ist flexibel gestaltbar, mit viel Tageslicht. Der Architekt Markus Innauer spricht von „einem unverwechselbaren Raum, einem entschleunigten Ort, der von einer Aura großer Entspanntheit geprägt ist.“ Das österreichische Architektur-Büro Innauer Matt Architekten ZT GmbH hatte im Wettbewerb für die Erweiterung der Kunsthochschule Kassel den 1. Preis gewonnen. 

Bereits vor der offiziellen Eröffnung der neuen Ausstellungshalle hatten Student:innen der Klasse Slotawa im Februar dort ihre Arbeiten gezeigt, um „Routine zu gewinnen“. So gab es bei einer „Fliegenden Eröffnung“, wie es Martin Schmidl, Rektor der Kunsthochschule nannte, erste Einblicke (siehe Beitragsbild) in den neuen Ausstellungsort. Die offizielle Eröffnung der Ausstellungshalle findet 06. Mai um 10.00 Uhr statt.

Jour fixe 11. April 2022 mit Martin Schmidl, Rektor der Kunsthochschule

Auch die Mitglieder des documenta-Forums hatten bereits am 11. April 2022 die Gelegenheit, die Halle zu besichtigen. 

Nach langen Jahren mit Prof. Joel Baumann als Rektor der Kasseler Kunsthochschule hat zum 1. November 2021 Prof. Dr. Martin Schmidl, ein Kunst- und Kulturwissenschaftler, diese Aufgabe übernommen. Seitdem hatte er Zeit, sein Umfeld kennenzulernen, anzukommen. Natürlich war das documenta-Forum neugierig auf ihn. Also luden wir Anfang April in den großen Hörsaal der Kunsthochschule in der Menzelstraße zum Jour fixe ein (keine Selbstverständlichkeit in Zeiten von Corona!). Im Anschluss hatten wir die Gelegenheit, mit Dr. Martin Schmidl einen Rundgang durch die neue Ausstellungshalle zu machen. Regina Oesterling hatte den Abend am folgenden Tag auf ihrem Facebook-Kanal zusammengefasst: 

„Ein toller Jour fixe mit dem documenta forum war das gestern Abend mit Prof. Dr. Martin Schmidl, den wir als neuen Direktor der Kunsthochschule kennenlernen konnten. Nicht nur sehr lebendig, sondern auch sehr klar und pragmatisch erzählte er, wie er auf der Vorarbeit seines Vorgängers Joel Baumann aufbauen kann und möchte. Und wie er Kassel als Stadt, und was er unter Kultur in einer Stadt versteht. Wie viel Potenzial er in Kassel sieht, wie auch er vernetzten, unterstützen will. Zum Abschluss zeigte er uns noch die neue Ausstellungshalle. Und überraschte sicherlich einige mit einer umgekehrten Herangehensweise an die Möglichkeiten dieser Halle. Die nichts von einem White Qube zum Hängen hat, aber vielleicht gerade deswegen Kreativität für neue, andere Lösungen hervorbringen kann. Inspirierend, und spannend zuzuhören.“