Jörg Sperling im HNA Interview: Obelisk zeigt Wirkung

Bleibt der Obelisk von Künstler Olu Oguibe in Kassel – oder doch nicht? Unserer Vorsitzender Jörg Sperling sprach im Interview auch über die schwierige Lage rund um die documenta.

Auf die Frage, ob ihn die Diskussion über den Obelisken störe, antwortet Jörg Sperling: “Nein, im Gegenteil. Wenn über ein Kunstwerk so debattiert wird wie aktuell über den Obelisken, dann kann man sagen: Dieses Kunstwerk zeigt seine Wirkung. Und innerhalb dieser Wirkung gibt es eine Bandbreite: von der populistischen Ablehnung bis zur Zustimmung. Dazu sind so viele Argumente ausgetauscht worden, dass es der Kunst nur guttun kann. Auch bei uns im documenta-Forum wird ja heftig diskutiert über den Obelisken.”

Ähnlich hatte sich das documenta forum bereits am 26. Januar 2018  in eine Stellungnahme zum Obelisken geäußert: “Die Arbeit von Olu Oguibe zur documenta 14 in Kassel löst in der Stadtgesellschaft wie im Vorstand und bei den Mitgliedern eine kontroverse und produktive Diskussion aus.” Kritisch sieht Sperling in dem Interview die Umstände um die Spendenaktion, denn man kann über Kunst und Kultur nicht allein auf der Preisebene diskutieren: “Es war auch nicht gut, einen konkreten Preis für das Kunstwerk zu nennen. Jetzt sind wir in der unglücklichen Lage, dass letztlich das Spendenaufkommen über den Verbleib des Obelisken entscheiden wird.” 

Neben dem Obelisken war auch die documenta Gegenstand des Interviews. Jörg Sperling setzte sich dabei dafür ein, dass die Findungskommission “schleunigst” zusammengesetzt wird: Die Termine drängen, das weiß man nicht nur in Kassel – die sind auch der Weltpresse bekannt. De Lage jetzt ist nach wir vor brisant: Der Nachfolger von Annette Kulenkampff in der Geschäftsführung ist noch nicht in Sicht, das Fridericianum hat derzeit keinen Leiter, und es gibt kein documenta-Team.

Lesen Sie hier das komplette Interview mit der HNA > Interview mit Jörg Sperling