Dr. Sabine Schormann zum Tod von Manfred Schneckenburger

Copyright: Manfred Schneckenburger (geb. 1938 ins Stuttgart, Deutschland). Inv.-nr.:docA_MS_10037000.© documenta archiv / Galerie m, Bochum

Mit großem Bedauern erfahren wir von dem Tod des Kunsthistorikers und Kurators Manfred Schneckenburger. Der gebürtige Stuttgarter war in den Jahren 1977 und 1987 künstlerischer Leiter der sechsten und achten Ausgabe der documenta in Kassel.

Er hob mit seiner Arbeit im Speziellen die Verpflichtung der zeitgenössischen Kunst für sozio-politische Entwicklungen in den Vordergrund. Mit dem Begründer der Weltkunstausstellung Arnold Bode ist er der einzige künstlerische Leiter gewesen, der mehr als einmal die bedeutende internationale Ausstellung betreut hat. Dr. Sabine Schormann, Generaldirektorin der documenta und Museum Fridericianum gGmbH, zum Tod von Manfred Schneckenburger: „Das Team der documenta und Museum Fridericianum gGmbH trauert um den Künstlerischen Leiter der documenta 6 und documenta 8. Manfred Schneckenburger war ein prägender Ausstellungsmacher, für den die gesellschaftspolitische Verantwortung der Kunst Verpflichtung war.“

Quelle: documenta.de


Manfred Schneckenburger (* 1. Dezember 1938 in Stuttgart; † 3. Dezember 2019 in Köln) war ein deutscher Kunsthistoriker, Hochschullehrer und künstlerischer Leiter von internationalen Kunstausstellungen. Er war der Einzige, der die documenta in Kassel zweimal (1977 und 1987) geleitet hat. Schneckenburger starb kurz nach seinem 81. Geburtstag in Köln und wurde am 27. Dezember 2019 auf dem Kölner Zentralfriedhof Melaten beigesetzt.

Schneckenburger wurde zum künstlerischen Leiter der documenta 6 berufen, die 1977 in Kassel stattfand. Anschließend war er freischaffend tätig, machte Ausstellungen und publizierte Bücher und Kataloge zur Kunst des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1984 wurde er zum zweiten Mal als künstlerischer Leiter nach Kassel berufen und kuratierte die documenta 8 1987. 

In den Jahren zwischen und nach den Aufgaben als zweimaliger documenta-Kurator war Manfred Schneckenburger zudem als Hochschullehrer tätig, so zum Beispiel in Bochum. Nach dem Ende der d8 übernahm er 1987 die documenta-Professur an der Gesamthochschule Kassel (GHK Universität Kassel) bis 1989.

Ab 1991 war er Professor für „Kunst und Öffentlichkeit“ an der Kunstakademie Münster und bis zu seiner Pensionierung 2004 auch deren Rektor.

Im Jahre 2007 wurde Schneckenburger zum Kurator der Projektions-Biennale „lichtsicht“ in Bad Rothenfelde berufen, die er bis 2013 leitete. Alle zwei Jahre lud Schneckenburger dazu Videokünstler aus der ganzen Welt ein, ihre aktuellen Werke auf die Gradierwerke im Kurpark von Bad Rothenfelde zu projizieren.

Manfred Schneckenburger hat zahlreiche Bücher und Kataloge zur Kunst und zur Architektur veröffentlicht und war Mit-Autor einer zweibändigen Ausgabe zur Kunst des 20. Jahrhunderts.

Quelle: Wikipedia


Bild Copyright: Manfred Schneckenburger (geb. 1938 ins Stuttgart, Deutschland). Inv.-nr.:docA_MS_10037000.© documenta archiv / Galerie m, Bochum