Artikel-Schlagworte: „documenta Künstler*innen“

Arnold-Bode-Preis geht an Künster Hans Haacke

Copyright Hans Haacke

05.07.2019 Auf Vorschlag des Kuratoriums hat der Magistrat der Stadt Kassel als Vorstand der Arnold-Bode-Stiftung dem Künstler Hans Haacke den mit 10.000 Euro dotierten Arnold-Bode-Preis 2019 verliehen. Das teilte Kulturdezernentin Susanne Völker mit.

Die Preisverleihung findet am 30. Oktober 2019 im Kasseler Kunstverein statt. Das Preisgeld übernimmt in diesem Jahr die Kasseler Sparkasse. 

Kulturdezernentin Susanne Völker erklärte zu dem diesjährigen Arnold-Bode-Preisträger: „Hans Haacke blickt auf eine lange und bedeutende Karriere als international geachteter Konzeptkünstler zurück. Als mehrfacher documenta-Teilnehmer verbindet ihn außerdem eine besondere Beziehung mit Kassel. Deshalb freue ich mich, dass wir in diesem Jahr diesen renommierten Preis an Haacke verleihen können.“  Diesen Beitrag weiterlesen »

Horst H. Baumann, der Vater des Kasseler Lasers ist tot

Foto: Jörg Sperling Documenta-Künstler Horst H. Baumann

Documenta-Künstler Horst H. Baumann (Foto: Jörg Sperling)

Der Künstler Horst H. Baumann ist gestorben. Er war auf besondere Weise mit Kassel verbunden: für die Documenta 6 (1977) schuf er die erste permanente Laserskulptur der Welt. Heute gehört der „Laserscape“ zum Stadtbild Kassels und wird auch künftig an Baumann erinnern.

Über Umwege zur Kunst

Baumann wurde 1934 in Aachen geboren. Sein Weg zur Kunst war nicht geradlig: Zunächst studierte er Hüttentechnik, später Pädagogik und schließlich Philosophie und Medien. Seit 1957 – er war gerade Anfang 20 –  arbeitete Baumann als Fotograf und Designer. Er verkaufte seine Bilder an Zeitschriften, zum Beispiel an das bekannte Magazin “Twen”. Als Fotograf “entdeckte” er schließlich seine Faszination für die Möglichkeiten des Lichts selbst.

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documenta 14-Arbeit „View from Above“ von Hiwa K ist in das Stadtmuseum zurückgekehrt

Jörg Sperling, hier in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Vereins Freunde des Stadtmuseums e.V., Kulturdezernentin Susanne Völker und Museumsleiter Dr. Kai Füldner präsentieren "View from Above“ von Hiwa K im Stadtmuseum Kassel

Jörg Sperling, hier in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Vereins Freunde des Stadtmuseums e.V., Kulturdezernentin Susanne Völker und Museumsleiter Dr. Kai Füldner präsentieren “View from Above“ von Hiwa K im Stadtmuseum Kassel | Quelle: Stadt Kassel; Foto: Dieter Schachtschneider

27.05.2019 | Das documenta 14 Kunstwerk von Hiwa K „View from Above“ ist jetzt Teil der Dauerausstellung im Stadtmuseum Kassel. Kulturdezernentin Susanne Völker stellte die Arbeit im Beisein von Museumsleiter Dr. Kai Füldner und dem Vorstandsmitglied des Vereins Freunde des Stadtmuseums e.V., Jörg Sperling, vor.

Der Videofilm ist nun im Raum des Modells der im 2. Weltkrieg zerstörten Stadt Kassel des Stadtmuseums zu sehen. Dazu ist der ursprünglich nur englischsprachige Film mit deutschen Untertiteln versehen worden. Hiwa K hatte diese Arbeit im Jahr 2017 für die documenta 14 erstellt. Das Video „View from Above“ wurde für die Zeit der documenta 14 im Stadtmuseum installiert, 2018 ist es über die Stadt Kassel von dem Verein Freunde des Stadtmuseums e.V. angekauft worden.

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23. Mai – Führung des documenta forums durch die Ausstellung: “Joseph Beuys und seine Initiative für direkte Demokratie”

1972 – nunmehr vor fast einem halben Jahrhundert – eröffnete Joseph Beuys sein „Büro für direkte Demokratie durch Volksabstimmung“ auf der documenta 5. Auf der folgenden documenta führte Beuys im Museum Fridericianum ein internationales Forum durch: mit Diskussionen, Workshops und Aktionen zu gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Themenfeldern. Mit seinen Initiativen für Volksabstimmungen und für eine offene und unabhängige Hochschule reagierte Beuys auf damalige Entwicklungen in Gesellschaft und Politik.

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Beuys. Ein Film von Andres Veiel

In Kooperation mit dem documenta Archiv, dem documenta forum und der Stiftung 7000 Eichen zeigt das Gloria die Premiere des Beuys-Films in Anwesenheit von Andres Veiel

Beuys. Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Geduldig versuchte er uns schon damals zu erklären, dass „Geld keine Ware sein darf“. Er wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. Doch mehr als das. Beuys boxt, parliert, doziert und erklärt dem toten Hasen die Kunst. Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen? fragt er grinsend. Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in den Kern auch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten.

Three to One – Klanginstallation in der AOK von Max Neuhaus

Max Neuhaus ist ein Pionier im künstlerischen Umgang mit Klängen im Raum. Er geht von der Beobachtung aus, dass unsere Wahrnehmung ebenso von dem bestimmt wird, was wir hören, wie von dem, was wir sehen. So benutzt er eine vorhandene Situation als Grundlage für ihre neue Gestaltung mit Tönen und Klängen.

Über die letzten 30 Jahre hat er solche unsichtbaren „Klangwerke“ für amerikanische und europäische Museen geschaffen und damit die Verbindung von „sound“, Geräuschen, Tönen und Klängen mit offenen oder geschlossenen Räumen als eigenständige Kunstform.

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Das Kunstwerk „Laserscape“ von Horst H.Baumann

Der Fortbestand der Laser-Installation im Zwehrenturm (mit Strahlen zum Herkules und zur Orangerie) war 2005 ernsthaft bedroht. Nach Gesprächen mit dem Künstler Horst H. Baumann, der 1977 zur documenta 6 die Installation geschaffen hatte, mit den Städtischen Werken, die zuletzt Betreiber der Anlage waren, der Stadt, der documenta GmbH und der Museumslandschaft Kassel (mhk), entschied sich das documenta forum, für die Rettung des Lasers zu kämpfen.

Voraussetzung für den Erhalt war eine völlige Neuausstattung der Technik sowie eine künstlerische Neukonzeption, da im ersten Schritt nur die Schaffung von grünen Laserstrahlen möglich war. Das documenta forum konnte die Stadt, SMA und die Städtischen Werke als Sponsoren gewinnen. Außerdem startete der Verein eine einmalige Spendenaktion: Mein LaserMeter. Bei zahlreichen öffentlichen Auftritten wurde der über sieben Kilometer lange Strahl vom Zwehrenturm zum Herkules symbolisch meterweise verkauft. Jeder Käufer erhielt eine Urkunde darüber, wo sich auf der Strecke sein LaserMeter befindet. Am 16. 11. 2007 konnte die Neuinstallation erfolgreich abgeschlossen werden. Diesen Beitrag weiterlesen »